{"id":2285,"date":"2011-07-12T21:57:55","date_gmt":"2011-07-12T20:57:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=2285"},"modified":"2017-06-30T16:36:43","modified_gmt":"2017-06-30T15:36:43","slug":"pfarrer-von-ars-weil-ich-die-sunde-hasse-liebe-ich-den-sunder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=2285","title":{"rendered":"Pfarrer von Ars &#8211; Weil ich die S\u00fcnde hasse, liebe ich den S\u00fcnder"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/ars.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/ars.jpg\" alt=\"Pfarrer von Ars\" width=\"140\" height=\"154\" \/><\/a><em>Am 4. August feiert die Kirche das Fest des hl. Pfarrers von Ars. Wegen seiner Treue in der Christus-Nachfolge und in der Sorge um das Seelenheil der Menschen hatte er auch viel zu leiden. Aber sein Beispiel gibt uns Mut, in allen Bedr\u00e4ngnissen standzuhalten. Gott wird daraus gro\u00dfen Segen flie\u00dfen lassen. <\/em><\/p>\n<p>Es waren schon fast zehn Jahre vergangen seit seiner Berufung nach Ars. Immer wieder wird der Pfarrer angegriffen. Sein Eifer und seine Strenge sto\u00dfen oft auf Gegenwehr, so dass man in den Wirtsh\u00e4usern immer mehr gegen ihn spottet. Selbst seine eigenen Priesterkollegen ziehen \u00fcber ihn her. Nat\u00fcrlich kommt es auch zu Verleumdungen beim Bischof, der aber zu ihm steht.<\/p>\n<p>F\u00fcr Johannes-Maria Vianney sind alle Verleumdungen nur ein Kreuz. Seine Einstellung dazu dr\u00fccken folgende Zitate aus: &#8222;Was braucht man, um den Himmel zu verdienen? Die Gnade und das Kreuz.&#8220; Oder &#8222;Niemals war ich so gl\u00fccklich wie in den Augenblicken, da ich verfolgt und verleumdet wurde. Gott \u00fcbersch\u00fcttete mich dann mit Tr\u00f6stungen, Gott gew\u00e4hrte mir alles, worum ich ihn bat.&#8220;<\/p>\n<p>Doch eines der schlimmsten Ereignisse sollte beinahe so weit f\u00fchren, dass der Pfarrer aus Ars fl\u00fcchten wollte. Gegen Ende des Jahres 1826 stirbt die Witwe Matin, deren Tochter Christine dem Tanzfieber verfallen ist. Christine verf\u00e4llt daraufhin in eine Lethargie, die vom Pfarrer von Ars wahrgenommen wird. Als sich herausstellte, dass sie ein Kind erwartete, herrschte im ganzen Dorf ziemliche Unruhe.<\/p>\n<p>Doch Pfarrer Vianney nimmt sie in Schutz. &#8222;Weil ich die S\u00fcnde hasse, liebe ich den S\u00fcnder&#8220;, antwortet er den Menschen von Ars. Es ist eine dunkle Nacht im September, als Christine ihr Kind zur Welt bringt. Dies erregt noch mehr den Spott von einigen Dorfbewohnern, vor allem der jungen Burschen.<br \/>\nAls der Pfarrer von Ars sie besch\u00fctzen will, wird in einem der Wirtsh\u00e4user das Ger\u00fccht in Umlauf gesetzt, dass vielleicht doch der Pfarrer selber der Vater sein k\u00f6nnte. Nach einiger Zeit ist pl\u00f6tzlich Christine verschwunden. Sie hat den Druck der Mitmenschen nicht mehr ausgehalten und ist in die Sa\u00f4ne gesprungen.