{"id":2376,"date":"2011-09-07T21:11:42","date_gmt":"2011-09-07T20:11:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=2376"},"modified":"2011-09-08T07:43:15","modified_gmt":"2011-09-08T06:43:15","slug":"gott-geben-was-gott-gehort","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=2376","title":{"rendered":"Gott geben, was Gott geh\u00f6rt"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/matthaeus.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-2381\" title=\"matthaeus\" src=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/matthaeus.jpg\" alt=\"\" width=\"245\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/matthaeus.jpg 350w, https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/matthaeus-250x172.jpg 250w\" sizes=\"(max-width: 245px) 100vw, 245px\" \/><\/a>&#8222;Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu zahlen?&#8220; Diese Frage h\u00f6ren wir im Evangelium vom 29. Sonntag im Jahreskreis (Mt 22,15-21). Jesus hat auf diese Fangfrage seiner Gegner anhand der Steuerm\u00fcnze die treffende Antwort gegeben: &#8222;Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser geh\u00f6rt und Gott, was Gott geh\u00f6rt.&#8220; Jesus wollte mit diesem Wort uns etwas Grunds\u00e4tzliches einpr\u00e4gen.<\/p>\n<p>Einerseits betont er, dass wir die staatliche Ordnung anerkennen sollen, denn sie ist von Gott gegeben. Jesus hat das auch best\u00e4tigt als er vor Pilatus stand: &#8222;Du h\u00e4ttest keine Macht \u00fcber mich, wenn es dir nicht von oben gegeben w\u00e4re.&#8220; Weil Gott also hinter dieser Ordnung steht, weil also die staatliche Macht &#8222;von Gottes Gnaden&#8220; ist, darum bem\u00fcht sich der Christ, seine Pflichten gegen\u00fcber dem Staat gut zu erf\u00fcllen. Wenn aber die Regierenden ihre Macht missbrauchen, sich \u00fcber Gott und seine Gebote hinwegsetzen, den Staat zum G\u00f6tzen machen, dem alles geopfert werden muss, dann waren die Christen von Anfang an auch jene, die gegen diesen Missbrauch der Macht Widerstand geleistet haben und bis zum Martyrium f\u00fcr die Wahrheit und die Rechte des Glaubens Zeugnis gegeben haben; wie z.B. Provikar Carl Lampert.<\/p>\n<p>Als Zweites sagt Jesus, wir sollen Gott geben, was Gott geh\u00f6rt. In diesem Fall wird die M\u00fcnze zum Gleichnis f\u00fcr den Menschen. Die M\u00fcnze tr\u00e4gt das Bild des Kaisers, der Mensch aber tr\u00e4gt ebenso ein Bild in sich, n\u00e4mlich das Bild Gottes. Gott hat ihn ja nach seinem Ebenbild erschaffen. Darum ist der Mensch auch Eigentum Gottes. Er geh\u00f6rt nicht sich selbst. Und seine gr\u00f6\u00dfte Berufung ist es, diese Wahrheit zu erkennen und sich selbst aus freiem Willen als Eigentum Gottes zur\u00fcckzugeben, erst dann wird er wirklich frei und l\u00e4sst sich nicht mehr zum Sklaven aller m\u00f6glichen Kr\u00e4fte und M\u00e4chte machen.<\/p>\n<p>Aber wenn wir auf die heutige Situation blicken: Wem geh\u00f6rt der moderne Mensch? Ein Priester hat in einer Predigt einmal eine Antwort geben, die auf viele Menschen heute zutrifft:<\/p>\n<p>&#8222;Meine Arbeitskraft geh\u00f6rt dem Betrieb, meine Freizeit geh\u00f6rt dem Sport; der Sonntagmorgen geh\u00f6rt meinem Tennis\u2011Club. Mein Haus geh\u00f6rt der Bank, meine Abende geh\u00f6ren dem Fernsehen, der Partei geh\u00f6rt meine Stimme. Du siehst, lieber Gott: Es bleibt nicht viel \u00fcbrig f\u00fcr Dich! Ich habe keinen Kaiser mehr und keinen Gott. Also geh\u00f6rt alles mir. Nur: Was habe ich eigentlich davon?&#8220;<\/p>\n<p>Die eigentliche christliche Berufung und Aufgabe des Menschen ist es, sich freien Herzens Gott hinzugeben, Gott zu geben, was ihm geb\u00fchrt: im Tun seines Willens, in der Nachfolge Chisti. Ein anderes Wort f\u00fcr diese Hingabe ist ja das Wort Opfer. &#8222;Angesichts des Erbarmens Gottes ermahne ich euch, meine Br\u00fcder, euch selbst als lebendiges und heiliges Opfer darzubringen, das Gott gef\u00e4llt; das ist f\u00fcr euch der wahre und angemessene Gottesdienst.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu zahlen?&#8220; Diese Frage h\u00f6ren wir im Evangelium vom 29. 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