{"id":345,"date":"2008-03-01T09:31:45","date_gmt":"2008-03-01T07:31:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=345"},"modified":"2008-09-10T16:03:39","modified_gmt":"2008-09-10T14:03:39","slug":"wie-lange-wirst-du-mich-noch-warten-lassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=345","title":{"rendered":"Wie lange wirst du mich noch warten lassen?"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-346\" title=\"faustyna\" src=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2008\/08\/faustyna.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"257\" \/><em>Zum Guthirtensonntag, Weltgebetstag um geistliche Berufe<\/em><\/p>\n<p>Eine geistliche Berufung, sei es zum Priestertum oder Ordensleben ist ein besonderes Geschenk der barmherzigen Liebe Gottes. Der Herr hat mit jedem, den er in seine Nachfolge ruft, etwas Gro\u00dfes zum Heil der Menschen vor.<\/p>\n<p>Da so Gro\u00dfes auf dem Spiel steht, gibt es bei den meisten Berufenen einen inneren Kampf darum, ob sie auf den Ruf des Herrn auch wirklich h\u00f6ren und ihn aus freiem Herzen beantworten. Wir m\u00fcssen deshalb die geistlichen Berufungen immer mit unserem Gebet und Opfer begleiten, damit sie diesen Kampf bestehen. An der Berufungsgeschichte der hl. Schwester Faustyna kann uns deutlich werden, worum es geht.<\/p>\n<p>Die hl. Sr. Faustyna stammt aus einer \u00e4rmlichen polnischen Familie. Nach drei Schuljahren musste sie bereits arbeiten gehen, um  f\u00fcr den Unterhalt der Familie mitzusorgen. Obwohl sie in der Seele die Berufung zum Klosterleben sp\u00fcrt, ging sie nicht darauf ein, da auch ihre Eltern entschieden gegen die Berufung  waren. Nun griff der Herr selbst mit au\u00dfergew\u00f6hnlicher Macht in ihr Leben ein.<br \/>\nFaustyna schreibt in ihrem Tagebuch: \u201eNach dieser Ab\u00adsage gab ich mich der Eitelkeit des Lebens hin, ohne die Stimme der Gnade zu beachten &#8211; obgleich meine Seele in nichts Zufriedenheit fand. Die unaufh\u00f6rlichen Gnadenrufe waren f\u00fcr mich eine gro\u00dfe Qual, die ich mit Zerstreuungen zu \u00fcberdecken suchte. In meinem Inneren mied ich Gott, und mit ganzer Seele neigte ich mich den Gesch\u00f6pfen zu. Doch Gottes Gnade siegte in der Seele. Einmal ging ich mit einer meiner Schwestern zum Ball. Als alle in bester Stimmung waren, empfand meine Seele innere Qualen. Im Moment, als ich zu tanzen anfing, erblickte ich neben mir Jesus; den geschundenen, entbl\u00f6\u00dften Jesus, ganz mit Wunden bedeckt, der zu mir die Worte sprach: \u201aWie lange soll Ich dich ertragen, und wie lange wirst du Mich noch warten lassen?\u2018 In diesem Augenblick verstummte die liebliche Musik, die Gesellschaft, in der ich mich befand,  verschwand mir aus den Augen, es blieben Jesus und ich. Ich setzte mich neben meine liebe Schwester und versuchte, was in meiner Seele vorging, mit Kopfweh zu verdecken. Nach einer Weile verlie\u00df ich heimlich die Gesellschaft, und begab mich in die Kathedrale. Auf nichts ach\u00adtend, was um mich geschah, warf ich mich vor dein Aller\u00adheiligsten Sakrament nieder und bat den Herrn, mich erken\u00adnen zu lassen, was ich tun sollte. Sogleich h\u00f6rte ich die Worte: \u201eFahre sofort nach Warschau, dort wirst du in ein Kloster eintreten.\u201c Ich erhob mich vom Gebet, kam nach Hause und verrichtete notwendige Dinge. So gut ich konnte, vertraute ich meiner Schwester an, was in meiner Seele geschehen war und sagte ihr, sie sollte den Eltern in meinem Namen Abschiedsgr\u00fc\u00dfe \u00fcberbringen &#8211; und so, in meinem einzigen Kleid, ohne alles, kam ich nach Warschau.\u201d Faustyna fand bei einer gl\u00e4ubigen Frau Unterkunft. Sie erkundigte sich nach den Kl\u00f6stern der Stadt. Doch \u00fcberall wird sie abgewiesen, bis sie zu den Schwestern der \u201cMutter der Barmherzigkeit\u201d kommt. Hier trat sie mit 20 Jahren am 1. August 1925 ein und begann ein verborgenes Leben. Bereits mit 33 Jahren starb sie. Doch Gott hat sie zu einer Botin seiner Barmherzigkeit gemacht, die Gro\u00dfes zum Heil der Menschen bewirkt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum Guthirtensonntag, Weltgebetstag um geistliche Berufe Eine geistliche Berufung, sei es zum Priestertum oder Ordensleben ist ein besonderes Geschenk der <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=345\">weiterlesen&#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":346,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[26],"tags":[84,80],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-25 15:51:03","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/345"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=345"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/345\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=345"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=345"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=345"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}