<\/p>\n<p>Als der Pfarrer den Leichnam der Selbstm\u00f6rderin auf dem Friedhof begr\u00e4bt, l\u00f6st dies neue Proteste aus. Mutter Renard, die Haush\u00e4lterin des Pfarrers, weigert sich ebenfalls, das Kind von Christine zu behalten, worauf es der Pfarrer von Ars in die Providence bringt und sagt: &#8222;Das schickt euch der liebe Gott&#8220;. Selbst Katharina Lassagne plagen nun die Zweifel an Johannes-Maria Vianney.<\/p>\n<p>Inzwischen werden die Verleumdungen immer mehr, niedertr\u00e4chtige Briefe werden vor dem Pfarrhaus deponiert. Doch der Pfarrer von Ars schweigt beharrlich zu all den Vorw\u00fcrfen gegen seine Person, obwohl er dabei Furchtbares durchmachen muss. Er sagt: &#8222;Ja, ich leide, wie ich nie zuvor gelitten habe. Gegen dieses Leid war alles andere nichts. Heute ist ein Kind, das mir sonst stets freundlich die Hand gab, vor mir fortgelaufen, als w\u00e4re ich der Leibhaftige.&#8220;<\/p>\n<p>Das Werk des heiligen Pfarrers von Ars, das inzwischen aufgebaut ist, droht unterzugehen, da nun selbst gutgesinnte Menschen Zweifel an ihm bekommen.<\/p>\n<p>Inzwischen kommt sogar der Dechant von Tr\u00e9voux, der vom Bischof beauftragt ist, ins Pfarrhaus. Er schl\u00e4gt ihm vor, entweder den R\u00fccktritt einzureichen oder eine Volksmission f\u00fcr Ars zu organisieren. Der Pfarrer von Ars entscheidet sich vorerst f\u00fcr die Mission. Kart\u00e4userm\u00f6nche aus Lyon kommen und predigen tagelang auf der Kanzel und verteidigen den Pfarrer, doch die Leute von Ars sagen: &#8222;Wenn er selbst nicht spricht? Wie soll man ihm da glauben?&#8220;<\/p>\n<p>Doch Gott l\u00e4\u00dft Johannes Maria Vianney nicht im Stich. Am dritten Tag nach Beginn der Mission ereignet sich ein Unfall. Ein Pferdeknecht des Bauern Tr\u00e8ve, der sich \u00fcber den Pfarrer von Ars im Wirtshaus lauter als alle anderen lustig gemacht hat, wird von einem Hufschlag getroffen und ruft in seinem Todeskampf nach einem Kart\u00e4user. Nach der Beichte lie\u00df der Priester sofort den B\u00fcrgermeister des Dorfes und andere Ehrenm\u00e4nner holen und fordert sie auf, das Gest\u00e4ndnis des Sterbenden zu h\u00f6ren: &#8222;Ich bin der Vater des Kindes, das Christine Matin geboren hat. Ich habe es dem Pfarrer Vianney l\u00e4ngst schon in der Beichte bekannt, aber er hat nicht gesprochen&#8230;.&#8220; Wenige Augenblicke nach dem Gest\u00e4ndnis stirbt er.<\/p>\n<p>Sofort verbreitet sich die Nachricht im ganzen Dorf, doch fast scheint es zu sp\u00e4t zu sein, da Pfarrer Vianney inzwischen seinen R\u00fccktritt beim Bischof eingereicht hat. Schlie\u00dflich kann aber doch noch dank der Intervention des B\u00fcrgermeisters und des Grafen Garets erreicht werden, da\u00df der R\u00fccktritt vom Bischof zur\u00fcckgenommen wird. Durch dieses Ereignis wird die Pfarrgemeinde von Ars derart ersch\u00fcttert, da\u00df die Mission zu einem gigantischen Erfolg wird. Fast das gesamte Dorf bekennt seine S\u00fcnden und keiner spricht mehr schlecht \u00fcber den Pfarrer. &#8222;Ars ist nicht mehr Ars!&#8220;<\/p>\n<p>Quelle: www.kath.net<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 4. August feiert die Kirche das Fest des hl. Pfarrers von Ars. 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