{"id":1911,"date":"2005-03-08T20:38:38","date_gmt":"2005-03-08T19:38:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=1911"},"modified":"2025-10-27T09:29:51","modified_gmt":"2025-10-27T08:29:51","slug":"der-hl-josef-patron-der-sterbenden-ein-ausergewohnlicher-bericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=1911","title":{"rendered":"Der hl. Josef, Patron der Sterbenden &#8211; ein au\u00dfergew\u00f6hnlicher Bericht"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/Josef4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1912\" title=\"Josef4\" src=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/Josef4.jpg\" alt=\"\" width=\"210\" height=\"280\" srcset=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/Josef4.jpg 300w, https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/Josef4-225x300.jpg 225w\" sizes=\"(max-width: 210px) 100vw, 210px\" \/><\/a><strong>&#8222;Den kenne ich, er hat mich besucht!&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Die beiden Steyler Missionare Bruder Gervasius und Pater G\u00f6tsch waren von Kaotai aus zu einer Schwerkranken unterwegs. Nach dreit\u00e4gigem Ritt von mehr als 200 Kilometern sind sie am Ziel, doch die Frau war bereits gestorben.<\/p>\n<p>Bedr\u00fcckt treten sie den Heimweg an. Etwa nach der H\u00e4lfte des Bergrittes treffen sie einen Jungen, der sie bittet, zu seiner Mutter mitzukommen. Der Junge f\u00fchrt sie etwa 15 km abseits in eine kleine Ortschaft. In einer Lehmh\u00fctte wartet eine Sterbende. Sie stellt den beiden ganz unvermittelt sonderbare Fragen: \u201eFremder, willst du mir in der Wahrheit antworten?\u201c \u201eAber gewiss.\u201c \u201eGibt es einen Gott, in dem drei Gestalten sind? Gibt es im anderen Leben einen Ort der Freude f\u00fcr die Guten und einen Ort des Schreckens f\u00fcr die B\u00f6sen? Stimmt es, dass Gott auf diese Erde gekommen ist, um f\u00fcr die Menschen zu sterben und ihnen den Ort der Freude zu \u00f6ffnen? Ausl\u00e4nder ist das alles wahr?\u201c Der Priester bejaht staunend all diese Fragen. Woher kannte die Kranke diese Glaubenswahrheiten? \u201eDu hast Wasser bei dir\u201c, f\u00e4hrt die Kranke fort, \u201cwasche mich, damit ich an den Ort der Freude komme!\u201c Woher wei\u00df sie, dass Pater G\u00f6tsch Taufwasser bei sich hat?<\/p>\n<p>Nach einem kurzen Gespr\u00e4ch spendet der Missionar der Kranken die Taufe. Voll Freude \u00e4u\u00dfert die Mutter einen neuen Wunsch: \u201eDu hast Brot bei dir. Kein gew\u00f6hnliches Brot, sondern Gott selbst. Gib mir auch davon.\u201c Die Sterbende wei\u00df auch das, dass der Priester das Allerheiligste bei sich hat. Pater G\u00f6tsch reicht ihr die Kommunion und spendet ihr die Kranken\u00f6lung. Dann sagt er: \u201eBisher hast Du Fragen gestellt, jetzt stelle ich einige Fragen. Woher kennst Du die Glaubenswahrheiten? Haben Dir katholische oder evangelische Christen erz\u00e4hlt?\u201c \u201eIch kenne keine Christen, Fremder!\u201c \u201eHast Du das alles in B\u00fcchern gelesen?\u201c \u201eIch kann nicht lesen. Ich wei\u00df auch nicht, dass es christliche Literatur in meiner Sprache gibt.\u201c<br \/>\n\u201eAber woher hast Du denn deine Glaubenskenntnisse?\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch dachte ganz einfach, es m\u00fcsse so sein. Seit 10 Jahren lebe ich nach diesem Glauben. Ich habe auch meine Kinder unterrichtet. Du kannst sie alle waschen (sie meint taufen).\u201c \u201eWusstest Du, dass wir heute vorbeikommen?\u201c<\/p>\n<p>\u201eJa, ich hatte einen Traum und sah einen \u00e4lteren Mann. Der sagte mir, ich solle meinen Jungen zum Weg schicken und die beiden Ausl\u00e4nder rufen. Sie w\u00fcrden mich waschen f\u00fcr den guten Ort nach dem Tod.\u201c<\/p>\n<p>Die Missionare sind tief getroffen. Das Wesen der Kranken ist im Angesicht des Todes so einfach, dass kein Raum f\u00fcr Zweifel bleibt. Zum Abschied schenken sie ihr ein kleines Bild vorn hl. Josef, dem Patron der Sterbenden. Da ist die Kranke au\u00dfer sich vor Freude: \u201eDen kenne ich, der hat mich ja besucht. Er war schon des \u00f6fteren bei mir und lie\u00df mich meinen Sohn auf den Weg, schicken, um euch zu rufen.\u201c<\/p>\n<p>Ist er im Traum oder in Wirklichkeit bei ihr gewesen? Sie wei\u00df es nicht und es ist ihr auch nicht wichtig. Wichtig ist, was sie durch ihn erfahren hat. Die Frau starb noch in der gleichen Nacht.<\/p>\n<div class=\"notes\">Nach einem Bericht von Ludwig Lenzen aus \u201cWeite Welt\u201d, Nr. 1, J\u00e4nner 1976<\/div>\n<h2>Ewiges Heil allein durch die Kirche<\/h2>\n<p>Die au\u00dfergew\u00f6hnliche Begebenheit, die in diesem Bericht geschildert wird, weist uns auf eine wichtige Wahrheit des Glaubens hin. Die Gnade des ewigen Heiles wird allein durch die Kirche vermittelt. Auch der Himmel h\u00e4lt sich an diese Regelung. Diese chinesische Frau hat durch ihr reines Herz ein au\u00dfergew\u00f6hnlich tiefe Einsicht in die Wahrheit Gottes erlangt.<\/p>\n<p>Jesus sagt ja: \u201eSelig, die ein reines Herz haben, denn sie werden Gott schauen.\u201c Gott hat ihr in schattenhaften Umrissen die tiefsten Wahrheiten unseres Glaubens geoffenbart. Aber damit sie die ganze F\u00fclle des Heiles empfangen konnte, die volle Gemeinschaft mit ihm in der Taufe, hat Gott sie durch eine besondere F\u00fchrung in die Kirche eingef\u00fcgt. Die Eingliederung in die Kirche ist heilsnotwendig. Und wenn jemand au\u00dferhalb der Kirche zum Heil gelangt, dann nur durch Gnadenmittlerschaft der Kirche, ob dies nun f\u00fcr uns sichtbar ist oder nicht. Dass Gott selber die Menschen in die Kirche f\u00fchrt, das sehen wir schon in der Heiligen Schrift: Der Engel, der dem frommen Hauptmann Kornelius erschienen ist, hat ihn nicht selber \u00fcber das Heilsnotwendige belehrt, sondern gesagt er solle Petrus holen, der ihm das Evangelium bringen wird (Apg 10).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Den kenne ich, er hat mich besucht!&#8220; Die beiden Steyler Missionare Bruder Gervasius und Pater G\u00f6tsch waren von Kaotai aus <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=1911\">weiterlesen&#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":1912,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[26],"tags":[],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-25 10:26:33","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1911"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1911"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1911\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7129,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1911\/revisions\/7129"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/1912"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1911"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1911"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1911"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}