{"id":3224,"date":"2013-03-07T00:44:16","date_gmt":"2013-03-06T23:44:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=3224"},"modified":"2026-05-04T08:24:41","modified_gmt":"2026-05-04T07:24:41","slug":"herr-du-weist-dass-ich-dich-liebe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=3224","title":{"rendered":"Herr, du wei\u00dft, dass ich dich liebe"},"content":{"rendered":"<p>Im Evangelium von 3. Sonntag der Osterzeit h\u00f6ren wir von der Begegnung des auferstandenen Herrn mit Petrus. Jesus stellt Petrus dreimal die Frage: \u201eLiebst du mich?\u201c; er gibt dreimal die Antwort: \u201eDu wei\u00dft, dass ich dich liebe\u201c; und dreimal gibt ihm Jesus den Auftrag: \u201eWeide meine Schafe!\u201c. Mit diesen Worten \u00fcbertr\u00e4gt Jesus dem Petrus die Aufgabe des h\u00f6chsten und universalen Hirtenamtes f\u00fcr die Kirche, das er ihm schon fr\u00fcher versprochen hatte: \u201eDu bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen. Ich werde dir die Schl\u00fcssel des Himmelreichs geben\u201c (Mt 16,18-19).<\/p>\n<p>Was am meisten in diesem Abschnitt des Evangeliums ber\u00fchrt, ist, dass Jesus dem Versprechen, das er Petrus gegeben hat, treu bleibt, obwohl Petrus dem Versprechen, das er Jesus gegeben hatte, ihn nie zu verraten, untreu gewesen ist.<\/p>\n<p>Gott gibt den Menschen, wenn sie umkehren, immer wieder neue M\u00f6glichkeiten. Er streicht die Menschen nicht nach ihrem ersten Fehler aus seinem Buch.<\/p>\n<p>Und was bewirkt diese Barmherzigkeit Gottes? Das Vertrauen und die Vergebung des Meisters haben aus Petrus einen neuen, starken, bis zum Tod treuen Menschen gemacht. Er hat die Herde Christi in den schwierigen Momenten ihrer Anf\u00e4nge geweidet, als es notwendig war, aus Galil\u00e4a hinauszugehen auf die Stra\u00dfen der Welt. Petrus war durch dieses Vertrauen Jesu dann auch f\u00e4hig, endlich sein Versprechen einzuhalten, das Leben f\u00fcr Christus hinzugeben.<\/p>\n<p>Das Gespr\u00e4ch zwischen Jesus und Petrus ist auf das Leben eines jeden von uns zu \u00fcbertragen. Der heilige Augustinus sagt in seinem Kommentar zu diesem Abschnitt des Evangeliums: \u201eIndem er Petrus fragte, fragte Jesus einen jeden von uns.\u201c<\/p>\n<p>Die Frage: \u201eLiebst du mich?\u201c ist an jeden J\u00fcnger gerichtet. Das Christentum ist keine Ansammlung von Lehren und Praktiken; es ist etwas viel Innigeres und Tieferes: eine Freundschaftsbeziehung mit der Person Jesu Christi.<\/p>\n<p>Oft hat Jesus die Menschen zu Lebzeiten gefragt: \u201eGlaubst du?\u201c, nie aber: \u201eLiebst du mich?\u201c. Er tut es nur jetzt, nachdem er in seinem Leiden und Sterben den Beweis erbracht hat, wie sehr er uns liebt.<\/p>\n<p>Jesus will, dass die Liebe zu ihm im Dienst an den anderen besteht: \u201eLiebst du mich? Weide meine Schafe.\u201c Nicht er will die Fr\u00fcchte dieser Liebe erhalten, sondern er will, dass diese Liebe zu ihm seinen Schafen zugute kommt. Es ist, als sagte er dem Petrus: \u201eIch betrachte das, was du f\u00fcr meine Herde tust, als t\u00e4test du es f\u00fcr mich\u201c.<\/p>\n<p>Auch unsere Liebe zu Christus darf keine rein innerliche oder sentimentale Angelegenheit bleiben, sondern sie muss im Dienst an den anderen zum Ausdruck kommen, im Tun des Guten am N\u00e4chsten. Mutter Teresa von Kalkutta sagte oft: \u201eDie Frucht der Liebe ist der Dienst, und die Frucht des Dienstes ist der Friede.\u201c<\/p>\n<p>Quelle: Vgl. Zenit, Predigt v. R. Cantalamessa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Evangelium von 3. 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