{"id":2686,"date":"2012-01-16T14:34:57","date_gmt":"2012-01-16T13:34:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=2686"},"modified":"2012-01-16T14:39:57","modified_gmt":"2012-01-16T13:39:57","slug":"pater-pietro-lavini-der-herr-sagte-zu-mir-bau-mein-haus-wieder-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=2686","title":{"rendered":"Pater Pietro Lavini &#8211; Der Herr sagte zu mir: &#8222;Bau mein Haus wieder auf!&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/Pater-Pietro-Lavini.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-2687\" title=\"Pater-Pietro-Lavini\" src=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/Pater-Pietro-Lavini.jpg\" alt=\"\" width=\"210\" height=\"163\" srcset=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/Pater-Pietro-Lavini.jpg 262w, https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/Pater-Pietro-Lavini-250x194.jpg 250w\" sizes=\"(max-width: 210px) 100vw, 210px\" \/><\/a>Es ist eine fast unglaubliche Geschichte. Der Kapuziner Pater Pietro Lavini baute von 1971 bis 2003 v\u00f6llig allein in einer unwirtlichen Gebirgsgegend des Apennin, an einem Platz, der nur \u00fcber einen dreist\u00fcndigen Fu\u00dfweg erreichbar ist, ein verfallenes Kloster wieder auf. Wie kam er dazu?<\/p>\n<p>Padre Pietro wurde 1927 in Potenza Picena geboren. Seine Eltern waren sehr arm. Deshalb gaben sie ihn mit 9 Jahren in ein Kapuzinerkloster zur Erziehung. Das war damals m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Als 11-J\u00e4hriger entdeckte er einmal bei einer Treibjagd in den sibillinischen Bergen, bei der er mitmachen musste, jene verfallene Einsiedelei aus dem 8. Jahrhundert, die auf einer kleinen Hochebene zwischen den Bergen lag. &#8222;Auf einmal sah ich die Ruine einer Kirche, ich war noch sehr jung, aber ich sp\u00fcrte ganz deutlich, wie der Herr seine Hand auf meine Schulter legte und zu mir sagte: &#8218;Bau mein Haus wieder auf.'&#8220;<\/p>\n<p>Der Gedanke an dieses verfallene Kloster lie\u00df ihn nie mehr los. 1952, mit 25 Jahren, wurde er zum Priester geweiht. Er war auch in der Mission in Afrika t\u00e4tig, musste aber wegen einer Krankheit wieder zur\u00fcck. 1965 besichtigte er die Ruine genauer. Durch viele Renovierungsarbeiten in der Provinz lerne er das Maurerhandwerk. Im Jahr 1971 wagte er schlie\u00dflich den entscheidenden Schritt: Pater Pietro sprach mit seinem Oberen und erkl\u00e4rte ihm, was er vorhatte. Er sah seine Berufung nicht darin, Eremit zu werden, sonder er wollte das Kloster wieder aufbauen. Allen, denen er sein Vorhaben erz\u00e4hlte, hielten ihn f\u00fcr nicht ganz normal. Pater Pietro wollte sich nicht davon abhalten lassen. Die letzten Worte seines Guardian waren: &#8222;Diesen Weg gehst du allein.&#8220;<\/p>\n<p>Er hatte die Besitzer dieses Gebietes in Rom ausfindig gemacht. Sie schenkten ihm das Grundst\u00fcck mit der Ruine. Auch die \u00f6rtlichen Beh\u00f6rden erlaubten sein Vorhaben. So machte er sich mit nichts, in v\u00f6lliger Armut auf den Weg. &#8222;Nach ein paar Tagen hier oben war mir klar, dass ich es nicht schaffen konnte. Ich wei\u00df noch, dass ich unter einem Baum sa\u00df und auf die Ruine schaute. Du willst ein Kloster bauen, dachte ich, ein gro\u00dfes Kloster, und du hast noch nicht einmal eine Schaufel. Ich beschloss hinunterzugehen und eine Arbeit anzunehmen, Geld zu verdienen und dann mit dem Bau anzufangen. Ich habe eine Weile \u00fcberlegt, ob ich hinuntergehen und auf dem Bau arbeiten soll. Ich hatte mich sogar schon auf den Weg gemacht, um