{"id":4778,"date":"2016-11-10T21:33:08","date_gmt":"2016-11-10T20:33:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=4778"},"modified":"2016-11-10T21:34:05","modified_gmt":"2016-11-10T20:34:05","slug":"alessandro-serenelli-der-wahre-trost-und-der-einzig-sichere-weg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=4778","title":{"rendered":"Alessandro Serenelli &#8211; Der wahre Trost und der einzig sichere Weg"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/serenelli.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-4779\" src=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/serenelli.png\" alt=\"serenelli\" width=\"249\" height=\"281\" \/><\/a>Gott ist unendlich barmherzige mit jene Menschen, die von Herzen ihre S\u00fcnden bereuen und umkehren. Ein wunderbares Beispiel f\u00fcr eine solche Bekehrung ist Alessandro Serenelli, der mit 20 Jahren die elfj\u00e4hrige Maria Goretti vergewaltigen wollte und weil sie sich ihm widersetzte, mit elf Messerstichen t\u00f6dlich verletzte.<\/p>\n<p>Die hl. Maria Goretti (+ 6. Juli 1902) hat noch auf ihrem Totenbett ihrem M\u00f6rder verziehen und f\u00fcr ihn gebetet. Alessandro erhielt f\u00fcr seine Tat 30 Jahre Gef\u00e4ngnis. Durch einen Traum, in dem er Maria Goretti sah, die ihm schneewei\u00dfe Lilien \u00fcberreichte gelangte er im Gef\u00e4ngnis zu einer ehrlichen dauerhaften Bekehrung und f\u00fchrte dann ein beispielhaftes Leben.<\/p>\n<p>Nach seiner Entlassung fand er 1936 in einem Kapuzinerkloster Aufnahme. In einem geistlichen Testament, das er 1961 verfasste, gibt er uns ein ergreifendes Zeugnis f\u00fcr die Gnade Gottes:<\/p>\n<p>&#8222;Ich bin fast achtzig Jahre alt und bald am Ende meiner Tage. Wenn ich auf meine Vergangenheit zur\u00fcckschaue, so erkenne ich, dass ich in meiner Jugend einen falschen Weg eingeschlagen habe: den Weg des B\u00f6sen, der mich in den Ruin f\u00fchrte. Ich erkannte durch die Zeitungen, die Darstellungen und die schlechten Beispiele, dass die Mehrzahl der Jugend jenen Weg ging, ohne sich dar\u00fcber Sorgen zu machen; und so war auch ich unbek\u00fcmmert. Ich hatte gl\u00e4ubige und religi\u00f6se Menschen in meiner N\u00e4he, aber ich achtete nicht auf sie. Eine brutale Kraft machte mich blind und zog mich auf den schlechten Weg.<\/p>\n<p>Mit zwanzig Jahren wurde ich zum Sittenverbrecher, und es graut mir bei der blo\u00dfen Erinnerung. Maria Goretti, jetzt eine Heilige, war der gute Engel, der von der g\u00f6ttlichen Vorsehung auf meinen Weg gestellt wurde. In meinem Herzen sind noch immer ihre Worte des Vorwurfs und der Verzeihung lebendig. Sie betete f\u00fcr mich und legte F\u00fcrsprache f\u00fcr einen M\u00f6rder ein. Es folgten drei\u00dfig Jahre Gef\u00e4ngnis.\u00a0Wenn ich nicht minderj\u00e4hrig gewesen w\u00e4re, w\u00e4re ich lebenslang verurteilt worden. Ich nahm die verdiente Strafe an: ergeben bezahlte ich meine Schuld.<\/p>\n<p>Maria war wirklich mein Licht, meine Besch\u00fctzerin; mit ihrer Hilfe verhielt ich mich recht, und als mich die Gemeinschaft wieder aufnahm, versuchte ich ehrlich zu leben. Die S\u00f6hne des hl. Franziskus, Laienkapuziner in den Marken, haben mich mit seraphischer Barmherzigkeit aufgenommen, nicht als ihren Diener, sondern als ihren Bruder. Ich lebte mit ihnen seit dem Jahr 1936.<\/p>\n<p>Von nun an warte ich ruhig auf den Moment, der mich vor Gottes Angesicht erscheinen l\u00e4sst, um dann meine Lieben zu umarmen und in der N\u00e4he meines Schutzengels, Maria Goretti, und ihrer lieben Mutter Assunta zu sein.<\/p>\n<p>Alle, die diesen Brief lesen, m\u00f6gen die heilsame Lehre daraus ziehen, das B\u00f6se zu meiden und sich immer, schon als Kind dem Guten zuzuwenden. Sie sollen daran denken, dass die Religion mit ihren Geboten nicht etwas ist, was man nicht braucht, sondern der wahre Trost, der einzig sichere Weg in allen Lebenslagen, auch in den schmerzhaftesten. Pax et bonum!&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gott ist unendlich barmherzige mit jene Menschen, die von Herzen ihre S\u00fcnden bereuen und umkehren. Ein wunderbares Beispiel f\u00fcr eine <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=4778\">weiterlesen&#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":4779,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[25],"tags":[],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-25 07:16:39","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4778"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4778"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4778\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/4779"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4778"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4778"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4778"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}