{"id":1969,"date":"2004-09-09T11:17:21","date_gmt":"2004-09-09T10:17:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=1969"},"modified":"2021-09-06T10:08:55","modified_gmt":"2021-09-06T09:08:55","slug":"anna-katharina-emmerick-1774-1824-sie-schaute-die-unsichtbare-welt-gottes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=1969","title":{"rendered":"Anna Katharina Emmerick 1774 &#8211; 1824  &#8211; Sie schaute die unsichtbare Welt Gottes"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/emmerik.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1970\" title=\"emmerik\" src=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/emmerik.jpg\" alt=\"\" width=\"163\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/emmerik.jpg 272w, https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/emmerik-229x300.jpg 229w\" sizes=\"(max-width: 163px) 100vw, 163px\" \/><\/a><em>Die gro\u00dfe Mystikerin Anna Katharina Emmerick aus D\u00fclmen im M\u00fcnsterland ist in aller Welt  bekannt geworden durch den Film \u201eDie Passion Christi\u201c von Mel Gibson. Der Regisseur hat in ihren Visionen des Leidens Christi wichtige Anregungen f\u00fcr seinen Film gefunden. Anna Katharina wird aber nicht deshalb selig gesprochen, weil sie Visionen hatte, weil sie wie der hl. Pater Pio die Wundmale trug und fast nahrungslos lebte, sondern weil sie in heroischer Weise die Liebe zu Gott und den Menschen verwirklicht und ihre Leiden als S\u00fchne getragen hat. <\/em><\/p>\n<p>Anna Katharina Emmerick stammte aus einer mit neun Kindern gesegneten armen Bauernfamilie. Schon als Kind besa\u00df sie die Gabe der \u00fcbernat\u00fcrlichen Schau. Sp\u00e4ter einmal beschreibt sie diese Gnadengabe:  \u201cIch sehe das \u00dcbersinnliche nicht mit den Augen, sondern es ist mir, als sehe ich es mit dem Herzen, so mitten in der Brust.\u201c<\/p>\n<p>Wegen der Armut ihrer Familie musste sie bald bei der schweren Arbeit mithelfen. Sie konnte deshalb nur vier Monate zur Schule gehen. Doch sie gewann ihre Bildung durch die Teilnahme am kirchlichen Leben und haupts\u00e4chlich dadurch, dass sie alle freie Zeit zum Lesen nutzte. Sie hatte den Wunsch, ins Kloster zu gehen, aber ihre Eltern waren dagegen. Wegen ihrer schwachen Konstitution erlernte sie das N\u00e4hen und verdiente sich als geschickte und gefragte Wandern\u00e4herin den Lebensunterhalt.<\/p>\n<p>1802, mit 27 Jahren, konnte sie nach \u00dcberwindung vieler Hindernisse in das Augustinerinnenkloster in D\u00fclmen eintreten. Ihre tiefen geistlichen Erfahrungen im Gebet spornten sie zu gro\u00dfer Dienstbereitschaft und N\u00e4chstenliebe an. Sie schonte sich nicht und sie war wegen ihrer Umsicht in der Arbeit und ihrem Flei\u00df von allen gesch\u00e4tzt. Aber durch schwere Krankheiten, die sie oft an den Rand des Todes brachten, wurde ihr Eifer immer wieder eingeschr\u00e4nkt.<\/p>\n<p>1812 wurde das Kloster infolge der S\u00e4kularisation aufgehoben und Anna Katharina fand Unterkunft als Haush\u00e4lterin bei Abb\u00e9 Lambert, einem w\u00e4hrend der franz\u00f6sischen Revolution gefl\u00fcchteten Geistlichen. Sie konnte den Haushalt nicht lange f\u00fchren, denn sie erkrankte so schwer, dass sie bis zu ihrem Tod 1824 fast st\u00e4ndig ans Bett gefesselt war.<\/p>\n<p>Durch ihr tiefes Mitleiden mit dem Leiden Christi zeigten sich im Jahre 1798 an ihrem Kopf erstmals blutenden Abdr\u00fccke der Dornenkrone Christi und im Laufe des Jahres 1812 entstanden offene Wundmale an H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen und an der Brust.  Durch eine Indiskretion wurde dies \u00f6ffentlich bekannt.<\/p>\n<p>Anna Katharina sah das f\u00fcr ein gro\u00dfes Ungl\u00fcck an, denn sie, die im Gebet die Zwiesprache mit Gott gesucht hatte, wurde nun der \u00d6ffentlichkeit preisgegeben. 1814 wurden die Wundmale und ihre Nahrungslosigkeit durch geistliche Beh\u00f6rden und 1818 unter sehr dem\u00fctigenden Umst\u00e4nden durch weltliche Beh\u00f6rden mehrere Male untersucht und als \u201eecht\u201d best\u00e4tigt. Anna Katharina hatte nicht nur unter ihren Krankheiten zu leiden, sondern sie litt auch darunter, dass sie von den einen als Heilige verehrt, von anderen als medizinische Sensation angesehen, von wieder anderen als Betr\u00fcgerin gebrandmarkt wurde .<\/p>\n<p>Neugierige wollten sie sehen, Wunders\u00fcchtige sie ber\u00fchren, Skeptiker sie als Betr\u00fcgerin entlarven, \u00c4rzte die medizinische Sensation untersuchen. Doch es kamen auch viele Kranke und Leidende, die ihre Hilfe, ihr Gebet, ihren Trost suchten.<\/p>\n<p>1818 war der Dichter Clemens Brentano voller Verzweiflung an seinem eigenen Leben nach D\u00fclmen gekommen. Die Begegnung mit Anna Katharina er\u00f6ffnete ihm eine neue Welt. Er blieb mit kurzen Unterbrechungen bis zum Tod von Anna Katharina in D\u00fclmen. Er fand hier eine Aufgabe, die ihn bis an sein Lebensende besch\u00e4ftigte. 16.000 Seiten notierte er am Bett der Kranken. Daraus entstanden in f\u00fcnf B\u00e4nden \u00bbDie Betrachtungen der gottseligen Anna Katharina Emmerick\u00ab.<\/p>\n<p>Am bekanntesten wurde der erste Band dieser Reihe \u00bbDas bittere Leiden unseres Herrn Jesu Christi\u00ab, der im 19. Jahrhundert mit gr\u00f6\u00dferen Auflagen verbreitet war als die Werke von Goethe und Schiller. Nach langem, s\u00fchnend getragenem   Leiden starb Anna Katharina Emmerick am 9. Feb. 1824 im Ruf der Heiligkeit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die gro\u00dfe Mystikerin Anna Katharina Emmerick aus D\u00fclmen im M\u00fcnsterland ist in aller Welt bekannt geworden durch den Film \u201eDie <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=1969\">weiterlesen&#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":1970,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[26],"tags":[],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-26 12:17:17","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1969"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1969"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1969\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/1970"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1969"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1969"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1969"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}