{"id":4113,"date":"2015-09-19T10:19:26","date_gmt":"2015-09-19T09:19:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=4113"},"modified":"2015-09-19T10:19:26","modified_gmt":"2015-09-19T09:19:26","slug":"sel-manuel-lozano-garrido-das-kreuz-wiegt-schon-etwas-aber-es-hat-fluegel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=4113","title":{"rendered":"Sel. Manuel Lozano Garrido &#8211; Das Kreuz wiegt schon etwas, aber es hat Fl\u00fcgel"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Manuel-Lozano-Garrido-01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-4114\" alt=\"Manuel-Lozano-Garrido-01\" src=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Manuel-Lozano-Garrido-01.jpg\" width=\"156\" height=\"221\" srcset=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Manuel-Lozano-Garrido-01.jpg 250w, https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Manuel-Lozano-Garrido-01-211x300.jpg 211w\" sizes=\"(max-width: 156px) 100vw, 156px\" \/><\/a><em>Der spanische Journalist Manuel Lozano Garrido (1920-1971), wurde 2010 als erster Journalist selig gesprochen. Sein Leben war ab seinem 23. Lebensjahr gepr\u00e4gt von einer schweren, unheilbaren Krankheit. Er lernte aber, sein Leiden als ein Geschenk aus der Hand Gottes anzunehmen. Er glaubte in bewundernswerter Weise an die miterl\u00f6sende Berufung aller Leidenden und wurde zu einem wahren Apostel der Freude.<\/em><\/p>\n<p>Der sel. Manuel trat mit elf Jahren der \u00f6rtlichen Gruppe der katholischen Aktion bei. &#8222;Mit 15 Jahren war mir meine Berufung ziemlich klar, ich wollte Journalist werden.&#8220; 1936, als Manuel 16 Jahre alt war, brach der Spanische B\u00fcrgerkrieg aus und damit eine schwere Verfolgung der Kirche. Gottesdienste wurden verboten, viele Priester und Laien verhaftet oder erschossen. Auch unter Manuels Freunden erlitten manche das Martyrium. Vom einzigen nicht inhaftierten Priester der Stadt wurde Manuel beauftragt, den verfolgten Katholiken die hl. Kommunion zu bringen. Dieser Dienst pr\u00e4gte ihm eine tiefe Liebe zu Christus ins Herz.<\/p>\n<p>Im Sommer 1940, mit 20 Jahren, nahm Manuel an einer gro\u00dfe Jugendwallfahrt zum Marienheiligtum in Saragossa teil. Der Priester ermutigte die Jugendlichen, wie die beiden Apostel Jakobus und Johannes zu sein, die neben Jesus ihren Platz im Reich Gottes haben wollten. Und im Namen Jesu stellte der Priester den Jugendlichen die Frage: &#8222;K\u00f6nnt ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde?&#8220; In ihrer Liebe und Begeisterung antworteten sie, und Manuel mit ihnen, einstimmig: &#8222;Wir k\u00f6nnen es!&#8220; Drei Jahre sp\u00e4ter sollte der Herr ihm einen Kelch reichen, der bis zum Rand gef\u00fcllt war. Beim Milit\u00e4rdienst in Madrid zeigten sich die ersten Anzeichen der schweren Krankheit Morbus Bechterew, eine bis heute unheilbare rheumatische Erkrankung vor allem der Wirbels\u00e4ule, die, begleitet von zeitweise unertr\u00e4glichen Schmerzen, schnell und unaufhaltsam zur v\u00f6lligen Versteifung des K\u00f6rpers f\u00fchrt. 1943 hatte Manuel die Gelegenheit, in Begleitung seiner Schwester Lucia, die ihn zeitlebens pflegte, an einer Wallfahrt nach Lourdes teilzunehmen. &#8222;In Lourdes begannen mir die Tragweite und der universale Sinn des Leidens aufzugehen.&#8220; Er verstand, dass sein bewusst angenommener Schmerz nicht nur f\u00fcr ihn selbst &#8222;eine reinigende, heiligende Seite hat, die Frieden und Herzensfreude bewirkt&#8220;, sondern auch f\u00fcr andere zur Quelle \u00fcbernat\u00fcrlichen Lichtes wird. Er schrieb sp\u00e4ter: &#8222;Christus ist in allen jenen, die leiden \u2026 nicht nur, um diese Leiden zu teilen und ertr\u00e4glicher zu machen, sondern um sie mit den Seinen zu vereinen, um ihnen dieselbe erl\u00f6sende Kraft zu verleihen, die sein Kreuz hatte, um die Welt zu erl\u00f6sen \u2026 Dazu sind zwei Dinge notwendig: unser Wille und unsere Liebe.&#8220; &#8222;Ja, das Kreuz wiegt schon etwas, aber es hat Fl\u00fcgel.&#8220;<\/p>\n<p>1943 sa\u00df Manuel bereits im Rollstuhl, seine H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe begannen sich zu verkr\u00fcmmen, mit nach vorne geneigtem Oberk\u00f6rper nahm er die starre Haltung einer \u201e4\u201c ein. So verbrachte er 28 Jahre in st\u00e4ndigen Schmerzen, die letzten neun Jahre zudem in Blindheit. Er kannte sehr wohl die Dunkelheiten der Seele durch \u00c4ngste, Einsamkeit und das Erleben von Nutzlosigkeit. Aber er war der \u00dcberzeugung:<\/p>\n<p>&#8222;Was den Christen kennzeichnet, sind nicht Geduld, Ergebung und vielleicht nicht einmal G\u00fcte, sondern Freude. Denn wer eine Pr\u00fcfung freudlos ertr\u00e4gt, ist nicht v\u00f6llig in das Geheimnis des Kreuzes eingedrungen. Alle Tugenden wachsen aus der Freude. Wer sie hat, hat alles.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der spanische Journalist Manuel Lozano Garrido (1920-1971), wurde 2010 als erster Journalist selig gesprochen. Sein Leben war ab seinem 23. <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=4113\">weiterlesen&#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":4114,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[26],"tags":[],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-25 03:31:57","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4113"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4113"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4113\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/4114"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4113"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4113"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4113"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}