{"id":2962,"date":"2012-09-16T22:01:20","date_gmt":"2012-09-16T21:01:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=2962"},"modified":"2012-09-16T22:02:10","modified_gmt":"2012-09-16T21:02:10","slug":"ein-neues-licht-erhellte-mein-leben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=2962","title":{"rendered":"Ein neues Licht erhellte mein Leben"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/Jesu-Herz2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft  wp-image-2963\" title=\"Jesu-Herz2\" src=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/Jesu-Herz2.jpg\" alt=\"\" width=\"169\" height=\"218\" \/><\/a><em>Im Buch &#8222;Das Todesurteil &#8211; Als ich Christ wurde im Irak&#8220;, 2011 im Sankt Ulrichs Verlag erschienen, schildert Joseph Fadelle seinen Weg zum katholischen Glauben, den er unter uns\u00e4glichen Leiden gegangen ist. Er ist der Sohn einer gro\u00dfen, muslimischen Familie im Irak und lebt heute in Frankreich.<\/em><\/p>\n<p>Sein Weg zum Glauben begann, als er zum Milit\u00e4r einberufen wurde. Zu seinem Missfallen musste er als Muslim das Zimmer mit einem Christen teilen. &#8222;Den Ungl\u00e4ubigen werde ich bekehren&#8220;, dachte er. Also kamen beide \u00fcber Glaubensfragen zu sprechen, was den Muslim zwang, sich mit dem Islam n\u00e4her zu besch\u00e4ftigen. Dabei kamen ihm erstmals Zweifel \u00fcber die Lehren des Islam. Und eines Tages hatte er einen Traum: Er stand an einem Bach und sah am anderen Ufer einen Mann stehen, der eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf ihn aus\u00fcbte. Als er aber versuchte zu ihm zu gelangen, sagte der Mann die r\u00e4tselhaften Worte zu ihm: &#8222;Um den Bach zu \u00fcberqueren, musst du das Brot des Lebens essen.&#8220;<\/p>\n<p>Kurz darauf brachte ihm sein Zimmerkollege das Neue Testament und riet ihm, mit dem Matth\u00e4us-Evangelium zu beginnen. Der junge Muslim aber schlug das Johannes-Evangelium auf. Und zu seiner \u00dcberraschung las er im sechsten Kapitel genau dieselben Worte vom &#8222;Brot des Lebens&#8220;, die er erst wenige Stunden zuvor in seinem Traum geh\u00f6rt hatte. Ganz gebannt las er den ganzen Abschnitt, von der Brotvermehrung bis zu den Worten Jesu: &#8222;Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern \u2026&#8220; &#8222;In diesem Augenblick,&#8220; so beschreibt er seine Erfahrung, &#8222;geschieht in mir etwas Au\u00dfergew\u00f6hnliches, eine Art Implosion, die alles mit sich rei\u00dft, und dazu ein warmes Gl\u00fccksgef\u00fchl \u2026 Als h\u00e4tte schlagartig ein neues Licht mein ganzes Leben erhellt und ihm Sinn gegeben. \u2026 Ich f\u00fchle mich, als w\u00e4re ich betrunken, und sp\u00fcre gleichzeitig in meinem Herzen eine unerh\u00f6rte Kraft, eine beinahe heftige Leidenschaft oder sogar Liebe zu diesem Jesus Christus, von dem die Evangelien erz\u00e4hlen.&#8220;<\/p>\n<p>Von diesem Augenblick an begann ein neues Leben f\u00fcr den jungen Muslim: Er wollte sich taufen lassen, um das Brot des Lebens empfangen zu k\u00f6nnen. Sein Glaube an Christus konnte nicht verborgen bleiben. Sein Gesinnungswandel brachte ihm schwere Verfolgungen durch seine Familie ein, sein Onkel und seine Br\u00fcder ver\u00fcbten einen Mordanschlag auf ihn. Er wurde eingesperrt und gefoltert, damit er den Glauben an Christus ableugne. Auch von den christlichen Gemeinden erfuhr er \u00e4ngstliche Ablehnung. Erst 13 Jahre sp\u00e4ter &#8211; er war mittlerweile nach Jordanien geflohen &#8211; fanden er, seine Frau, die auch zum Glauben gekommen war, und seine Kinder, ein offenes Ohr f\u00fcr seine Bitte, getauft zu werden.<\/p>\n<p>\u00dcber seine Taufe berichtet er: &#8222;Mit geneigtem Kopf und bereit, vom Priester mit dem geweihten Wasser \u00fcbergossen zu werden, h\u00f6re ich die feierlichen Worte des Zelebranten: &#8218;Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.&#8216; Und ich denke an all die Jahre des Wartens und Leidens, an die Augenblicke, da ich mein letztes St\u00fcndlein gekommen glaubte, an diese ganze Zeit, in der ich nur ein einziges Ziel gekannt habe: lange genug zu leben, um diesen Moment hier zu erleben. (\u2026) Einige Stunden sp\u00e4ter liest (der Priester) die Messe, und aus seinen H\u00e4nden empfange und koste ich zum ersten Mal das &#8218;Brot des Lebens&#8217;\u2026 F\u00fcr mich beginnt heute ein neuer Lebensabschnitt. Endlich kann ich jenem Mann antworten, der mich damals, in jener Vision, die mir noch heute vor Augen steht, zu sich gerufen hat. Dieser Mann, dessen strahlende G\u00fcte mich so sehr angezogen hat, dieser Christus, f\u00fcr den ich vom ersten Augenblick an eine echte Leidenschaft empfand, ist mir seit damals Tag f\u00fcr Tag ein geliebter Freund gewesen. Selbst in den schw\u00e4rzesten Stunden war ich nicht einmal einen kurzen Augenblick lang versucht, ihn zu verlassen, um zu dem goldenen Leben von einst zur\u00fcckzukehren.<\/p>\n<p>Und jetzt kann ich von seinem Leben kosten, von der Ewigkeit, die der Sohn Gottes mir verhei\u00dft.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Buch &#8222;Das Todesurteil &#8211; Als ich Christ wurde im Irak&#8220;, 2011 im Sankt Ulrichs Verlag erschienen, schildert Joseph Fadelle <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=2962\">weiterlesen&#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":2963,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[25],"tags":[],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-24 04:39:48","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2962"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2962"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2962\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/2963"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2962"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2962"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2962"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}