{"id":2820,"date":"2012-05-07T09:03:10","date_gmt":"2012-05-07T08:03:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=2820"},"modified":"2026-05-01T07:00:13","modified_gmt":"2026-05-01T06:00:13","slug":"nicht-produkt-einer-vergewaltigung-sondern-kind-gottes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=2820","title":{"rendered":"Nicht Produkt einer Vergewaltigung, sondern Kind Gottes"},"content":{"rendered":"<p>Wenn man \u00fcber das Thema Abtreibung mit den Leuten spricht, so sind doch viele dagegen. Aber in einem Fall werden die meisten eine Abtreibung bef\u00fcrworten: bei Vergewaltigung. Rebecca Kiessling aber setzt im Lebensschutz daf\u00fcr ein, dass die Menschen die Wahrheit zu diesem Thema erkennen: Warum sollte ein Kind, das infolge einer Vergewaltigung ins Leben getreten ist, f\u00fcr das Verbrechen seines Vaters mit dem Tode bestraft werden? Jeder Mensch ist von Anfang an ein Geschenk Gottes, daf\u00fcr gibt Rebecca Kiessling mit ihrem eigenen Leben ein Zeugnis.<\/p>\n<p>Die Familienanw\u00e4ltin und Mutter von f\u00fcnf Kindern, drei leiblichen und zwei adoptierten ist heute 43 Jahre alt. Sie selbst ist auch adoptiert. Mit 18 Jahren macht sie sich auf die Suche nach ihren leiblichen Eltern. Als sie von den Beh\u00f6rden nur sp\u00e4rliche Informationen zu ihrem Vater erh\u00e4lt, forscht sie weiter und findet heraus, dass ihre Mutter auf offener Stra\u00dfe von einem Serienvergewaltiger mit dem Messer bedroht und vergewaltigt wurde. Dieser Mann ist ihr Vater.<\/p>\n<p>Als ihre Mutter feststellt, dass sie schwanger ist, will sie ihr Kind abtreiben lassen. Der erste Arzt, zu dem sie geht, schreckt sie wegen des hygienischen Zustandes seiner Praxis ab. Sie l\u00e4sst die Abtreibung nicht durchf\u00fchren. Beim zweiten Versuch bei einem anderen Arzt schneit es so stark, dass sie den Termin nicht wahrnehmen kann. Schlie\u00dflich ist sie in ihrer Schwangerschaft so weit, dass eine Abtreibung zu diesem Zeitpunkt, 1968, in Michigan nicht mehr legal ist. Sie bekommt das Kind und gibt es dann zur Adoption frei.<\/p>\n<p>Diese Tochter, Rebecca Kiessling, sagt heute: \u201eIch glaube, dass jedes Kind, egal wie es gezeugt wurde, Schutz verdient. Und ich glaube nicht, dass ich die Todesstrafe f\u00fcr die Verbrechen meines Vaters verdiene. Leute m\u00f6gen sagen: \u201aDu hast Gl\u00fcck gehabt!\u2018 Ich habe kein Gl\u00fcck gehabt. Ich wurde besch\u00fctzt! Es kommt mir so vor, als w\u00e4re mein Leben aus einem brennenden Geb\u00e4ude gerettet worden und jetzt muss ich zur\u00fcckgehen und die anderen retten.&#8220;<\/p>\n<p>Als sie zum ersten Mal h\u00f6rte, dass sie bei einer Vergewaltigung gezeugt worden war, f\u00fchlte sich Kiessling h\u00e4sslich und ungewollt. Sie sagt: \u201eBis dahin hatte ich nie den Gedanken gehabt, dass Abtreibung etwas mit meinem Leben zu tun haben k\u00f6nnte, aber dann betraf es mich von einem Moment auf den anderen ganz existenziell. In meinem Kopf h\u00f6rte ich die Stimmen all jener Leute, die sagen: \u201aNun, au\u00dfer in F\u00e4llen von Vergewaltigung\u2026\u2018 oder \u201aVor allem bei Vergewaltigung!\u2018 Mir wurde bewusst, dass sie \u00fcber mich sprachen \u2013 \u00fcber mein Leben. Ich f\u00fchlte mich, als m\u00fcsste ich meine Existenz rechtfertigen und der Welt beweisen, dass es gut war, dass ich nicht abgetrieben wurde, und dass ich es wert war, zu leben.&#8220;<\/p>\n<p>Heute ist Kiessling sich ihres Wertes sicher: &#8222;Ich habe gelernt, dass mein Wert nicht darin liegt, wie ich gezeugt wurde, wer mich aufgezogen hat, was andere Leute von meinem Leben halten und noch nicht einmal darin, was ich mit meinem Leben mache. Ich bin kein Produkt einer Vergewaltigung, sondern ein Kind Gottes, und ich habe Wert, weil Gott mich zu einem bestimmten Zweck geschaffen hat und einen unendlichen Preis f\u00fcr mein Leben bezahlt hat.&#8220;<\/p>\n<p>Mit ihrer leiblichen Mutter hat Kiessling heute engen Kontakt, sie hat sie sogar wieder &#8222;zur\u00fcckadoptiert&#8220;. Nach langen Gespr\u00e4chen mit ihrer Mutter und vielen anderen betroffenen Frauen bezeugt sie heute: &#8222;Nicht das Baby ist das Schlimmste, das einer vergewaltigten Frau passieren kann, sondern eine Abtreibung ist das Schlimmste.&#8220;<\/p>\n<p>http:\/\/www.rebeccakiessling.com\/index.html<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn man \u00fcber das Thema Abtreibung mit den Leuten spricht, so sind doch viele dagegen. 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