{"id":278,"date":"2008-05-01T21:21:00","date_gmt":"2008-05-01T19:21:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=278"},"modified":"2010-06-28T21:29:33","modified_gmt":"2010-06-28T20:29:33","slug":"segne-du-maria-segne-mich-dein-kind","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=278","title":{"rendered":"Segne, du Maria, segne mich, dein Kind"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-279\" title=\"maria-trost\" src=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2008\/08\/maria-trost.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"277\" \/>Bei einer Umfrage in den Pfarren Deutschlands und \u00d6sterreichs, welche Lieder in ein neues &#8222;Gotteslob&#8220; aufgenommen werden sollten, das in den n\u00e4chsten Jahren herauskommen wird, erreichte das Lied &#8222;Segne, du Maria&#8220; ganz unerwartet den ersten Platz in der Reihung der Kirchenlieder.<\/p>\n<p>Dieses schlichte innige Lied  bringt mit einfachen Worten und mit einer eing\u00e4ngigen Melodie genau das zum Ausdruck, was im tiefsten der Seele vieler gl\u00e4ubiger Menschen da ist: angesichts aller M\u00fchen und Schwierigkeiten, die das Leben mit sich bringt, auch im Blick auf die Menschen, zu denen wir in Beziehung stehen, brauchen wir die Hilfe, den Segen und die F\u00fcrsprache der Gottesmutter.<\/p>\n<p>Der Text zu diesem Lied stammt von Cordula W\u00f6hler, die von Kindheit an ihren Weg mit Maria gegangen ist. Cordula W\u00f6hler wurde 1845 in Mecklenburg geboren und stammt aus einem protestantischen Pfarrhaus. Von fr\u00fcher Kindheit an f\u00fchlte sie sich zu Maria hingezogen, die in einer alten, gotischen Pieta (Schmerzensmutter mit dem Leichnam Jesu auf den Knien) in ihrer protestantischen Kirche dargestellt war. Sie hat oft heimlich vor dieser Statue zu Maria gebetet. Als ihre Elter bemerkten, dass Cordula Maria verehrte, haben sie die Statue kurzerhand entfernt, da es nach protestantischer Vorstellung keine Verehrung f\u00fcr Maria geben darf.<\/p>\n<p>Aber Cordula, die sehr intelligent und wissbegierig war, besch\u00e4ftigte sich weiter mit dem Glauben und stie\u00df auf verschiedenste Fragen, die den katholischen Glauben betrafen, vor allem die Frage nach der eucharistischen Gegenwart. Auf einer Reise lernte sie dann die katholische Kirche kennen und nach jahrelangem Ringen fasste sie den Entschluss, katholisch zu werden. Der Schritt war schwierig f\u00fcr sie, denn sie sp\u00fcrte gleich den Widerstand ihre Eltern und Geschwister, die ihr sagten, sie m\u00fcsse von zu Hause weg, wenn sie katholisch w\u00fcrde. Sie suchte den Frieden und vertraute sich am letzten Tag des Maimonats 1870 (sie war 25 Jahre alt) der Gottesmutter an und schrieb das Gedicht &#8222;Segne, du Maria&#8220;. Kurz darauf teilte sie ihren Entschluss den Eltern mit. In dem Gedicht schrieb sie sich alle Anliegen von der Seele, vertraute all ihr Denken und Tun der Gottesmutter an.<\/p>\n<p>Der Bruch mit ihrer Familie war aber unvermeidbar. Sie ging nach Tirol und fand dort eine neue Bleibe, arbeitete auf einem Bauernhof als Magd, sp\u00e4ter heiratete sie und war auch schriftstellerisch t\u00e4tig. Nach l\u00e4ngerer Zeit haben auch ihre Eltern und Geschwister ihren Weg in die katholische Kirche akzeptiert.<br \/>\n&#8222;Segne, du Maria &#8230;&#8220; ist entstanden in der inneren Not, die ein entscheidender Schritt im Glauben und die Treu zum Ruf Gottes mit sich bringen kann. In der Ungewissheit dessen, was alles auf sie zukommen und im Wissen, dass es Opfer kosten und auch Leiden mit sich bringen w\u00fcrde, hat Cordula Maria angerufen, sich und ihre Lieben dem Segen der Gottesmutter \u00fcbergeben. Das ist es, was auch wir immer wieder tun sollen.<\/p>\n<p>Segne du, Maria,<br \/>\nSegne mich, dein Kind,<br \/>\ndass ich hier den Frieden,<br \/>\nDort den Himmel find&#8216;.<br \/>\nSegne all mein Denken,<br \/>\nSegne all mein Tun,<br \/>\nLa\u00df in deinem Segen<br \/>\nTag und Nacht mich ruh n&#8216;!<\/p>\n<p>Segne du, Maria,<br \/>\nAlle, die mir lieb;<br \/>\nDeinen Muttersegen<br \/>\nIhnen t\u00e4glich gib:<br \/>\nDeine Mutterh\u00e4nde<br \/>\nBreit auf alle aus:<br \/>\nSegne alle Herzen,<br \/>\nSegne jedes Haus!&#8220;<\/p>\n<p>Segne du, Maria,<br \/>\nAlle, die voll Schmerz!<br \/>\nGie\u00dfe Trost und Frieden<br \/>\nin ihr wundes Herz!<br \/>\nSei mit Deiner Hilfe<br \/>\nnimmer ihnen fern!<br \/>\nSei durch Nacht und Dunkel<br \/>\nstets ein lichter Stern!<\/p>\n<p>Segne du, Maria,<br \/>\njeden der da ringt,<br \/>\nder in Angst und Schmerzen<br \/>\nDir ein Ave bringt.<br \/>\nReich ihm Deine H\u00e4nde,<br \/>\ndass er nicht erliegt &#8211;<br \/>\ndass er mutig streite,<br \/>\ndass er endlich siegt.<\/p>\n<p>Segne du, Maria,<br \/>\nunsre letzte Stund!<br \/>\nS\u00fc\u00dfe Trostesworte<br \/>\nfl\u00fcstre dann der Mund!<br \/>\nDeine Hand, die linde,<br \/>\ndr\u00fcck das Aug uns zu,<br \/>\nbleib im Tod und Leben<br \/>\nunser Segen du,<br \/>\nbleib im Tod und Leben<br \/>\nunser Segen du!<\/p>\n<p><strong>Noten von &#8222;Segen du, Maria&#8220;<br \/>\nLiedblatt (A5) mit drei Strophen in PDF-Format<\/strong>:\u00a0 <a href=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2008\/05\/Segne-du-Maria1.pdf\">Segne-du-Maria<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei einer Umfrage in den Pfarren Deutschlands und \u00d6sterreichs, welche Lieder in ein neues &#8222;Gotteslob&#8220; aufgenommen werden sollten, das in <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=278\">weiterlesen&#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":279,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[27],"tags":[54],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-03 00:13:36","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/278"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=278"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/278\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=278"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=278"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=278"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}