{"id":4213,"date":"2016-01-23T21:25:49","date_gmt":"2016-01-23T20:25:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=4213"},"modified":"2016-01-23T21:25:49","modified_gmt":"2016-01-23T20:25:49","slug":"warum-siehst-du-den-splitter-im-auge-deines-bruders","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=4213","title":{"rendered":"Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders?"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/bergpredigt.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-4214\" src=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/bergpredigt.jpg\" alt=\"bergpredigt\" width=\"250\" height=\"280\" \/><\/a>Eine Frau hat ein Zeugnis gegeben \u00fcber eine lehrreiche Erfahrung, in der wir uns leicht selber wiederfinden k\u00f6nnen:<\/p>\n<p>Sie sa\u00df in einem gro\u00dfen Flughafen und wartete auf ihren Flug, der mehreren Stunden Versp\u00e4tung hatte. Um die Zeit irgendwie zu vertreiben, kaufte sie sich ein interessantes Buch und eine Packung Kekse und machte es sich auf den Sitzen im Flughafen gem\u00fctlich.<\/p>\n<p>Neben ihr war ein leerer Sitz, auf dem eine Packung Kekse lag und einen Sitz weiter sa\u00df ein junger Mann, der in einer Zeitschrift bl\u00e4tterte. Sie schlug ihr Buch auf und nahm sich einen Keks aus der Packung. Der Mann nahm sich ebenfalls einen Keks aus der Packung! Das emp\u00f6rte sie, doch sie wollte keine Szene machen, sagte nichts und las einfach weiter. Aber jedes Mal, wenn sie einen Keks aus der Packung nahm, tat der Mann es ihr gleich. Das machte sie w\u00fctend, doch sie wollte in einem \u00fcberf\u00fcllten Flughafen keinen Streit anfangen. Als nur ein Keks in der Packung \u00fcbrig blieb, dachte sie: &#8222;Jetzt m\u00f6chte ich aber sehen, was dieser Flegel tut!&#8220;<br \/>\nAls ob er ihre Gedanken lesen konnte, nahm der Mann den Keks, brach ihn in der Mitte und reichte ihr eine H\u00e4lfte, ohne sie auch nur anzuschauen. Das brachte ihr Fass zum \u00dcberlaufen: Sie wollte ihn schon beschimpfen, konnte sich aber in letzter Sekunde beherrschen, stand auf, nahm ihre Sachen und ging weg.<\/p>\n<p>Als sie sp\u00e4ter in ihrem Flieger sa\u00df, suchte sie in ihrer Tasche nach ihrer Brille und fand \u2026 eine Packung Kekse! Da erinnerte sie sich, dass sie ihre Kekse in ihre Tasche gelegt hatte und der Mann, den sie f\u00fcr einen Grobian hielt, hatte SEINE Kekse mit ihr geteilt. Und das tat er einfach so aus Gutherzigkeit, ohne auch nur ein wenig w\u00fctend zu werden.<\/p>\n<p>Sie sch\u00e4mte sich, doch konnte sie sich nicht mehr entschuldigen und ihren Fehler wieder gutmachen.<\/p>\n<p>&#8222;Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?&#8220; Mit diesem Wort aus der Bergpredigt (Mt 7,3) hat uns der Herr einen wichtigen Zusammenhang bewusst gemacht. Nur all zu leicht \u00e4rgern wir uns \u00fcber das Verhalten und die Fehler unserer Mitmenschen und wir merken es nicht, dass wir dasselbe tun oder denselben Fehler haben, an dem wir Ansto\u00df nehmen. Wir k\u00f6nnen uns diesen Zusammenhang zunutze machen, um in der Selbsterkenntnis und Demut zu wachsen. Immer wenn wir also den Splitter im Auge unseres Bruders bemerken, k\u00f6nnen wir uns auch auf die Suche nach dem eigenen Balken machen.<\/p>\n<p>Der sel. Kardinal Newman hat sehr sch\u00f6n gesagt: &#8222;Gott spricht in erster Linie zu uns in unserem Herzen. Selbsterkenntnis ist der Schl\u00fcssel zu den Geboten und den Lehren der Heiligen Schrift. Erst wenn wir erfahren haben, was es hei\u00dft, in unserm Herzen zu lesen, dann werden wir aus der Lehre der Kirche und der Bibel Nutzen ziehen.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Frau hat ein Zeugnis gegeben \u00fcber eine lehrreiche Erfahrung, in der wir uns leicht selber wiederfinden k\u00f6nnen: Sie sa\u00df <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=4213\">weiterlesen&#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":4214,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[61],"tags":[],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-24 02:37:48","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4213"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4213"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4213\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/4214"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4213"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4213"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4213"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}