{"id":3040,"date":"2012-11-03T22:48:55","date_gmt":"2012-11-03T21:48:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=3040"},"modified":"2017-06-30T16:17:35","modified_gmt":"2017-06-30T15:17:35","slug":"nur-der-glaube-an-gott-vermag-mein-leben-zu-fullen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=3040","title":{"rendered":"Nur der Glaube an Gott vermag mein Leben zu f\u00fcllen"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/madinger-h-dr.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-3041\" title=\"madinger-h-dr\" src=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/madinger-h-dr.jpg\" alt=\"\" width=\"164\" height=\"197\" \/><\/a><em>Dr. Herbert Madinger, der Gr\u00fcnder und Leiter der Katholischen Glaubensinformation wurde 1952 als Sp\u00e4tberufener zum Priester geweiht. 2010 ist er 88-j\u00e4hrig verstorben. Mit seinen Schriften und Spruchplakaten, seinen Gebetsgruppen und die Initiativen der &#8222;Wander-Muttergottes&#8220; hat er vielen Menschen im Glauben geholfen. In seinem B\u00fcchlein &#8222;Der J\u00fcnger Christi&#8220; schildert er, wie er im Krieg selber zum Glauben gekommen war und den Weg zu seiner Berufung gefunden hat.<\/em><\/p>\n<p>\u00bbDie endlosen N\u00e4chte unter freiem Himmel w\u00e4hrend der Gefangenschaft. \u00dcber uns die Sterne. Ringsherum die K\u00e4lte der Apriltage. Und in uns die Leere. Was ist das Leben? Wof\u00fcr leben wir? Werden wir \u00fcberhaupt jemals noch herauskommen aus dieser H\u00f6lle von Stacheldraht, Hunger, Gewalt und Hoffnungslosigkeit? So war es damals. War es nur in meinem Herzen so? Viele haben damals zu Gott gefunden. Wenn du satt bist und ein Dach \u00fcber dem Kopf hast, wenn du morgens zur Arbeit gehst und abends vor dem Fernseher sitzt, kannst du das alles wahrscheinlich nicht begreifen: den Hunger der Seele!<\/p>\n<p>Der Hunger des Leibes hat uns zwar dem Tode nahegebracht, und Hunderttausende sind damals verhungert w\u00e4hrend der Gefangenschaft; aber der Hunger des Leibes war vergleichsweise belanglos. Denn der gro\u00dfe und eigentliche Hunger war tief drinnen im Herzen: \u201eBin ich allein unter dem gro\u00dfen Sternenhimmel der Nacht?\u201c \u2026 \u201eInteressiert sich irgend jemand f\u00fcr mein Schicksal?\u201c \u201eH\u00f6rt mich jemand?&#8220;<br \/>\nEines Tages fand ich einen ersten Angelpunkt. Zwei Dinge wurden mir klar. Erstens: \u201eEs gibt eine Wahrheit! Ich darf meinen Freund nicht betr\u00fcgen, nicht t\u00e4uschen, nicht im Stich lassen.\u201c Denn wir alle waren damals nahe dem Verhungern. Es gibt eine Wahrheit! \u201eIch muss so leben, wie es der Wahrheit entspricht! Es ist nicht gleichg\u00fcltig, ob ich meinen Freund verrate, ihm die Tagesration an Lebensmitteln unterschlage, ihm den besseren Schlafplatz wegnehme, oder ob ich ihm die Treue halte!\u201c Das war mir zuinnerst klar. Und ein Zweites: \u201eEs gibt eine Liebe! Ich muss mich um meine Eltern und meine Schwester k\u00fcmmern, die in der Russen-Zone in Gefahr sind!\u201c Damals wurde mir klar: \u201eEs gibt eine Verantwortung f\u00fcr mein Leben. \u2026 \u201c Das waren die zwei Angelpunkte meines Gottesglaubens: Wahrheit und Liebe! Es gibt etwas \u00fcber den Tod hinaus: n\u00e4mlich die Rechenschaft \u00fcber mein ganzes Tun und Lassen, \u00fcber Wahrheit und L\u00fcge, \u00fcber Liebe und Verrat. Damals begann ich, an den Gott zu glauben, vor dem ich einst Rechenschaft geben muss \u00fcber alles, was ich getan habe. Gott!<br \/>\nDann kam jene Stunde, in der Gott mich heimgesucht hat. Ich war krank, lag im Spital ganz oben in einem Stockbett. Ein ungarischer Priester las, weil es Sonntag war, eine heilige Messe. Auch er war in Gefangenschaft, obwohl er uns l\u00e4ngst h\u00e4tte verlassen k\u00f6nnen. Ich verstand nichts von allem, weder das Latein der Messe noch die ungarische Predigt, noch das Gebimmel der kleinen Glocken, weder Wandlung noch Worte, aber Gott kam. Er hat mir das Glaubensbekenntnis, das ich seit Kindertagen nie mehr geh\u00f6rt oder gesprochen hatte, Satz f\u00fcr Satz vorgesagt. Es war, wie wenn M\u00e4chte aus dem Himmel vor mir diese S\u00e4tze ausbreiten w\u00fcrden, die ich doch nicht kannte, nicht verstand, nicht glaubte. Gott hat mir damals jeden Satz ins Herz gepr\u00e4gt, so wie man ein Zeichen in Stahl einpr\u00e4gt. Unausl\u00f6schlich. Es war f\u00fcr mich wie ein Wunder, denn ich hielt es f\u00fcr unm\u00f6glich, dass ich das Glaubensbekenntnis noch kannte. Aber seit dieser Stunde war der Glaube an alle diese Worte in mir! Von dieser Stunde an ging ich beichten, ging jeden Tag zur heiligen Messe, ging vor jeder Messe auf eine halbe Stunde in die Kirche zum stillen Gebet, ging jeden Tag zur heiligen Kommunion.<br \/>\nSeither hat mich der Glaube nie mehr verlassen. Nur der Glaube an Gott vermag mein Leben zu f\u00fcllen. Sonst ist alles sinnlos.\u00ab<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<br \/>\nQuelle: vgl.: http:\/\/www.vision2000.at (Gek\u00fcrzte f\u00fcr die Druckausgabe des St. Antoniusblattes)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dr. Herbert Madinger, der Gr\u00fcnder und Leiter der Katholischen Glaubensinformation wurde 1952 als Sp\u00e4tberufener zum Priester geweiht. 2010 ist er <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=3040\">weiterlesen&#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":3041,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[51],"tags":[],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-25 08:36:23","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3040"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3040"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3040\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/3041"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3040"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3040"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3040"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}