eine Baustelle zu suchen, als ich pl\u00f6tzlich einen Hirten mit seiner Herde traf. Er l\u00e4chelte mich an, gab mir ein St\u00fcck Brot, und ich war ganz best\u00fcrzt. Weil ich auf einmal verstand: Gott hatte mir eine ganz bestimmte Aufgabe an einem ganz bestimmten Ort gegeben, und ich war schon dabei, den Mut zu verlieren. Da schickte er mir einen Hirten, der mir Brot gab, und das bedeutete, dass Gott zu mir sagen wollte: &#8218;Wenn ich dir eine Aufgabe gebe, dann werde ich auch daf\u00fcr sorgen, dass du sie bew\u00e4ltigen kannst. Zweifle nicht an deinem Gott!'&#8220; So begann Pater Pietro im vollst\u00e4ndigen Vertrauen auf Gottes Vorsehung zu arbeiten und erhielt auch die n\u00f6tigen Hilfen durch gute Menschen. Tausende Kilo von Baumaterial, das er geschenkt bekam, schleppte er auf seinem R\u00fccken zu Fu\u00df hinauf. Er durchlebte auch viele Pr\u00fcfungen: &#8222;Die langen Zeiten, in denen ich mit dem Bau nicht weiterkam, waren die schlimmsten f\u00fcr mich. Manchmal konnte ich beim besten Willen kein Werkzeug auftreiben &#8211; \u00fcberhaupt nichts, was ich f\u00fcr diesen Bau brauchte, und dann habe ich zu Gott gebetet und ihm gesagt: &#8218;Herr, es ist dein Bau. Wenn du willst, dass er fertig wird, dann besorg mir das Material.'&#8220; Auf die Frage: &#8222;F\u00fchltest du dich in all den Jahren hier oben nicht schrecklich allein?&#8220;, antwortete Pater Pietro l\u00e4chelnd: &#8222;Allein? Niemals, nicht einen Tag: Gott war doch immer bei mir. Ich wei\u00df noch, wie mich einmal eine Ordensfrau, die hier heraufgekommen war, fragte, wann ich eigentlich bete, und ich sagte zu ihr: &#8218;Ich bete immer. Jeder Stein, den ich lege, ist ein Gebet; jeder Balken, den ich bewege. Immer wieder bitte ich Ihn, mir die n\u00f6tige Kraft zu geben.'&#8220;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mariadinazareth.it\/Padre%20Pietro\/Copertina_libro.JPG\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"http:\/\/www.mariadinazareth.it\/Padre%20Pietro\/Copertina_libro.JPG\" alt=\"Kloster\" width=\"210\" height=\"293\" \/><\/a>&#8222;Aber will Gott ernsthaft, dass du dich so qu\u00e4lst?&#8220; &#8222;Ich qu\u00e4le mich nicht, es ist meine Bestimmung. Hier ist der Ort auf der Welt, an den ich geh\u00f6re. Andere Menschen m\u00f6gen eine andere Bestimmung haben, sie werden vielleicht als V\u00e4ter oder M\u00fctter gebraucht; aber mein Platz ist hier. Der Herr hat ihn mir gezeigt, und es kommt darauf an, das Schicksal auch anzunehmen; zu akzeptieren, wohin man geschickt wird. Ich habe es akzeptiert und das Wichtigste geschafft, was man im Leben schaffen kann.&#8220; &#8222;Ich bin gl\u00fccklich gewesen, all die Jahre lang, weil ich mich in Gottes Plan gef\u00fcgt habe, und jetzt, wo die Kirche und das Kloster fast fertig sind, liegt mir nur noch eines auf der Seele: Ich m\u00f6chte auch etwas f\u00fcr andere tun.&#8220;<\/p>\n<p>Der Journalist Andreas Englisch hatte Pater Pietro des \u00d6fteren besucht und in einer italienischen Zeitung eine Artikelserie \u00fcber ihn ver\u00f6ffentlicht. So wurde sein Lebensweg in breiten Kreisen bekannt. 2003 hat der Ortsbischof die Kirche geweiht. Seitdem pilgern viele Menschen zu diesem Ort, um von Pater Pietro etwas von seinem unersch\u00fctterlichen Gottvertrauen zu lernen.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p>Quelle: Andreas Englisch, Gottes Spuren<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist eine fast unglaubliche Geschichte. 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