{"id":3842,"date":"2014-07-05T19:54:32","date_gmt":"2014-07-05T18:54:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=3842"},"modified":"2014-07-05T19:55:21","modified_gmt":"2014-07-05T18:55:21","slug":"wachsen-lassen-bis-zur-ernte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=3842","title":{"rendered":"Wachsen lassen bis zur Ernte"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/ernte.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-3843\" alt=\"ernte\" src=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/ernte.jpg\" width=\"320\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/ernte.jpg 500w, https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/ernte-250x166.jpg 250w\" sizes=\"(max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/a>Am 16. Sonntag im Jahreskreis\u00a0 h\u00f6ren wir im Evangelium das Gleichnis vom Unkraut und vom Weizen auf dem Feld. Die Zeit der Kirche, in der wir jetzt stehen, ist die Zeit der Aussaat und des Wachstums. Jesus ist der S\u00e4mann, der den Acker der Kirche bestellt. Durch seinen Geist, sein Wort und die Sakramente werden wir zu Kindern seines Reiches und d\u00fcrfen in der Heiligkeit wachsen. Aber auch der b\u00f6se Feind, der Teufel, sucht seinen Samen, das hei\u00dft seinen Ungeist auszus\u00e4en, wie zum Beispiel Unglauben, Hass, Hochmut und L\u00fcge, so dass die Menschen zu &#8222;S\u00f6hnen des B\u00f6sen&#8220; werden. So w\u00e4chst beides auf dem Acker der Kirche: Unkraut und Weizen.<\/p>\n<p>&#8222;Sollen wir gehen und es ausrei\u00dfen?&#8220;, fragen die Diener. &#8222;Lasst beides wachsen bis zur Ernte&#8220;, antwortet der Gutsherr.<\/p>\n<p>Wir m\u00f6chten gerne schnelle L\u00f6sungen herbeif\u00fchren, jetzt schon Gericht halten und jene, die uns als die B\u00f6sen und St\u00f6renden, die Schwierigen und Unertr\u00e4glichen erscheinen, beseitigen. Aber Gott denkt anders. Am Ende der Zeit wird es sicher ein Gericht geben, in dem die B\u00f6sen von den Guten endg\u00fcltig getrennt werden, aber jetzt ist noch die Zeit der Gnade und des Wachsens.<\/p>\n<p>Gott hat Geduld mit uns, denn er will nicht den Tod des S\u00fcnders, sondern dass er umkehrt und lebt. Auch Jesus sagt von sich, dass er nicht gekommen ist, um zu richten, sondern um zu retten, indem er die Bosheit dieser Welt und die S\u00fcnden der Menschen geduldig und aus Liebe ertr\u00e4gt bis zu seinem Tod am Kreuz. Er verzichtet darauf, seinem Leiden durch das Herbeirufen von zw\u00f6lf Legionen Engeln ein schnelles triumphales Ende zu setzen.<\/p>\n<p>Diese Geduld Gottes mit dem &#8222;Unkraut&#8220;, d.h. mit dem Geheimnis der Bosheit in der Kirche, fordert auch unsere Geduld heraus. Aber wenn wir in der Nachfolge Christi mit ihm geduldig die Leiden ertragen, die durch die Bosheit des Teufels verursacht werden, so d\u00fcrfen wir mit Christus mitwirken an der Erl\u00f6sung vieler.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnten zum Beispiel fragen: Warum hat Gott dem hl. Paulus nicht fr\u00fcher die Gnade der Bekehrung geschenkt? Die junge Gemeinde der Gl\u00e4ubigen hatte lange unter seinen Verfolgungen zu leiden. Stefanus musste seinetwegen sogar das Leben lassen.<\/p>\n<p>Warum wurde die hl. Monika auf eine so lange Geduldsprobe gestellt, bis ihr Sohn, der hl. Augustinus, sich bekehrte? Sie hatte lange zu leiden unter den Irrwegen ihres Sohnes. Man k\u00f6nnte noch viele andere Beispiele aufz\u00e4hlen. Es geht immer um das Geheimnis der Erl\u00f6sung. Der hl. Franz von Sales sagt: &#8222;Denke oft daran, dass der Heiland uns durch Leiden und Dulden erl\u00f6st hat; auch wir k\u00f6nnen unser Heil nur wirken durch Leiden und Kummer, durch m\u00f6glichst geduldiges Ertragen der Unannehmlichkeiten.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 16. Sonntag im Jahreskreis\u00a0 h\u00f6ren wir im Evangelium das Gleichnis vom Unkraut und vom Weizen auf dem Feld. 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