{"id":2361,"date":"2011-09-07T20:11:07","date_gmt":"2011-09-07T19:11:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=2361"},"modified":"2026-05-01T07:17:07","modified_gmt":"2026-05-01T06:17:07","slug":"eve-lavalliere-meine-seele-ist-nicht-zu-verkaufen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=2361","title":{"rendered":"\u00c8ve Lavalli\u00e8re &#8211; Meine Seele ist nicht zu verkaufen"},"content":{"rendered":"<p>\u00c8ve Lavalli\u00e8re (1866-1929) war zu ihrer Zeit in Paris ein gro\u00dfer Star, eine gefeierte Schauspielerin mit \u00fcberragenden F\u00e4higkeiten. Sie f\u00fchrte luxeri\u00f6ses Leben, hatte viele Beziehungen. Einer ihrer Liebhaber, ein Baron, gab ihr den K\u00fcnstlernamen \u00c8ve Lavalli\u00e8re, unter dem sie bekannt wurde. Es war der Name einer Geliebten von K\u00f6nig Ludwig XIV., die dann aber ihr Leben v\u00f6llig \u00e4nderte und Karmelitin wurde. Eine solche Umkehr und Hinkehr des Herzens zu Gott hat auch Eugenie-Marie-Pascaline Fenoglio &#8211; so ihr urspr\u00fcnglicher Name &#8211; vollzogen. Die Gottesmutter Maria hat sie diesen Weg gef\u00fchrt. Denn trotz aller Verirrungen hat sie den Blick auf Maria nicht verloren. Nach jedem gro\u00dfen Erfolg lie\u00df sie die Blumen, die man ihr schenkte, in eine Kirche zum Marienaltar bringen.<\/p>\n<p>Eugenie hatte in ihrer Kindheit nie erfahren d\u00fcrfen, was m\u00fctterliche, elterliche Liebe bedeutet. Die Ehe ihrer Eltern war v\u00f6llig zerr\u00fcttet. Die Streitigkeiten endeten eines Tages damit, dass der Vater, ein Lebemann, seine Frau und sich selbst vor den Augen der 18-J\u00e4hrigen erschoss. Das junge temperamentvolle und sensible M\u00e4dchen irrte in der Folgezeit heimatlos in der Welt herum. Schlie\u00dflich wandte sie sich dem Showbusiness zu. In Paris, am Theatre des Varietes, avancierte sie schnell zum Star und Publikumsliebling. Ihre einzige Rolle bestand jedoch darin, etwas anderes als sie selbst zu sein. So tief sich ihre Bewunderer vor ihr verneigten, so ungl\u00fccklich f\u00fchlte sie sich mit der Zeit in der Tiefe ihrer Seele. Sie hatte keinerlei Halt.<\/p>\n<p>Eines Tages, w\u00e4hrend eines Erholungsaufenthaltes auf dem Land, begegnete sie dem Pfarrer dieses kleinen Ortes. Anfangs belustigte sie sich \u00fcber seine Glaubens\u00fcberzeugung. Doch die Art und Weise, wie er ihr entgegnete, machte sie tief betroffen. Irgend etwas begann in ihr zu arbeiten. So kam der Augenblick, da sie sich nicht l\u00e4nger der religi\u00f6sen Entscheidung entziehen konnte. Durch die hl. Beichte erfuhr sie eine tiefe Begegnung mit der barmherzigen Liebe des Herrn. Sie hatte nun in Jesus Christus Lebensgl\u00fcck gefunden. Wie Maria Magdalena wollte sie in der Kreuzes-Nachfolge leben. Sie gab ihr bisheriges Leben v\u00f6llig auf, kehrte nicht mehr auf die B\u00fchne zur\u00fcck. Sie lebte zur\u00fcckgezogen und bescheiden auf dem Land und verschenkte ihren Besitz an die Armen. Sie suchte, so gut sie konnte, den Armen zu helfen.<\/p>\n<p>Als einmal ein amerikanischer Journalist sie entdeckt hatte, machte er das Angebot: &#8222;Hier habe ich einen Blankoscheck, setzen Sie eine beliebige Summe ein und diktieren Sie uns Ihre Memoiren.&#8220; &#8222;Meine Seele ist nicht zu verkaufen\u201c, war ihre Antwort, obwohl sie nichts mehr besa\u00df, au\u00dfer der Treue ihrer Freundin Leonie. Sie wurde 63 Jahre alt. Auf ihr Grab lie\u00df sie schreiben: &#8222;Du, der du mich erschaffen, erbarme dich meiner.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00c8ve Lavalli\u00e8re (1866-1929) war zu ihrer Zeit in Paris ein gro\u00dfer Star, eine gefeierte Schauspielerin mit \u00fcberragenden F\u00e4higkeiten. 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