{"id":4187,"date":"2015-12-05T10:24:31","date_gmt":"2015-12-05T09:24:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=4187"},"modified":"2015-12-05T10:24:57","modified_gmt":"2015-12-05T09:24:57","slug":"wenn-du-mein-kind-sein-willst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=4187","title":{"rendered":"Wenn du mein Kind sein willst &#8230;"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/maria-claude.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-4188\" src=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/maria-claude.jpg\" alt=\"maria-claude\" width=\"238\" height=\"246\" srcset=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/maria-claude.jpg 350w, https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/maria-claude-250x259.jpg 250w\" sizes=\"(max-width: 238px) 100vw, 238px\" \/><\/a>Am 8. Dez. feiert die Kirche das Hochfest der unbefleckten Empf\u00e4ngnis Mariens. In der Wundert\u00e4tigen Medaille, die Maria uns durch eine Offenbarung an die hl. Katharina Laboure geschenkt hat, wird das Geheimnis ihrer Gnadenmittlerschaft dargestellt. Sie als die Unbefleckte Empf\u00e4ngnis zertritt der Schlange den Kopf und von ihren H\u00e4nden gehen die Strahlen der Gnade aus. Auf der Medaille steht geschrieben: &#8222;O Maria, ohne S\u00fcnde empfangen, bitte f\u00fcr uns, die wir zu dir unsere Zuflucht nehmen.&#8220;<\/p>\n<p>Viele gro\u00dfe Gnadenwunder hat Gott durch diese Medaille gewirkt. Eine besonders ergreifende Begebenheit \u00fcber das Wirken Mariens hat der Steyler Missionar P. Robert O&#8217;Leary SVD (1911-1984) aus seiner Erfahrung als Gef\u00e4ngnisseelsorger erz\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Claude Newman (1923-1944), ein Schwarzer, der bei seiner Gro\u00dfmutter auf den Baumwollplantagen in der N\u00e4he der Stadt Vicksburg in Mississippi (USA) aufgewachsen war, hatte als 19-j\u00e4hriger seinen Stiefgro\u00dfvater erschossen, weil er nicht mitansehen konnte, wie dieser Mann seine geliebte Gro\u00dfmutter misshandelte. Er wurde eingesperrt und zum Tod auf dem elektrischen Stuhl verurteilt.<\/p>\n<p>Eines Tages entdeckt Claude bei einem seiner Mith\u00e4ftlinge ein ovales Bl\u00e4ttchen, das jener an einem Bindfaden um den Hals hatte. Als Claude ihn nach der Bedeutung dieses Bl\u00e4ttchens fragte, riss dieser sich die Medaille vom Hals und warf sie fluchend vor Claudes F\u00fc\u00dfe. Es war eine Wundert\u00e4tige Medaille. Claude h\u00e4ngte sie sich nun als Schmuck um seinen Hals.<\/p>\n<p>In jener Nacht wurde Claude durch eine Ber\u00fchrung am Handgelenk geweckt, und da stand neben ihm, wie er sp\u00e4ter erz\u00e4hlte &#8222;die sch\u00f6nste Frau, die Gott je geschaffen hat.&#8220; Sie sagte zu ihm: &#8222;Wenn du mich zur Mutter haben m\u00f6chtest, und wenn du mein Kind sein willst, so lass einen Priester der katholischen Kirche rufen.&#8220;<\/p>\n<p>So wurde P. O&#8217;Leary zu Claude gerufen. Claude war nicht getauft, hatte keine Ahnung vom Glauben und konnte auch nicht lesen und schreiben. Aber mit gr\u00f6\u00dftem Eifer begann er nun sich im Katechismusunterricht auf die Taufe vorzubereiten. Die Begeisterung Claudes steckte auch einige seine Mith\u00e4ftlinge an.