{"id":2250,"date":"2011-05-06T21:39:14","date_gmt":"2011-05-06T20:39:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=2250"},"modified":"2026-05-01T07:20:54","modified_gmt":"2026-05-01T06:20:54","slug":"sel-johannes-paul-ii-er-wusste-unser-leben-zu-wurdigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=2250","title":{"rendered":"Sel. Johannes Paul II. &#8211; Er wusste unser Leben zu w\u00fcrdigen"},"content":{"rendered":"<p>Am 1. Mai wurde Papst Johannes Paul II. in Rom seliggesprochen. Etwa 1,5 Millionen Menschen haben an der Seligsprechung teilgenommen. Johannes Paul II. war ein gro\u00dfer Zeuge des Glaubens und der Liebe Gottes. Oft hat er bei seinen Reisen in spontanen Gesten seine Hirtenliebe f\u00fcr die Kleinen und Unscheinbaren gezeigt, um die Menschen im Glauben zu st\u00e4rken. Eine Begebenheit aus seinem Leben zeigt uns dies eindrucksvoll:<\/p>\n<p>Bei seinem letzten Besuch in Polen im Jahre 1999 wollte Papst Johannes Pauls II. als alter und kranker Mann noch einmal einen Tag am masurischen See verbringen. Als junger Kaplan hatte er dort mehrere Kajaktouren unternommen. Am sp\u00e4ten Vormittag \u00e4u\u00dferte der Papst \u00fcberraschend den Wunsch: er w\u00fcrde gerne die Familie Milewski im Dorf Leszczewo besuchen &#8211; dort einen Blitzbesuch machen, der nicht geplant war!<\/p>\n<p>Die Organisatoren waren baff. &#8222;Familie Milewski? \u2013 wer soll das \u00fcberhaupt sein. Und warum dieser Besuch?&#8220; &#8222;Vor vierzig Jahren etwa habe ich dort&#8220; \u2013 so der Papst \u2013 &#8222;an einem besonders hei\u00dfen Tag ein Glas k\u00fchler Sauermilch geschenkt bekommen.&#8220; Dem Papst war diese Begebenheit jetzt eingefallen. Er wollte gerne sehen, ob es den \u00e4rmliche Bauernhof noch gibt. Der Ortspfarrer wurde eingeschaltet. &#8222;Milewski? \u2026 Ja die Familie gibt es \u2026 Der Vater ist schon recht alt.&#8220; &#8222;H\u00f6ren Sie, in einer Stunde kommt dort ein Bischof vorbei. Bereiten sie die Leute vor!&#8220; Kaum ist das \u00e4rmliche Haus etwas aufger\u00e4umt, h\u00e4lt schon die Wagenkolonne. Der Papst steigt aus. Die \u00dcberraschung konnte nicht gr\u00f6\u00dfer sein. Gro\u00df war auch die Verbl\u00fcffung \u00fcber den Grund des Besuchs, hatte doch der Herr Milewski unz\u00e4hlige Gl\u00e4ser Sauermilch im Leben verschenkt. Und jetzt kam der Papst bei ihm zu Besuch, um sich noch einmal bei ihm zu bedanken.<\/p>\n<p>Eine Woche sp\u00e4ter wurde der Bauer von Journalisten gefragt, ob sich etwas bei ihm seit dem Besuch des Papstes ver\u00e4ndert h\u00e4tte. Seine Antwort: &#8222;Fr\u00fcher habe ich meine Armut oft verflucht. Es schien kein Sinn mehr im Leben zu sein. Und da kam der Papst zu uns und wusste unser Leben zu w\u00fcrdigen. Das hat meine Einstellung zu meinem Leben ge\u00e4ndert.&#8220;<\/p>\n<p>Die Tatsache, dass der Papst diesem einfachen Bauern seine Wertsch\u00e4tzung gezeigt hat, hat diesen Mann ver\u00e4ndert. Rein \u00e4u\u00dferlich hat sich nichts ver\u00e4ndert: immer noch dieselbe Armut und immer noch dieselbe M\u00fchsal. Und doch ist alles anders seit dem Tag, als der Papst das Leben dieses kleinen Bauern durch seinen Besuch gew\u00fcrdigt hat.<\/p>\n<p>Diese Begebenheit ist ein Zeichen f\u00fcr uns. Wie wichtig ist es doch, dass wir uns an die Wohltaten erinnern, die wir von so vielen Menschen um uns empfangen haben. Eine Geste der Dankbarkeit und Wertsch\u00e4tzung baut die Menschen auf. Aber Jesus sagt auch: &#8222;Wer einem von diesen Kleinen auch nur einen Becher frisches Wasser zu trinken gibt, weil es ein J\u00fcnger ist &#8211; amen, ich sage euch: Er wird gewiss nicht um seinen Lohn kommen&#8220; (Mt 10, 42). So wie  der sel. Johannes Paul II. sich an diesen Bauern erinnert hat, so wird uns auch Gott alles lohnen, was wir aus Liebe und Erbarmen den Menschen tun.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 1. Mai wurde Papst Johannes Paul II. in Rom seliggesprochen. Etwa 1,5 Millionen Menschen haben an der Seligsprechung teilgenommen. <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=2250\">weiterlesen&#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[26],"tags":[],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-25 02:07:15","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2250"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2250"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2250\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7316,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2250\/revisions\/7316"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2250"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2250"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2250"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}