{"id":4218,"date":"2016-01-23T21:37:12","date_gmt":"2016-01-23T20:37:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=4218"},"modified":"2016-01-23T21:37:12","modified_gmt":"2016-01-23T20:37:12","slug":"ein-verlorener-sohn-und-die-sorge-einer-mutter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=4218","title":{"rendered":"Ein verlorener Sohn und die Sorge einer Mutter"},"content":{"rendered":"<p><em><a href=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/rembrand.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft  wp-image-4219\" src=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/rembrand.jpg\" alt=\"rembrand\" width=\"168\" height=\"254\" srcset=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/rembrand.jpg 200w, https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/rembrand-199x300.jpg 199w\" sizes=\"(max-width: 168px) 100vw, 168px\" \/><\/a>Gott will, dass alle Menschen gerettet werden. Wenn wir f\u00fcreinander beten, besonders wenn M\u00fctter in festem Glauben f\u00fcr ihre Kinder beten, dann l\u00e4sst Gott auch au\u00dfergew\u00f6hnliche Dinge und Wunder geschehen.<\/em><\/p>\n<p>Abb\u00e9 Labutte, ein franz\u00f6sischer Priester, der w\u00e4hrend des Zweiten Weltkrieges als Kaplan in einer gro\u00dfen Pfarre der Stadt Nantes t\u00e4tig war, berichtete mit eidesstattlicher Erkl\u00e4rung die folgende Begebenheit aus seine Dienst:<\/p>\n<p>Nach getaner Arbeit hatte er erst gegen Mitternacht sein Brevier fertig gebetet, als an der Pfarrhaust\u00fcr heftig die Glocke gel\u00e4utet wurde. Als er \u00f6ffnete, stand vor der T\u00fcr eine Frau von etwa 40 Jahren. Sie erhob flehend ihre H\u00e4nde und sagte: &#8222;Herr Abb\u00e9, kommen Sie schnell; es handelt sich um einen jungen Mann, der sterben wird!&#8220; Er antwortete: &#8222;Madame, ich werde morgen fr\u00fch vor der Sechs-Uhr-Messe kommen.&#8220; Da sagte sie: &#8222;Herr Abb\u00e9, es wird zu sp\u00e4t sein; ich beschw\u00f6re Sie, z\u00f6gern Sie nicht!&#8220; &#8222;Gut, schreiben Sie mir bitte die Adresse, Namen nebst Strasse, Hausnummer und Stockwerk in meine Agenda.&#8220; Die Frau eilte in das Empfangszimmer. Sie schrieb den Namen in sein Buch und dahinter: 37, Rue Descartes, 2. Stock. Er sagte ihr: &#8222;Sie k\u00f6nnen sich auf mich verlassen, Madame! Ich werde in 20 Minuten dort sein.&#8220; Halblaut antwortete sie: &#8222;Gott m\u00f6ge Ihnen ihre N\u00e4chstenliebe vergelten. &#8230;&#8220; Dann verschwand sie in der Nacht.<\/p>\n<p>Er machte sich auf den Weg zur angegebenen Adresse. Dort \u00f6ffnete ihm ein junger Mann von etwa 20 Jahren die T\u00fcr und blickte ihn erstaunt und ehrfurchtsvoll an. &#8222;Ich komme zu einem Kranken in Todesgefahr; das ist doch hier?&#8220; &#8222;Nein, Herr Abb\u00e9 das ist wohl ein Irrtum.&#8220; Er zeigte ihm die Adresse, die die Frau ins Buch geschrieben hatte. &#8222;Wahrhaftig, Herr Abb\u00e9 mir scheint, dass ich diese Schrift kenne&#8230;; aber nein, das ist doch zu sonderbar! Ich wohne allein mit meinem Vater, der augenblicklich Nachtdienst in der Fabrik hat. Das alles ist sicher ein Irrtum. Die Frau hat ohne Zweifel Rue Despartes schreiben wollen und hat aus Versehen Rue Descartes geschrieben. Doch, Herr Abb\u00e9, treten Sie nur einige Minuten ein!&#8220; Dann fuhr er fort: &#8222;Herr Abb\u00e9, es sind schon zwei Jahre, dass ich sie zu sprechen w\u00fcnsche, um mich mit ihnen bekannt zu machen, aber ich fand den Mut nicht, sie aufzusuchen.&#8220; Er l\u00e4chelte traurig verlegen und gestand: &#8222;Ich bin ein verlorener Sohn!&#8220; Auf dem Sofa sitzend, erz\u00e4hlt er ihm sein ganzes Leben&#8230;<\/p>\n<p>Nachdem der junge Mann sich in der Beichte mit Gott vers\u00f6hnt hatte, machte sich Abb\u00e9 Labutte auf zur Rue Despartes 37. Aber diese Hausnummer gab es nicht.<\/p>\n<p>Es war halb zwei Uhr Nachts als pl\u00f6tzlich die Sirenen zu heulen begannen. Fliegeralarm! Schon fielen die ersten Bomben im Norden der Stadt. Er hatte nur noch Zeit, in den n\u00e4chsten Luftschutzkeller zu fl\u00fcchten. Als er herauskam, beleuchtete greller Feuerschein die D\u00e4cher der Stadt.<\/p>\n<p>Er begab sich zur n\u00e4chsten Unfallstation. Viele Verletzte und auch Tote wurden gebracht. Er ging von einem zum anderen und erteilte die Absolution und die letzte \u00d6lung. Pl\u00f6tzlich stand er ganz sprachlos vor der Leiche jenes jungen Mannes, den er gerade eine Stunde vorher besucht hatte. Er war also wirklich am Rande der Ewigkeit gestanden und hatte es nicht gewusst! Die Barmherzigkeit Gottes aber hatte ihm Zeit gegeben, noch vor dem Tode beichten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Unter den Papieren, die der junge Mann bei sich hatte, fand er einen vergilbten Brief. Darin waren Fotos und ein Totenbildchen jener Frau (+1938), die ihn gerade vor einigen Stunden besucht hatte, au\u00dferdem ein Brief mit derselben Schrift wie in seiner Agenda. Es war die Mutter des jungen Mannes gewesen, die aus der Ewigkeit gekommen war, um ihrem Sohn zu helfen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gott will, dass alle Menschen gerettet werden. 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