{"id":1774,"date":"2006-07-07T08:53:09","date_gmt":"2006-07-07T07:53:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=1774"},"modified":"2010-09-07T08:55:39","modified_gmt":"2010-09-07T07:55:39","slug":"die-verklarende-kraft-des-gebetes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=1774","title":{"rendered":"Die verkl\u00e4rende Kraft des Gebetes"},"content":{"rendered":"<p><strong>Gedanken zum Fest der Verkl\u00e4rung des Herrn am 6. August<\/strong><\/p>\n<p>Auf dem Weg noch Jerusalem hat Jesus durch die Verkl\u00e4rung auf dem Berg Tabor den Aposteln Petrus, Jakobus und Johannes seine verborgende Herrlichkeit geoffenbart. Er wollte sie auf sein Leiden und Sterben vorbereiten, damit sie, wenn sie Jesus am Kreuz sehen, nicht irre werden im Glauben an seine Macht und Gottheit. <\/p>\n<p>Was Jesus mit diesen drei J\u00fcngern getan hat, dass will der Herr auch mit uns tun. Er m\u00f6chte uns zu einer neuen Sichtweise f\u00fchren, in der wir die herrliche Gegenwart Gottes erkennen, die hinter dieser sichtbaren Welt verborgen ist. Es kommt in unserem Leben sehr darauf an, wie wir die Dinge sehen, in welchem Licht wir vor allem die Kreuze und Leiden sehen, damit wir nicht im Glauben an die Liebe Gottes irre werden. Die Verkl\u00e4rung auf dem Berg zeigt uns, wie wir zu dieser geistlichen Schau der Herrlichkeit Christi gelangen. <\/p>\n<p>Das Erste ist die \u00dcbung des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe. Das ist mit den drei Aposteln angedeutet, die Jesus auf den Berg mitgenommen hat. Petrus verk\u00f6rpert den Glauben; Jakobus die Hoffnung, da er als erster der Apostel das Martyrium erlitten hat; Johannes stellt die Liebe dar. <\/p>\n<p>Das Zweite ist die Sammlung des Herzens. Es hei\u00dft: \u201cJesus nahm sie beiseite und stieg mit ihnen auf einen Berg, um zu beten.&#8220; Wir m\u00fcssen unsere Seele von Christus auf diesen einsamen Berg des Gebetes f\u00fchren lassen. Die Welt gaukelt uns so vieles vor. Man muss immer wieder versuchen, sich von allen m\u00f6glichen Ablenkungen loszul\u00f6sen, um zum Gebet zu kommen. Ein Besuch beim Allerheiligsten in der Kirche k\u00f6nnte f\u00fcr uns dieser Taborberg sein.<br \/>\nEin Drittes: Es hei\u00dft im Lukasevangelium ausdr\u00fccklich, dass die Verkl\u00e4rung des Herrn geschah w\u00e4hrend er betete. Im Gebet liegt also die wesentliche Kraft, durch die wir zu einer tieferen Sicht des Lebens gelangen. Denn durch das Gebet wird uns die Gnade des Himmels mitgeteilt. Echtes Gebet ist in einer bestimmten Weise immer eine Verkl\u00e4rung des Geistes. Der heilige Franz von Sales hat dies einmal sehr sch\u00f6n ausgedr\u00fcckt: &#8222;Das Gebet stellt unseren Geist in die Helle des g\u00f6ttlichen Lichtes und unseren Willen in die W\u00e4rme der g\u00f6ttlichen Liebe. Darum gibt es nichts, was so geeignet w\u00e4re, den Geist von seiner Blindheit und den Willen von seinen schlechten Neigungen zu reinigen wie das Gebet.&#8220; <\/p>\n<p>Menschen, die sich von Christus auf den Berg des Gebetes f\u00fchren lassen haben einen anderen Blick auf diese Welt, weil sie gelernt haben, alles im Lichte Gottes, in seiner verborgenen Herrlichkeit zu sehen. Und das ver\u00e4ndert und wandelt vieles: zuerst sie selbst und dann auch die anderen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gedanken zum Fest der Verkl\u00e4rung des Herrn am 6. 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