{"id":4107,"date":"2015-09-19T10:05:13","date_gmt":"2015-09-19T09:05:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=4107"},"modified":"2015-09-19T10:05:13","modified_gmt":"2015-09-19T09:05:13","slug":"gott-ich-kenne-dich-nicht-doch-ich-bitte-dich-hilf-mir","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=4107","title":{"rendered":"Gott, ich kenne Dich nicht, doch ich bitte Dich: Hilf mir!"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Nars-Beemster.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-4108\" alt=\"Nars Beemster\" src=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Nars-Beemster.jpg\" width=\"177\" height=\"186\" srcset=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Nars-Beemster.jpg 317w, https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Nars-Beemster-250x261.jpg 250w\" sizes=\"(max-width: 177px) 100vw, 177px\" \/><\/a>Der niederl\u00e4ndische Priester Nars (Bernardus) Beemster, der 2002 zum Priester geweiht wurde, und heute Rektor des Wallfahrtsortes &#8222;Unserer Lieben Frau zur Not&#8220; in Heiloo ist, hat in einem eindrucksvollen Bericht seinen Berufungsweg geschildert. Hier eine Zusammenfassung:<\/p>\n<p>Als Sohn eines Tulpenzwiebel-Bauern tr\u00e4umte er davon, Maschinenbauingenieur zu werden. Doch kurz bevor er zum Studium kam, passierte etwas, das allem eine neue Richtung gab. In der Nacht vom 19. auf den 20. Aug. 1990 \u2013 er wusste damals als 20-j\u00e4hriger nicht, dass es der Gedenktag seines Namenspatrons, des hl. Bernhard, war \u2013 traf er sich mit seinen Freunden in der Kneipe des Nachbardorfes. Nach einem ausgiebigen Saufgelage geriet seine Gruppe vor dem Lokal mit einer anderen alkoholisierten Gruppe in Streit und es kam zu einer Massenschl\u00e4gerei. Als ge\u00fcbter Boxer konnte er sich normalerweise kr\u00e4ftig wehren. Aber in dieser Nacht war es so betrunken, dass er von den anderen regelrecht ins Koma gepr\u00fcgelt wurde.<\/p>\n<p>Erst nach eineinhalb Tagen erwachte er im Krankenhaus. Laut Polizeibericht hatte man ihn bewusstlos in einer gro\u00dfen Blutlache vor einer Kircht\u00fcr gefunden. Wie er dorthin gelangt war, blieb ihm unerkl\u00e4rlich. Sein Gesicht war total zerschlagen, und neben einem mehrfachen Nasenbeinbruch hatte er schwere Hirnsch\u00e4den mit Gleichgewichtsst\u00f6rungen und L\u00e4hmungen erlitten. Anfangs hoffte er, dass er bald wieder mit seinen Freunden so weitermachen konnte wie fr\u00fcher, doch der Heilungsprozess dauerte mehr als sechs Jahre.<br \/>\nAls er erfuhr, dass ein fr\u00fcherer Box-Kollege Selbstmord begangen hatte, und ein anderer Freund durch einen Motorradunfall gel\u00e4hmt war, wurden seine Verzweiflung und seine \u00c4ngste \u00fcber seinen eigenen Zustand so gro\u00df, &#8222;dass ich&#8220;, wie er sagt, &#8222;eines Nachts aus dem Bett stieg, niederkniete und mit meinen 21 Jahren das erste Herzensgebet sprach: &#8218;Gott, ich kenne Dich nicht, aber ich wei\u00df, dass Du existierst. Ich wage es kaum zu sagen und verdiene es nicht, doch ich bitte Dich: Hilf mir!&#8216; Heute sehe ich, wie wunderbar mich Jesus erh\u00f6rt hat.&#8220;<\/p>\n<p>Nars war zwar von Kindheit an immer zur Sonntagsmesse gegangen, auch wenn er nicht begriff, was da bei der hl. Messe vor sich ging. &#8222;Doch erst nach jener denkw\u00fcrdigen Augustnacht \u2026 ging ich bewusst zur Kirche. \u2026 Mehr und mehr fasziniert vom Glauben, las ich viel dar\u00fcber. Tief trafen mich 1995 in einem Fatima-Buch die Worte der Gottesmutter an die drei Hirtenkinder: &#8218;Viele Seelen kommen in die H\u00f6lle, weil sich niemand f\u00fcr sie opfert und f\u00fcr sie betet.&#8216; Entsetzt musste ich mit meinen 24 Jahren feststellen: &#8218;Es gibt eine H\u00f6lle, und wenn ich mein Leben nicht radikal \u00e4ndere, werde ich wahrscheinlich dort enden.&#8216; Wie von selbst trugen mich meine Schuhe damals zum alten Dorfpfarrer, bei dem ich die hl. Beichte ablegte. Welch befreiender Moment!&#8220;<\/p>\n<p>Nach f\u00fcnf Jahren wollte Nars seinen fr\u00fcheren Freunden erstmals etwas von seinen Glaubenserfahrungen erz\u00e4hlen. &#8222;Die Jungs, fast alle ungl\u00e4ubig, meinten nur lachend: &#8218;Wenn\u2019s dir was bringt und du das brauchst, okay. Aber lass uns damit in Ruhe. Hej, Ober, bitte zehn Bier f\u00fcr uns, und ein Glas Weihwasser f\u00fcr Nars!&#8216; Ich nahm es diesen &#8217;starken M\u00e4nnern&#8216; nicht \u00fcbel, dass es in ihrer Welt, die auch einmal die meine war, keinen Platz f\u00fcr Gott gab.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Mir hingegen bedeutete es viel, Jesus und Maria immer mehr den ersten Platz im Leben zu geben. Sogar meine Freundin verstand das leider nicht, und sie beendete 1995 unsere sch\u00f6ne Beziehung mit den Worten: &#8218;Du liebst ja Gott mehr als mich.&#8216; Und wenn es anfangs auch weh tat, so stellte sich doch heraus, dass sie recht hatte.&#8220; &#8222;Mein Schmerz half mir indirekt zu meinem heutigen Gl\u00fcck.&#8220;<\/p>\n<p>Quelle: Triumph des Herzens, 2013 Nr. 117 (Zusammenfassung) Foto: <a href=\"http:\/\/www.bisdomhaarlem-amsterdam.nl\/pdf\/sk201205.pdf\">Screenshot<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der niederl\u00e4ndische Priester Nars (Bernardus) Beemster, der 2002 zum Priester geweiht wurde, und heute Rektor des Wallfahrtsortes &#8222;Unserer Lieben Frau <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=4107\">weiterlesen&#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":4108,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[51],"tags":[],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-25 03:34:07","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4107"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4107"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4107\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/4108"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4107"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4107"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4107"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}