{"id":2698,"date":"2012-01-16T15:07:52","date_gmt":"2012-01-16T14:07:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=2698"},"modified":"2017-06-30T16:25:28","modified_gmt":"2017-06-30T15:25:28","slug":"taufe-des-herrn-das-ist-mein-geliebter-sohn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=2698","title":{"rendered":"Taufe des Herrn &#8211; Das ist mein geliebter Sohn"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/taufe-jesu.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/taufe-jesu.jpg\" alt=\"Taufe Jesu\" width=\"168\" height=\"251\" \/><\/a>Am Beginn seines \u00f6ffentlichen Wirkens l\u00e4sst sich Jesus von Johannes im Jordan taufen. Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: &#8222;Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich gefallen gefunden habe.&#8220; Warum hat sein Vater im Himmel ein solches Wohlgefallen an seinem Sohn?<\/p>\n<p>Als Gott uns Menschen geschaffen hat, hat er Adam und Eva auch die Gnade der Gottesfreundschaft geschenkt, d.h. sie sollten durch die Gnade auch sein wie Gott. Aber durch die Versuchung des Teufels haben sie sich in die falsche Richtung leiten lassen. Sie wollten nicht mehr wie liebende Kinder, sondern selber Gott sein durch eigenes Wissen und eigene Macht. Das aber war Ungehorsam und Hochmut. Und damit haben sie und wir alle die Gnade der Gottesfreundschaft verloren.<\/p>\n<p>Jesus als der wahre &#8222;Menschen-Sohn&#8220; Gottes beginnt sein \u00f6ffentliches Erl\u00f6sungswerk mit einem Akt der Demut, des Gehorsams und der Bu\u00dfe, indem er sich in die Reihe der S\u00fcnder stellt. Er selbst hatte keine S\u00fcnde, aber er wollte zu jenen geh\u00f6ren, die Bu\u00dfe f\u00fcr die S\u00fcnden tun. Noch viel mehr, er wollte auch die Strafe f\u00fcr die S\u00fcnden als S\u00fchne auf sich nehmen. Durch seinen dem\u00fctigen Gehorsam als wahrer Sohn des Vaters will er den Ungehorsam der Menschen wieder gut machen.<\/p>\n<p>Und genau das gef\u00e4llt dem himmlischen Vater und bei der Verkl\u00e4rung auf dem Berg f\u00fcgt er noch hinzu: &#8222;Auf ihn sollt ihr h\u00f6ren&#8220;.<\/p>\n<p>Durch Jesus, den Sohn Gottes, k\u00f6nnen wir wieder Kinder Gottes werden. Getauft sein bedeutet, dass wir alles von ihm empfangen und lernen, dass wir ihm nachfolgen. Dabei muss aber die Demut das Fundament sein f\u00fcr unser Leben als Kinder Gottes. Er sagt ausdr\u00fccklich: &#8222;Lernt von mir, denn ich bin sanftm\u00fctig und dem\u00fctig von Herzen.&#8220;<br \/>\nDer heilige Augustinus meint zu dieser Stelle: &#8222;Jesus sagte nicht: Lernt von mir eine Welt zu bauen, die Toten aufzuwecken und noch gr\u00f6\u00dfere Wunderwerke zu tun als es sie in der Welt schon gibt, sondern lernt von mir, denn ich bin sanft und dem\u00fctig von Herzen. Es ist weit besser, in aller Demut und Furcht Gott zu dienen, als Wunder zu wirken.&#8220;<\/p>\n<p>Die Demut besteht in der Liebe zur Wahrheit und in der wahren Selbsteinsch\u00e4tzung vor Gott und den Mitmenschen.<\/p>\n<p>&#8222;In Demut sch\u00e4tze der eine den anderen h\u00f6her ein als sich selbst.&#8220; Wenn diese Grundlage fehlt, wird unser christliches Leben ganz unchristlich.<br \/>\nIm Lateinischen hei\u00dft das Wort Demut \u201ehumilitas\u201c. Da steckt das Wort \u201ehumus\u201c drinnen, das hei\u00dft Boden. Wir sollen also auf den Boden gelangen, auf den Boden der Wirklichkeit, dass wir nur Gesch\u00f6pfe und nicht Gott sind, aber dass wir durch Jesus auch die geliebten Kinder unseres himmlischen Vaters sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Beginn seines \u00f6ffentlichen Wirkens l\u00e4sst sich Jesus von Johannes im Jordan taufen. 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