{"id":1972,"date":"2004-09-09T11:21:02","date_gmt":"2004-09-09T10:21:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=1972"},"modified":"2010-09-09T11:23:29","modified_gmt":"2010-09-09T10:23:29","slug":"wie-kommt-es-zu-einer-selig-und-heiligsprechung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=1972","title":{"rendered":"Wie kommt es zu einer Selig- und Heiligsprechung"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Heiligen heilen die Welt!<\/strong><\/p>\n<p>Am Sonntag, 3. Okt. 2004 wird der Heilige Vater  Kaiser Karl von \u00d6sterreich und die Mystikerin Anna Katharina Emmerick seligsprechen; zwei Personen, \u00fcber die bis heute viel Widerspr\u00fcchliches gesagt wurde. Aber mit der Seligsprechung gibt der Heilige Vater ein eindeutiges, sogar unfehlbares Urteil ab \u00fcber das Leben dieser Menschen. Wie es zu einem solcher Seligsprechung kommt, sei hier kurz erkl\u00e4rt: <\/p>\n<p>Jeder Christ ist durch die Taufe zur Heiligkeit berufen . \u201eSeid vollkommen wie euer himmlischer Vater vollkommen ist!\u201c, sagt Jesus, und er schenkt jenen, die an ihn glauben, auch alle Gnaden, mit denen sie zu Heiligen werden k\u00f6nnen. Ohne diese Heiligkeit kann kein Mensch das ewige Leben bei Gott erlangen. Alle Menschen, die im Himmel sind, m\u00fcssen Heilige sein, aber nicht alle werden heiliggesprochen.  <\/p>\n<p>Von Anfang an hat es in der Kirche Menschen gegeben, die die Nachfolge Christi in \u00fcberragender Weise gelebt haben und die im Rufe der Heiligkeit gestorben sind, so dass die Gl\u00e4ubigen sie als gro\u00dfe Vorbilder verehrt und sie auch um ihre besondere F\u00fcrsprache bei Gott angerufen haben. <\/p>\n<p>Damit aber ein Verstorbener, der im Ruf der Heiligkeit steht, von den Gl\u00e4ubigen \u00f6ffentlich in der Liturgie verehrt werden kann, hat die Kirche im Laufe der Jahrhunderte ein Verfahren entwickelt, durch das sorgf\u00e4ltig gepr\u00fcft wird, ob dieser Ruf der Heiligkeit auch mit dem Leben \u00fcbereinstimmt. Dieses genaue Untersuchung des Lebens eines Heiligen nennt man Seligsprechungsprozess.  Mit diesem Prozess kann die Kirche nicht jemand heilig machen, der es nicht ist. <\/p>\n<p>Zuerst wird der Prozess in jener Di\u00f6zese gef\u00fchrt, in der der Heilige gelebt hat. Es werden Zeugen befragt und sein Lebensweg und seine Tugenden genauestens erforscht. Wenn der di\u00f6zesane Prozess abgeschlossen ist,  wird der Akt nach Rom an die Kongregation f\u00fcr die Heiligsprechungen weitergeleitet.  Nach genauer Pr\u00fcfung aller Fakten wird der Prozess abgeschlossen mit der Erkl\u00e4rung der heroischen Tugenden. Aber bevor die Kirche jemanden selig spricht, erwartet sie auch eine Best\u00e4tigung von Gott &#8211; ein physisches Wunder, das Gott durch die Anrufung des Dieners Gottes gewirkt hat. Wenn ein solches Wunder  geschehen ist, meist eine medizinisch unerkl\u00e4rliche, pl\u00f6tzliche und dauerhafte Heilung, wird  es in einem eigenen Prozess auf seine Echtheit gepr\u00fcft. Erst dann kann der Heilige Vater die Seligsprechung vornehmen. Mit diesem Akt darf der Heilige in einem Teilbereich der Kirche \u00f6ffentlich verehrt werden. <\/p>\n<p>Nach der Seligsprechung kann noch eine Heiligsprechung erfolgen, durch die die Verehrung auf die Gesamtkirche ausgedehnt wird. Dazu braucht es aber ein weiteres Wunder. An den Heiligen wird die wahre Gr\u00f6\u00dfe des Menschen sichtbar, zu der Gott jeden von uns durch seine Gnade  f\u00fchren will. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Heiligen heilen die Welt! Am Sonntag, 3. 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