<\/p>\n<p>Am 16. J\u00e4n. wurde Claude getauft und am 20. J\u00e4n. 1944 sollte die Hinrichtung vollzogen werden. Die W\u00e4rter und die Gef\u00e4ngnisleitung hatten noch nie einen Verurteilten gesehen, der sich auf seine Hinrichtung so freute, wie Claude es tat. Aber 15 Minuten vor dem Termin kam der Bescheid, dass die Hinrichtung noch einmal 14 Tage aufgeschoben w\u00fcrde. Claude war entt\u00e4uscht. Er sagte: &#8222;Ach, ihr versteht gar nichts! H\u00e4ttet ihr jemals &#8218;ihr&#8216; Gesicht gesehen und in , &#8218;ihre&#8216; Augen geschaut, so w\u00fcrdet ihr keinen einzigen Tag l\u00e4nger leben wollen. Was nur habe ich in den vergangenen Wochen falsch gemacht?&#8220;, fragte er den Priester, &#8222;dass Gott mir meinen Heimgang verweigert? Warum nur muss ich noch zwei Wochen auf Erden bleiben?&#8220;<\/p>\n<p>Auf den Rat von P. O&#8217;Leary hin begann nun Claude f\u00fcr seinen Mith\u00e4ftling James Hughs zu beten und zu opfern, der g\u00e4nzlich verh\u00e4rte, immer gegen Gott und die Kirche fluchte, der Claude immer hasste und unter dem Claude auch viel zu leiden hatte.<\/p>\n<p>Mit diesem Gebet und Opfer waren seine letzten Tage gef\u00fcllt. Und so opferte Claude auch sein Sterben f\u00fcr ihn auf.<\/p>\n<p>Drei Monate sp\u00e4ter war die Hinrichtung von James Hughs. Fluchend und voll Hass sa\u00df er schon auf dem elektrischen Stuhl. In letzter Sekunde aber rief er pl\u00f6tzlich nach eine Priester. Pater O&#8217;Leary war sofort zur Stelle. So konnte Huges noch beichten. Der Grund f\u00fcr seine Sinnes\u00e4nderung: Claude war ihm erschienen &#8211; hinter ihm stand Maria &#8211; und sagte, dass er f\u00fcr ihn gebetet und geopfert hat.<\/p>\n<h2>Belehrt durch die Gottesmutter<\/h2>\n<p>Pater O&#8217;Leary, der im Gef\u00e4ngnis Claude Newman und seinen Mitgefangenen Glaubensunterricht gab, bemerkte, dass Claude auch von der Gottesmutter unterrichtet wurde, die ihm in seiner Zelle in der Nacht \u00f6fter erschien.<\/p>\n<p>Als P. O&#8217;Leary die Beichte besprechen wollte, sagt Claude: &#8222;Dar\u00fcber wei\u00df ich Bescheid! Die Dame hat mir gesagt, dass wir, wenn wir zur Beichte gehen, nicht vor dem Priester niederknien, sondern vor dem Kreuz ihres Sohnes. Und wenn uns unsere S\u00fcnden wirklich leidtun und wir sie bekennen, flie\u00dft das Blut, das Er f\u00fcr uns vergossen hat, \u00fcber uns und w\u00e4scht uns rein von allen S\u00fcnden.&#8220; Und seine Kameraden ermutigte er: &#8222;Habt keine Angst zu beichten! Ihr sagt eure S\u00fcnden wirklich Gott und nicht dem Priester. Wisst ihr, die Gottesmutter hat mir erkl\u00e4rt: Wir sprechen durch den Priester zu Gott, und Gott spricht durch den Priester zu uns zur\u00fcck.&#8220;<\/p>\n<p>Auch \u00fcber die Eucharistie belehrte ihn Maria: &#8222;Die Gottesmutter sagte mir, dass die Hl. Kommunion nur f\u00fcr mein Auge wie ein St\u00fcck Brot aussieht, dass die wei\u00dfe Hostie aber wirklich und wahrhaftig Ihr Sohn ist. Sie erkl\u00e4rte mir auch, dass Jesus nur f\u00fcr kurze Zeit auf diese Weise in mir sein wird, und zwar genau so, wie Er damals in &#8218;ihr&#8216; war, ehe Er in Betlehem geboren wurde. Deshalb solle ich die Zeit mit Ihm gleich verbringen, wie sie es ein Leben lang tat: Ihn liebend, Ihn anbetend, Ihn preisend und um Seinen Segen bittend und Ihm dankend. Ich solle mich in diesen Minuten um niemanden und nichts anderes k\u00fcmmern, sondern die Zeit mit Ihm allein verbringen.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 8. Dez. feiert die Kirche das Hochfest der unbefleckten Empf\u00e4ngnis Mariens. 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