{"id":286,"date":"2008-05-01T21:52:25","date_gmt":"2008-05-01T19:52:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=286"},"modified":"2008-08-04T21:17:01","modified_gmt":"2008-08-04T19:17:01","slug":"sie-ging-mit-gott-einen-wunderbaren-tausch-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=286","title":{"rendered":"Sie ging mit Gott einen wunderbaren Tausch ein"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-289\" title=\"bernh\" src=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2008\/08\/bernh.jpg\" alt=\"\" width=\"155\" height=\"217\" \/>Man kennt weder das Jahr noch den Tag, da Aleth (Alice, Elise) de Montbard, ein Spr\u00f6\u00dfling des franz\u00f6sischen Hochadels, geboren wurde, und von ihrem fr\u00fchen Tod im Alter von etwa f\u00fcnfunddrei\u00dfig Jahren wei\u00df man nur, dass er in das Jahr 1106<br \/>\noder 1107 f\u00e4llt.<\/p>\n<p>Aleths Eltern hatten das Kind nach mittelalterlichem Brauch bereits vor der Geburt Gott versprochen, das hei\u00dft, sie sollte einmal ins Kloster gehen. Aleth war als M\u00e4dchen mit dem Versprechen der Eltern durchaus einverstanden.  Aber da begegnete ihr eines Tages die Liebe in der Gestalt des jungen Grafen Tezelin de Fontaine\u001eles \u001eDijon. Das Herz von Aleth fing Feuer, und bald schon kam sie zur \u00dcberzeugung, dass sie f\u00fcr die Ehe bestimmt war. Weil sie aber auch das Gel\u00f6bnis der Eltern achten wollte, schlug sie Gott vor, dass sie ihm alle Kinder, die er ihr schenken w\u00fcrde, an ihrer Stelle als Ersatz weihen wollte. Man ist versucht, \u00fcber das junge M\u00e4dchen zu l\u00e4cheln, Gott aber hat nicht gel\u00e4chelt, sondern ist auf den Vorschlag eingegangen.<\/p>\n<p>Aleth heiratete und brachte der Reihe nach sieben Kinder zur Welt, zuerst die drei Buben Guido, Gerhard und Bernhard, dann das M\u00e4dchen Humbeline und anschlie\u00dfend wieder drei Buben, Andreas, Bartholom\u00e4us und Nivard. Auf Schlo\u00df Fontaine-les-Dijon ging es meistens laut zu, denn f\u00fcnf von den Buben waren dem kriegerischen Vater nachgeschlagen. Kampfspiele, Turnen, Fechten und Reiten f\u00fcllten ihre Tage. Nur Bernhard war ein stilles Kind, sch\u00fcchtern und scheu, unbeholfen im t\u00e4glichen Leben und f\u00fcr sein Alter viel zu ernst. Am besten verstand er sich mit seiner Mutter, die f\u00fcr ihn sein gro\u00dfen Vorbild im Glauben war. Als seine Mutter starb &#8211; Bernhard besuchte gerade fern von zu Hause eine Schule &#8211; erkannte er ganz klar seine Berufung ins Kloster. Als er sein Vorhaben seinem Vater und seinen Br\u00fcdern offenbarte, stie\u00df er auf Widerstand.<\/p>\n<p>Aber an diesem Widerstand entz\u00fcndete sich in Bernhard, der sonst immer scheu und zur\u00fcckgezogen war, ein Feuer der Begeisterung f\u00fcr das Ordensleben, mit dem er auch in seiner Familie und in seiner Nachbarschaft eine Reihe von jungen M\u00e4nnern ansteckte.<\/p>\n<p>Zusammen mit ihm traten ein Onkel von ihm und vier seiner Br\u00fcder und noch zwanzig andere junge M\u00e4nner aus den benachbarten Schl\u00f6ssern ins Kloster von Citeaux ein. Bernhard hatte sie durch seine Begeisterung dazu bewogen, die Ritterr\u00fcstung mit der M\u00f6nchskutte zu vertauschen.<br \/>\nEinige Jahre sp\u00e4ter folgte auch Nivard &#8211; der J\u00fcngste &#8211; seiner sechs Br\u00fcder. Auch ihre Schwester ging ins Kloster; und schlie\u00dflich schloss sich auch der greise Vater den S\u00f6hnen an und wurde ein heiligm\u00e4\u00dfiger M\u00f6nch.<\/p>\n<p>Gott hatte den kindlichen Vorschlag, den ihm Aleth de Montbard gemacht hatte, nicht nur angenommen, sondern er hat ihn obendrein dadurch gekr\u00f6nt, da\u00df au\u00dfer ihrem eigenen Namen die Namen ihrer S\u00f6hne Bernhard, Gerhard und Nivard und der ihres Gatten Tezelin heute im Heiligenverzeichnis der Kirche stehen. Aleths h\u00f6chster Ruhm aber ist Bernhard, einer der gr\u00f6\u00dften Heiligen, welche die Kirche besitzt, und die Quelle seiner Herrlichkeit und Heiligkeit war das gl\u00e4ubige und liebende Herz seiner Mutter Aleth.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Man kennt weder das Jahr noch den Tag, da Aleth (Alice, Elise) de Montbard, ein Spr\u00f6\u00dfling des franz\u00f6sischen Hochadels, geboren <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=286\">weiterlesen&#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":289,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[26],"tags":[84,52],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-25 15:09:55","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/286"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=286"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/286\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=286"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=286"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=286"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}