{"id":2290,"date":"2011-07-12T22:25:31","date_gmt":"2011-07-12T21:25:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=2290"},"modified":"2017-06-30T16:34:01","modified_gmt":"2017-06-30T15:34:01","slug":"leben-in-der-nachfolge-christi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=2290","title":{"rendered":"Leben in der Nachfolge Christi"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/kreuz-koerbersee.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-2291\" title=\"kreuz-koerbersee\" src=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/kreuz-koerbersee.jpg\" alt=\"\" width=\"192\" height=\"192\" srcset=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/kreuz-koerbersee.jpg 400w, https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/kreuz-koerbersee-120x120.jpg 120w, https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/kreuz-koerbersee-250x250.jpg 250w\" sizes=\"(max-width: 192px) 100vw, 192px\" \/><\/a>Im Evangelium vom 22. Sonntag im Jahreskreis Lesejahr A k\u00fcndigt Jesus seinen J\u00fcngern sein Leiden, sein Kreuz und auch seine Auferstehung an. Aber die J\u00fcnger verstehen in nicht. Petrus nimmt Jesus sogar beiseite und machte ihm Vorw\u00fcrfe: &#8222;Das soll Gott verh\u00fcten, Herr! Das darf nicht mit dir geschehen!&#8220; Jesus aber wendet sich um und sagt zu Petrus: &#8222;Weg mit dir, Satan, geh mir aus den Augen! Du willst mich zu Fall bringen; denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.&#8220; Und er sch\u00e4rft den J\u00fcngern noch einmal deutlich die Bedingungen f\u00fcr Zugeh\u00f6rigkeit zu ihm ein: &#8222;Wer mein J\u00fcnger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.&#8220;<\/p>\n<p>Der Sinn vom Kreuz und Leiden unseres Herrn &#8211; und damit auch der Sinn des Kreuzes in unserem Leben  &#8211; war nicht nur damals schwer verst\u00e4ndlich. Es ist auch heute so, wie der hl. Paulus sagt: Die einen halten dieses &#8222;Kreuztragen aus Liebe zu Gott&#8220; f\u00fcr eine Dummheit, die anderen f\u00fcr ein \u00c4rgernis, an dem sie Ansto\u00df nehmen.<\/p>\n<p>An zwei Beispielen k\u00f6nnen wir sehen, was gemeint ist mit jener Kreuzesnachfolge, an der die Welt Ansto\u00df nimmt.<\/p>\n<p>Es geschah in einer Familie: Als die Kinder gro\u00df und au\u00dfer Haus waren, begann der Vater zu trinken. Es gab schlimme Szenen. Seine Frau hatte vieles zu ertragen. Ihre Bekannten haben zu ihr gesagt: Sie solle doch nicht so dumm sein und sich alles gefallen lassen. Sie soll sich doch scheiden lassen. Aber sie sagte: &#8222;Was ich damals vor Gott versprochen habe, das kann ich nicht \u00e4ndern. Ich bin verantwortlich f\u00fcr sein ewiges Heil.&#8220; Und sie hat ihr Kreuz tapfer weiter getragen.<\/p>\n<p>Oder ein anderer Fall: Ein 60-j\u00e4hriger Mann berichtet in einem Glaubenszeugnis:<\/p>\n<p>Als er mit 30 Jahren mit seiner Braut am Altar stand, da war es ihm  bewusst: Dieses Jawort vor Gott gilt f\u00fcrs ganze Leben. Nach einigen Jahren Ehe lie\u00df sich seine Frau von ihm scheiden und zog mit einem andern davon. F\u00fcr ihn war klar, dass er nicht mehr heiraten w\u00fcrde. Er sagte \u00fcber diese Zeit: &#8222;Gott wei\u00df um mein seelisches Leid, und ich muss zugeben, dass die Einsamkeit wirklich schrecklich war und oft noch ist. Aber das alles f\u00fchrte mich n\u00e4her zu Gott.&#8220; Schmerzlich war f\u00fcr ihn: Viele seiner Bekannten und Freunde verstanden nicht, dass er nicht noch einmal heiratete. Er bekam zu sp\u00fcren, dass sie ihn als abnormal einstuften. Aber er sagt: &#8222;Ich kenne die Einsamkeit der Geschiedenen, aber ich habe deswegen Gottes Gebot der Unaufl\u00f6slichkeit der Ehe niemals als unmenschliche H\u00e4rte empfunden. Ich wollte vielmehr bereit sein, diesen Weg, den Gott mir in seiner unverst\u00e4ndlichen Weisheit und Liebe gezeigt hat, auch zu gehen.&#8220;<\/p>\n<p>Das sind zwei Beispiele wahrer Kreuzesnachfolge, und es ist interessant, dass die Reaktion der Menschen auf das Kreuztragen genauso war wie im Evangelium. Das hei\u00dft: Wenn es darum geht, aus Liebe zu Gott und aus Treue zu seinen Geboten ein Leiden auf sich zu nehmen, dann wird die Welt immer ihre Stimme erheben und sagen: &#8222;Das kann man dir doch nicht zumuten. Das kann niemand von dir verlangen. Das brauchst du dir doch nicht gefallen zu lassen. Sei doch nicht so dumm und engstirnig. Du musst dich zur Wehr setzen und dich selbst verwirklichen, sonst hast du nichts vom Leben.&#8220;<\/p>\n<p>Die Stimme des Herrn aber sagt zu uns: &#8222;Verleugne dich selbst, verlass das \u00e4ngstliche und krampfhafte Sorgen um dich und deinen eigenen Vorteil, nimm dein Kreuz auf dich, denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht. Ich bin dir diesen Weg vorausgegangen, denn dieser Weg f\u00fchrt zur Auferstehung und zum wahren Leben.&#8220; Zwischen diesen beiden Stimmen m\u00fcssen wir uns entscheiden.<\/p>\n<p>Jene Menschen aber, die in der Nachfolge Christ ihr Kreuz tragen, sind die eigentlich tragenden S\u00e4ulen, sei es in der Familie, in der Kirche oder in der Gesellschaft. Sie st\u00fctzen und halten noch zusammen, was durch den Egoismus schon lange zerbrechen w\u00fcrde. Im B\u00fcchlein der Nachfolge Christi hei\u00dft es: &#8222;Es gibt keinen anderen Weg zum Leben und zum wahren inneren Frieden als den Weg des heiligen Kreuzes.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Evangelium vom 22. 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