{"id":3561,"date":"2014-01-12T18:47:30","date_gmt":"2014-01-12T17:47:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=3561"},"modified":"2014-01-12T18:47:30","modified_gmt":"2014-01-12T17:47:30","slug":"maria-hat-ihn-letztlich-nicht-mehr-losgelassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=3561","title":{"rendered":"Maria hat ihn letztlich nicht mehr losgelassen"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Viot-M.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-3562\" alt=\"P\u00e8re Viot\" src=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Viot-M.jpg\" width=\"160\" height=\"130\" \/><\/a>In der Zeit vom 18. bis 25. J\u00e4nner begeht die Kirche immer die Gebetswoche um die Einheit der Christen. Jesus Christus hat die eine, heilige, katholische und apostolisch Kirche gegr\u00fcndet. Doch im Laufe der Geschichte hat es verschiedenste Abspaltungen von dieser einen Kirche gegeben. Das gemeinsame Merkmal aller Abspaltungen ist: Sie lassen etwas von der F\u00fclle des katholischen Glaubens weg, sie reduzieren den Glauben; z.B. sie glauben nicht an die Sakramente, die Christus eingesetzt hat; sie glauben nicht an die Vorz\u00fcge, die Gott Maria gegeben hat, sie glauben nicht, dass Christus die Kirche auf das Fundament des Petrusamtes gebaut hat und es gibt noch andere katholische Glaubenswahrheiten, die sie ablehnen.<\/p>\n<p>Aber im Laufe der Geschichte hat es auch immer wieder Menschen gegeben, die auf ihrer Suche nach Wahrheit die F\u00fclle der Wahrheit im katholischen Glauben und in der katholischen Kirche entdeckt haben.<\/p>\n<p>Einer der bedeutenden Konvertiten der letzten Zeit, der den Weg zur katholischen Kirche gefunden hat und Priester geworden ist, ist der aus Frankreich stammende, ehemals lutherische Bischof und Freimaurer Michel Viot.<\/p>\n<p>In einem Interviewbuch, das zum 10 Jahrestag seiner Konversion herauskam, schildert er seinen Weg in die katholische Kirche.<\/p>\n<p>Die Eltern lie\u00dfen den 1944 geborenen Michel, wie auch die beiden Schwestern, katholisch taufen, obwohl der Vater ein militanter Freimaurer war. Im Alter von zehn Jahren besuchte er die Sonntagsschule, durch die seine Liebe zur Heiligen Schrift geweckt wurde, durch einen Besuch in Lourdes auch eine besondere Verehrung der Gottesmutter Maria, &#8222;die mich letztlich nie mehr wirklich loslassen sollte&#8220;, so Viot.\u00a0 Als Jugendlicher lernte er w\u00e4hrend eines Urlaubs im Elsa\u00df einen Lutheraner kennen, der ihn sehr beeindruckte. Im ber\u00fchmt-ber\u00fcchtigten franz\u00f6sischen Mai des Unruhejahres 1968 wurde er im Alter von 24 Jahren zum lutherischen Pastor ordiniert und sechs Monate sp\u00e4ter in eine Freimaurerloge aufgenommen. &#8222;Meine Logeninititation h\u00e4tte schon fr\u00fcher stattfinden k\u00f6nnen. Das ging famili\u00e4r vorbereitet ganz glatt. Ich wollte aber zuerst Pastor werden und dann Freimaurer, weil mir zumindest klar war, dass Christus zuerst kommen sollte&#8220;, erz\u00e4hlt Viot. Die Freimaurerei zog ihn an, weil bereits sein Vater und die Freunde seines Vaters, die er sch\u00e4tzte, Freimaurer waren. Ihm gefiel das &#8222;Gerede von Offenheit, Kultur und Br\u00fcderlichkeit&#8220;.<\/p>\n<p>Im August 1997 bekam er die Gelegenheit, als lutherischer Bischof von Paris Papst Johannes Paul II. vorgestellt zu werden. &#8222;Der Papst umarmte mich so fest, das werde ich nie vergessen. Und er fl\u00fcsterte mir ins Ohr, da\u00df er ungeduldig auf eine gemeinsame Erkl\u00e4rung zur Rechtsfertigungslehre hoffte&#8220;, so Viot.<\/p>\n<p>Viele Lutheraner kritisierten jedoch schon kurz darauf, dass Johannes Paul II. zum Heiligen Jahr 2000 einen Ablass gew\u00e4hrte, also das, was Luther so sehr bek\u00e4mpft hatte. Viot f\u00fchlte sich gedr\u00e4ngt, die Frage zu vertiefen. In einer Studie stellte er fest, dass die &#8222;moderne&#8220; Form des Ablasses, wie er vom Konzil von Trient und zuletzt von Paul VI. definiert wurde, nichts mit den Missbr\u00e4uchen zu tun hatte, die Luther 1517 so emp\u00f6rten. Diese Entdeckung und die lutherische Kritik f\u00fchrten ihn zum Schluss, dass die Einheit der Christen nur in der Einheit mit dem Nachfolger des Petrus m\u00f6glich sein k\u00f6nne. Viot wurde sich bewusst, dass er nicht au\u00dferhalb dieser Einheit sterben wollte, vor allem, da bestimmte lutherische Str\u00f6mungen sich immer offener vom gemeinsamen christlichen Erbe entfernten.<\/p>\n<p>Noch im Heiligen Jahr 2000 \u00e4u\u00dferte Viot den doppelten Wunsch, katholisch zu werden und zum katholischen Priester geweiht zu werden.<\/p>\n<p>Nachdem er sich auch von den Freimaurern gel\u00f6st hatte, wurde der bisherige Bischof 2001 als einfacher Laie in die katholische Kirche aufgenommen. Etwas mehr als ein Jahr sp\u00e4ter erfolgte seine Priesterweihe. Seither ist er Kaplan, Pfarrer Gef\u00e4ngnisseelsorger; und seither verfasste er bereits mehrere B\u00fccher zur Verteidigung der katholischen Kirche und der katholischen Glaubenslehre.<br \/>\nDie Lutheraner &#8222;m\u00fcssen entdecken, dass die marianischen und ekklesiologischen Dogmen keineswegs die heilsnotwendige Rolle Christi als einzigem und universellem Mittler verdunkelt, ganz im Gegenteil wird sie in ihnen erst vollkommen sichtbar.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Zeit vom 18. bis 25. J\u00e4nner begeht die Kirche immer die Gebetswoche um die Einheit der Christen. 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