{"id":2112,"date":"2011-01-05T10:58:07","date_gmt":"2011-01-05T09:58:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=2112"},"modified":"2011-01-05T10:58:24","modified_gmt":"2011-01-05T09:58:24","slug":"ihr-seid-das-licht-der-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=2112","title":{"rendered":"Ihr seid das Licht der Welt!"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/sonne-durch-baum.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-2113\" title=\"sonne-durch-baum\" src=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/sonne-durch-baum.jpg\" alt=\"\" width=\"175\" height=\"190\" \/><\/a>Im Evangelium des 5. Sonntags im Lesejahr A weist uns Jesus in der Bergpredigt auf die hohe Berufung unseres Christseins hin: &#8222;Ihr seid das Licht der Welt. &#8230; Euer Licht soll vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Taten sehen und euren Vater im Himmel preisen.&#8220; (Mt 5,14) Das ist ein hoher Auftrag, den uns Jesus hier \u00fcbergibt. Es geht um unser Zeugnis f\u00fcr Christus.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen uns bewusst sein, dass wir als sogenannte praktizierende Christen, d.h. als Christen, die jeden Sonntag zur hl. Messe gehen, sehr genau beobachtet werden, vor allem von jenen, die darin lau sind oder die den Glauben beiseite geschoben haben. Man h\u00f6rt oft von diesen Leuten das Argument, dass sie selber bessere Christen seien als diese &#8222;Pharis\u00e4er&#8220;, die st\u00e4ndig in die Kirche laufen und dann dies und jenes Schlimme tun. Sie scheinen genau zu wissen, was christlich ist und was nicht. Aber sie sagen dies nur, um sich zur rechtfertigen f\u00fcr das, was sie selber nicht tun.<\/p>\n<p>Ob wir es wollen oder nicht, wir als Christen werden von der Welt immer genau beobachtet, denn wir sind das Licht der Welt, nicht weil wir so gut sind, sondern weil Jesus Christus die Wahrheit ist. Darum m\u00fcssen wir darauf achten, dass unser Zeugnis f\u00fcr den Glauben auch wahr und echt ist. Unter welchen Bedingungen ist unser christliches Zeugnis authentisch?<br \/>\n<strong><br \/>\n1. Alles zur Ehre Gottes:<\/strong> Wenn Jesus sagt, dass die Menschen unsere guten Taten sehen sollen, dann geht es nicht um eine pharis\u00e4ische Zur-Schau-Stellung. Der entscheidende Unterschied zwischen einem Pharis\u00e4er und einem J\u00fcnger Christi liegt darin, dass ein Pharis\u00e4er seine guten Taten zeigt, damit er selber von den Menschen geehrt und anerkannt wird, der J\u00fcnger Christi aber tut alles, damit sein Vater im Himmel gelobt und gepriesen werde. Der beste Pr\u00fcfstein daf\u00fcr, ob es uns um die Ehre Gottes geht oder um die eigene Ehre, ist die Verfolgung oder der Undank. Wenn wir bereit sind, um des Glaubens willen auch Nachteile auf uns zu nehmen, dann wird dieses Licht zur Ehre Gottes umso heller leuchten und denen Halt und Orientierung geben, die ehrlich suchen.<\/p>\n<p><strong>2. Ein verborgenes Leben f\u00fchren:<\/strong> Eine zweite Bedingung f\u00fcr das wahre Zeugnis ist das verborgene Leben. Wir m\u00fcssen nur einige Verse in der Bergpredigt weiterlesen. Hier sagt Jesus genau das Gegenteil von dem, was wir uns vielleicht unter dem &#8222;Zeig\u00acen der guten Taten&#8220; vorstellen k\u00f6nnten: Wenn du Almosen gibst, &#8230; wenn du betest, &#8230; wenn du fastest &#8230; zeige es nicht vor den Menschen, sondern vor deinem Vater im Himmel, der das Verborgene sieht (vgl. Mt 6,2-18). Wir sollen uns einerseits durch unser Tun als Christen bekennen und doch unsere christlichen Werke und Selbstverleugnungen verbergen. Je mehr wir nach Innerlichkeit streben, umso nat\u00fcrlicher wird auch das Bekenntnis sein, das wir ablegen.<\/p>\n<p><strong>3. Gehorsam gegen Christus und die Kirche:<\/strong> Unser Licht wird vor dem Menschen leuchten, wenn wir einfach im Gehorsam das zu tun suchen, was das Evangelium und die Kirche uns auftragen. Ein solches Bekenntnis wird nicht verborgen bleiben und es bewahrt uns davor, ein religi\u00f6ses Theater daraus zu machen. Dazu ein Beispiel:<\/p>\n<p>Ein junger Mann hat einmal erz\u00e4hlt, dass er am ersten Sonntag beim Milit\u00e4r ein Christ geworden sei. Er war in einer gl\u00e4ubigen Familie aufgewachsen, in der die sonnt\u00e4gliche hl. Messe dazugeh\u00f6rte. Als er zum Milit\u00e4r kam, wurde ihnen gesagt, dass f\u00fcr die Rekruten die M\u00f6glichkeit zur Sonntagsmesse bestehe. Er hatte einen inneren Kampf, weil er merkte, dass er wahrscheinlich der einzige in seiner Gruppe sein w\u00fcrde, der zur hl. Messe ging, und dass er mit dem Spott seiner Kameraden rechnen musste. Er hatte sich dann doch entschlossen zu gehen. Er war der einzige, der an diesem Sonntag die hl. Messe besuchte. Er hatte daf\u00fcr auch manches einzustecken. Aber diese Tat hat seinen Glauben gest\u00e4rkt und sie ist auch zum Licht f\u00fcr andere geworden. Denn an den weiteren Sonntagen schlossen sich auch andere an.<\/p>\n<p>Die Strahlkraft und das Bekenntnis der ganz gew\u00f6hnlichen Art eines Christenlebens ist sehr gro\u00df. Unsere Worte und unsere Taten werden auf die Dauer gesehen zeigen, wo unser Schatz und unser Herz ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Evangelium des 5. 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