{"id":1787,"date":"2006-05-07T11:35:26","date_gmt":"2006-05-07T10:35:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=1787"},"modified":"2021-09-06T10:40:33","modified_gmt":"2021-09-06T09:40:33","slug":"firmung-starksein-im-heiligen-geist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=1787","title":{"rendered":"Firmung &#8211; Starksein im Heiligen Geist"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2006\/05\/hl-geist.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1803\" title=\"hl-geist\" src=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2006\/05\/hl-geist.jpg\" alt=\"\" width=\"207\" height=\"207\" srcset=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2006\/05\/hl-geist.jpg 296w, https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2006\/05\/hl-geist-120x120.jpg 120w, https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2006\/05\/hl-geist-250x250.jpg 250w\" sizes=\"(max-width: 207px) 100vw, 207px\" \/><\/a><em>Unser Firmtag war zugleich unser pers\u00f6nlicher Pfingsttag, an dem die &#8222;Kraft von oben&#8220; \u00fcber uns gekommen ist. Leider leben oft zu wenig bewusst aus der Kraft dieses Sakramentes. Einige \u00dcberlegungen k\u00f6nnen uns hier vielleicht wieder weiterhelfen. <\/em><\/p>\n<p>Vom Wortsinn her bedeutet Firmung nichts anderes als St\u00e4rkung. Wer gefirmt wird, empf\u00e4ngt von Gott die Gnade des Heiligen Geistes, damit er seinen Glauben an ihn durch Wort und Tat gleichsam von Amts wegen \u00f6ffentlich und in allen Lebenslagen bekennt. Die Firmung ist die Vollendung der Taufe und sie will uns zu einem Starksein im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe f\u00fchren. Was dies bedeutet, sei hier noch mit einem Bild erl\u00e4utert.<\/p>\n<p>Im alten Firmritus gab es den sogenannte Backenstreich. Nach der Salbung mit dem Chrisam und den Worten: \u201eSei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist\u201c, bekam man vom Bischof mit zwei Fingern einen symbolischen Schlag auf die Wange. Das war gleichsam ein Ritterschlag, der den Gefirmten als Soldaten Christi kennzeichnen sollte.  Er soll als Gefirmter bereit sei, f\u00fcr Christus zu k\u00e4mpfen und sogar zu sterben.<\/p>\n<p>Von diesem Backenstreich war fr\u00fcher vor der Firmung oft die Rede. Die \u00e4lteren Kinder, die schon gefirmt waren, haben denen, die noch gefirmt werden sollten, die schaurigsten Geschichten erz\u00e4hlt, um ihnen ein wenig Angst zu machen.<br \/>\nUnter anderem wurde da gesagt: \u201eDu bekommst vom Bischof einen solche Watschn, dass es dich umwirft. Aber wenn du aufrecht stehen bleibst und keine Miene verziehst, dann bist du erst richtig gefirmt.\u201c Das war nat\u00fcrlich eine phantasievolle \u00dcbertreibung. Aber wenn man dar\u00fcber nachdenkt, dann trifft dieses Bild genau auf das zu, was die Firmgnade bedeutet, was sie bewirken will und was es hei\u00dft, aus dieser Gnade zu leben.<\/p>\n<p>Gefirmt sein bedeutet ja nichts anderes als ein standfester Christ, ein gl\u00e4ubiger, fest in Gott verankerter Mensch zu sein, den nichts im Leben, gleich was auch kommen mag, aus der Bahn werfen und zu Fall bringen kann. Er l\u00e4sst sich durch niemanden und durch nichts vom Vertrauen auf Gott und von der Treue zu seinen Geboten abbringen, weil er aus der Kraft des Heiligen Geistes lebt und nicht aus eigener Kraft.<\/p>\n<p>Wir werden in unserem Leben erfahren, dass Schicksalsschl\u00e4ge uns treffen, die uns umzuwerfen drohen; wir werden erleben, dass Lebenslasten, Leiden und Krankheiten, aber auch Verfolgung, Spott und Verleumdung \u00fcber uns kommen, die uns niederdr\u00fccken und mutlos machen k\u00f6nnen; wir werden sp\u00fcren, dass uns auch m\u00e4chtige Versuchungen von innen her bedr\u00e4ngen und zu Fall bringen m\u00f6chten. Es \u00fcberkommen uns \u00c4ngste und Bef\u00fcrchtungen verschiedenster Art, die uns zu l\u00e4hmen drohen. Wir geraten in Pr\u00fcfungen, in denen wir uns ohnm\u00e4chtig f\u00fchlen. Das alles gibt es in unserem Leben, und der Heilige Geist wird uns vor solchen Bedr\u00e4ngnissen nicht bewahren. Wir werden die &#8222;Schl\u00e4ge&#8220; von au\u00dfen und innen sp\u00fcren. Aber &#8211; und das ist das Entscheidende &#8211; wir haben keinen Grund, uns von solchen Schl\u00e4gen umwerfen zu lassen, daran zu Fall zu kommen oder deswegen mutlos zu werden. Denn wir haben den Heiligen Geist, der uns stark und standhaft macht. Wir sind ja gefirmt.  Ein standhafter Christ ist nicht ein Mensch, der solche Bedr\u00e4ngnisse nicht mehr hat und der sie nicht mehr empfindet, sondern ein Mensch, der sie sehr wohl erf\u00e4hrt, doch ihnen im Vertrauen auf den Heiligen Geist nicht mehr nachgibt.<\/p>\n<p>Denn er wei\u00df, wie der hl. Paulus sagt: &#8222;Der Geist nimmt sich unserer Schwachheit an.&#8220; Nicht aus eigener Kraft h\u00e4lt er in den Bedr\u00e4ngnissen des Lebens stand, sondern in der Kraft seiner Firmung. In dieser Kraft wird er sogar im letzten Kampf standhaft bleiben und in der Liebe ausharren, wenn es gilt zu sterben. Auf diese Weise wird er den Siegeskranz des ewigen Lebens gewinnen.  Bedenken wir also immer neu, was an uns geschehen ist, als wir gefirmt wurden. Der Heilige Geist ist unser Beistand, unser Tr\u00f6ster und die Kraft von oben. Wer auf ihn vertraut, wird zu einem Zeugen Christi. Er gibt das sch\u00f6nste Zeugnis, n\u00e4mlich das Zeugnis vom Gnadenwirken und der Kraft Gottes in seinem Herzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unser Firmtag war zugleich unser pers\u00f6nlicher Pfingsttag, an dem die &#8222;Kraft von oben&#8220; \u00fcber uns gekommen ist. 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