{"id":3302,"date":"2013-05-16T22:25:36","date_gmt":"2013-05-16T21:25:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=3302"},"modified":"2013-05-16T22:25:36","modified_gmt":"2013-05-16T21:25:36","slug":"lasst-ihn-er-ist-noch-nicht-gerichtet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=3302","title":{"rendered":"Lasst ihn, er ist noch nicht gerichtet!"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/don_bosco_2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-3303\" title=\"don_bosco_2\" src=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/don_bosco_2.jpg\" alt=\"\" width=\"190\" height=\"305\" srcset=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/don_bosco_2.jpg 190w, https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/don_bosco_2-186x300.jpg 186w\" sizes=\"(max-width: 190px) 100vw, 190px\" \/><\/a>Carlo war f\u00fcnfzehn Jahre alt. Er war der Sohn eines Gastwirtes aus Turin und wohnte ganz in der N\u00e4he des Oratoriums von Don Bosco.<br \/>\nW\u00e4hrend Don Bosco sich auf Reisen befand, wurde Carlo schwer krank. Der Arzt sagte den niedergeschlagenen Eltern: &#8222;Es ist Zeit, an die Sterbesakramente zu denken!&#8220;<br \/>\n&#8222;Ich m\u00f6chte Don Bosco! Holt mir Don Bosco!&#8220; bat der Junge. Aber Don Bosco war noch nicht zur\u00fcck. So kam ein Kaplan aus der Pfarrkirche und brachte dem Kranken die Sterbesakramente. Der Bub blieb jedoch immer noch sehr unruhig und verlangte ununterbrochen, auch in seinem schweren Todeskampf, nach dem Heiligen. Inzwischen kehrte dieser ins Oratorium zur\u00fcck, wo man ihm sogleich die Bitte Carlos \u00fcbermittelte.<br \/>\nEiligst begab er sich dorthin. An der Haust\u00fcr empfing ihn ein Diener: &#8222;O mein Gott! Ihr kommt zu sp\u00e4t. Carlo ist vor sechs Stunden gestorben.&#8220; Der Priester wurde ins Sterbezimmer gef\u00fchrt. Die Mutter und die Tante des Knaben knieten dort betend und weinend. Don Bosco ging auf den leblosen K\u00f6rper zu, segnete ihn und rief in gebieterischem Ton: &#8222;Carlo, steh auf!&#8220; Durch den Leichnam ging ein Zittern, er richtete sich auf, die Augen \u00f6ffneten sich und erkannten den Priester.<br \/>\n&#8222;O, Don Bosco!&#8220; Das kam wie ein Schrei von den Lippen Carlos. &#8222;Don Bosco, wenn ihr w\u00fcsstet, wie ich nach Euch gerufen habe! Das ist der liebe Gott selbst, der Euch hierher gef\u00fchrt hat. O wie gut das ist!&#8220;<br \/>\n&#8222;Sprich Carlo! Sag mir, was du auf dem Herzen hast, jetzt bin ich ganz f\u00fcr dich da.&#8220;<br \/>\nCarlo gestand: &#8222;Bei meiner letzten Beichte habe ich eine schwere S\u00fcnde verschwiegen, die ich einige Wochen vorher begangen habe. Und denken Sie sich, was ich eben getr\u00e4umt habe: Ich stand am Rande eines gro\u00dfen Abgrundes, der ganz mit Feuer angef\u00fcllt war. Da waren schreckliche Leute, die wollten mich in den Abgrund sto\u00dfen. Aber eine wundersch\u00f6ne Dame kam und sch\u00fctzte mich. Sie nahm mich bei der Hand und sagte: &#8218;Lasst ihn, er ist noch nicht gerichtet!&#8216; Und in diesem Augenblick haben Sie mich aufgeweckt. Jetzt m\u00f6chte ich gerne beichten!&#8220;<br \/>\nAuf einen Wink des Priesters verlie\u00dfen Mutter und Tante schreckensbleich das Zimmer. Nach Beendigung der Beichte durften sie mit den \u00fcbrigen Angeh\u00f6rigen wieder hereinkommen. Carlo rief ihnen freudestrahlend zu: &#8222;Don Bosco hat mich vor der H\u00f6lle bewahrt!&#8220;<br \/>\nNoch zwei Stunden unterhielt er sich mit seinen Lieben. Sein Leib und seine Glieder f\u00fchlten sich kalt wie Marmor an. Dann stellte ihm der Heilige die Frage: &#8222;Was jetzt, mein lieber Carlo? Du bist wieder ein Freund Gottes geworden. Was willst du nun tun? Willst du bei uns bleiben oder zu Gott gehen?&#8220; &#8222;Ich will zu Gott&#8220;, kam ohne z\u00f6gern die Antwort &#8222;Also gut, dann auf Wiedersehen, mein Sohn! Auf Wiedersehen im Himmel!&#8220; Carlo legte den Kopf in die Kissen, schloss friedlich die Augen und ging heim zu Gott.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Carlo war f\u00fcnfzehn Jahre alt. 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