{"id":2972,"date":"2012-09-16T22:23:31","date_gmt":"2012-09-16T21:23:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=2972"},"modified":"2012-09-16T22:23:31","modified_gmt":"2012-09-16T21:23:31","slug":"der-bleibende-schatz-im-himmel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=2972","title":{"rendered":"Der bleibende Schatz im Himmel"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_2973\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/Maria-in-Sonnenhalb.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2973\" class=\"size-full wp-image-2973\" title=\"Maria-in-Sonnenhalb\" src=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/Maria-in-Sonnenhalb.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"283\" srcset=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/Maria-in-Sonnenhalb.jpg 300w, https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/Maria-in-Sonnenhalb-250x235.jpg 250w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2973\" class=\"wp-caption-text\">Schmerzensmutter in der Kapelle Maria in Sonnenhalb in Appenzell. Am 15. Sept. feiern wir den Gedenktag Maria Schmerzen. Maria ist Tr\u00f6sterin in allen Leiden und N\u00f6ten, weil sie selber so viel gelitten hat.<\/p><\/div>\n<p>Im Evangelium zum 28. So. im Jahreskreis h\u00f6ren wir von jenem jungen Mann, der zu Jesus kam und fragte: &#8222;Guter Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen?&#8220; (Mk 10,17) Diese Frage dr\u00fcckt eine Sehnsucht aus, die im Herzen eines jeden Menschen da ist, auch wenn er diese Frage nicht bewusst stellt.<\/p>\n<p>Jesus gibt darauf eine klare Antwort. Er z\u00e4hlt die Gebote auf, die uns dazu anleiten, jede Art von S\u00fcnde zu meiden. In den Geboten wird uns vor allem gesagt, was wir nicht tun sollen. Aber der junge Mann wollte wissen, was er jetzt aktiv tun soll, nachdem er sich bem\u00fcht hat, das B\u00f6se zu meiden. Weil Jesus ihn lieb hat, l\u00e4dt er ihn ein, sein ganzes Verm\u00f6gen den Armen zu geben und ihm nachfolgen, dann wird f\u00fcr ihn die Liebe Gottes und das ewige Leben der bleibende Schatz im Himmel sein. Aber angesichts dieser Einladung des Herrn wird offenbar, wie sehr er noch an seinen Reichtum gebunden war. Und weil er es nicht \u00fcbers Herz brachte, sich davon zu l\u00f6sen, ging er traurig weg.<\/p>\n<p>Wer also den Schatz des ewigen Lebens empfangen will, muss seine H\u00e4nde frei machen und seine Welt loslassen, die er krampfhaft festh\u00e4lt. Beim Sterben m\u00fcssen wir alles Irdische zur\u00fccklassen, wir k\u00f6nnen nur das mitnehmen, was wir aus selbstloser Liebe zu Gott und den Menschen mit unserem irdischen Verm\u00f6gen und unseren F\u00e4higkeiten getan haben.<br \/>\nDie Nachfolge Christi bedeutet Liebe, selbstlose Hingabe und Opfer, und wer nicht zu dieser Liebe gelangt, dessen Leben bleibt unerf\u00fcllt und \u00fcberschattet von einer tiefen Traurigkeit.<br \/>\nLouis Lallemants (1576-1635), ein gro\u00dfer Lehrer des geistlichen Lebens, hat diese Gedanken des Evangeliums sehr treffend zusammengefasst, da es auch uns oft so ergeht, wie dem reichen J\u00fcngling:<\/p>\n<p>&#8222;Wir verbringen oft ganze Jahre und leider oft das ganze Leben damit, mit Gott zu verhandeln, ob wir uns ihm v\u00f6llig \u00fcbergeben wollen. Wir k\u00f6nnen uns nicht entschlie\u00dfen, das Opfer ganz zu bringen. Wir behalten uns viele Dinge vor: viele Zuneigungen, viele Planungen, W\u00fcnsche, Anspr\u00fcche, von denen wir uns nicht losl\u00f6sen wollen, um uns wirklich in die v\u00f6llige Armut des Geistes zu versetzen, die es uns erst erm\u00f6glicht, ganz in den Besitz Gottes \u00fcberzugehen. Das sind alles Ketten, die uns hindern, vollkommen, gl\u00fccklich und zufrieden zu sein. In der Todesstunde werden wir diese Selbst\u00fcberlistung durchschauen und wir werden einsehen, mit welch l\u00e4ppischem und unn\u00fctzem Zeug wir uns kindisch unterhalten haben. Man muss gro\u00dfm\u00fctig den Kampf aufgeben, mit dem wir uns den Anregungen der Gnade Gottes widersetzen. Sie dr\u00e4ngt uns ja dazu, diese leeren Vergn\u00fcgungen aufzugeben, die in Wirklichkeit unser Elend sind.&#8220;<\/p>\n<p>Nicht aus eigener Kraft, sondern nur im Vertrauen auf den Herrn und in der Kraft seines Geistes k\u00f6nnen wir diesen Weg gehen. Der Herr hat ja verhei\u00dfen, wenn wir etwas um seinetwillen zur\u00fccklassen, dann werden wir es hundertfach zur\u00fcckbekommen, und noch dazu erl\u00f6st, befreit und gerettet sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Evangelium zum 28. 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