{"id":4182,"date":"2015-12-05T10:15:11","date_gmt":"2015-12-05T09:15:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=4182"},"modified":"2015-12-05T10:17:27","modified_gmt":"2015-12-05T09:17:27","slug":"die-situation-der-pruefung-hat-ihren-glauben-gestaerkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=4182","title":{"rendered":"Die Situation der Pr\u00fcfung hat ihren Glauben gest\u00e4rkt"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/pater-m.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-4183\" src=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/pater-m.jpg\" alt=\"pater-m\" width=\"212\" height=\"170\" \/><\/a>\u00dcber die Lage der Christen in Syrien in den vom &#8218;Islamischen Staat&#8216; besetzten Gebieten wird in den Medien wenig berichtet.<\/p>\n<p>Der franz\u00f6sische Priester Pater Jacques Mourad, Prior eines syrisch-katholischen Klosters in der Stadt Karjatain, die im Gebiet des IS liegt, gibt uns in seinen Berichten ein wenig Einblick in die Situation und in das, was er selbst erlebt hat.<\/p>\n<p>Am 21. Mai 2015 wurde er und ein Mitbruder seines Klosters von IS-Terroristen entf\u00fchrt und als Geisel genommen. In Raqqa, einer IS-Hochburg wurde er drei Monate gefangen gehalten.<\/p>\n<p>Mourad sagte, w\u00e4hrend dieser Zeit h\u00e4tten sie genug zu essen erhalten und seien medizinisch versorgt worden. Aber &#8222;fast t\u00e4glich haben mich verschiedene IS\u2011Wachen in meiner Zelle besucht und mich gefragt: &#8218;Wer bist Du?&#8216; Ich antwortete: &#8218;Ich bin Christ.&#8216; &#8218;Dann bist Du ein Ungl\u00e4ubiger&#8216; \u2011 schrien sie mich an \u2013 &#8218;wenn Du nicht bald zum Islam konvertierst, werden wir Dich mit dem Schwert umbringen&#8216;. Doch je mehr die Zeit verging, umso mehr versp\u00fcrte ich pl\u00f6tzlich eine gro\u00dfe innere Ruhe. Ich hatte keine Angst mehr vor meinem bevorstehenden Tod. Sollte ich sterben, war mir wohl bewusst, dass ich von den vielen hingerichteten christlichen M\u00e4rtyrern weder der erste noch der letzte sein w\u00fcrde \u2026\u201c<\/p>\n<p>Im August wurde er nach Palmyra gebracht, wo er dann mit 250 Christen zusammen war, die dort gefangen gehalten wurden. Er konnte mit Gefangenen in einem unterirdischen Schlafsaal sogar Gottesdienste feiern.<\/p>\n<p>&#8222;Die Christen&#8220;, so Pater Murad, &#8222;besch\u00e4ftigten sich oft mit ihrem Glauben und der christlichen Lehre und konvertierten trotz des gro\u00dfen Drucks nicht zum Islam. Sie beteten treu den Rosenkranz und diese Situation der Pr\u00fcfung hat ihren Glauben gest\u00e4rkt und auch meinen eigenen Glauben als Priester. Es ist, als ob ich neu geboren worden w\u00e4re.&#8220;<\/p>\n<p>Am 10. Oktober 2015 konnte er aus der Gefangenschaft des IS freikommen. &#8222;Ich habe mich getarnt und bin, mit Hilfe eines muslimischen Freundes, am vergangenen Samstag von Karjatain mit einem Moped gefl\u00fcchtet. Jetzt versuche ich, gemeinsam mit einem orthodoxen Priester und muslimischen Freunden, auch die anderen gefangenen Christen zu befreien. Gerade heute haben es weitere 40 Christen geschafft, aus der Haft zu entkommen. Ich m\u00f6chte mich bei allen bedanken, die intensiv auch f\u00fcr mich gebetet haben. Es ist ein echtes Wunder, dass sich ein Priester aus den F\u00e4ngen des IS \u00fcberhaupt befreien konnte.&#8220;<\/p>\n<p>Pater Mourad m\u00f6chte auch andere Christen aus Karjatain zum Gehen bewegen. Viele Christen wollten bleiben, weil sie keinen anderen Ort h\u00e4tten. &#8222;Manche k\u00f6nnen nicht akzeptieren, vertrieben zu sein, und wollen lieber zu Hause sterben. Andere sind \u00fcberzeugt, dass der Islamische Staat, mit dem sie einen Vertrag haben, sie sch\u00fctzt&#8220;. Derzeit lebten noch rund 160 Christen in Karjatain. &#8222;Wir bitten Gott, sie zu sch\u00fctzen, denn die Stadt ist ein gef\u00e4hrliches Schlachtfeld. Es gibt keinen Schutz, nirgendwo ist es sicher&#8220; sagte Pater Mourad.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber die Lage der Christen in Syrien in den vom &#8218;Islamischen Staat&#8216; besetzten Gebieten wird in den Medien wenig berichtet. <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=4182\">weiterlesen&#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":4183,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[25],"tags":[],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-26 10:53:38","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4182"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4182"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4182\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/4183"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4182"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4182"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4182"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}