{"id":1763,"date":"2006-07-07T08:41:06","date_gmt":"2006-07-07T07:41:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=1763"},"modified":"2010-09-07T08:43:28","modified_gmt":"2010-09-07T07:43:28","slug":"sel-elisabeth-von-der-dreifaltigkeit-was-ist-fur-sie-das-ideal-der-heiligkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=1763","title":{"rendered":"Sel. Elisabeth von der Dreifaltigkeit &#8211; &#8222;Was ist f\u00fcr Sie das Ideal der Heiligkeit?&#8220;"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_1764\" style=\"width: 196px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/Elisabeth-v-dreifalt.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1764\" class=\"size-full wp-image-1764\" title=\"Elisabeth-v-dreifalt\" src=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/Elisabeth-v-dreifalt.jpg\" alt=\"\" width=\"186\" height=\"266\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1764\" class=\"wp-caption-text\">Die innige Vertrautheit der getauften Seele mit dem Vater dem Sohn und dem Heiligen Geist ist die Quintessenz unseres geistlichen Lebens. Das sollte man von den D\u00e4chern rufen. An dem Tag, als ich das verstanden habe, ist f\u00fcr mich alles Licht geworden.  Sel. Elisabeth <\/p><\/div>\n<p>Wenn man jemanden fragt, ob er ein Heiliger werden m\u00f6chte, dann wird man meist  eine ablehnende bis ausfl\u00fcchtige Antwort erhalte. \u201eIch bin kein Heiliger! Ich m\u00f6chte auch keiner sein!\u201c<\/p>\n<p>Aber wenn man nachfragen w\u00fcrde, was er sich unter einem Heiligen vorstellen, dann wird es klar, dass ein solches Heiligenleben nicht erstrebenswert ist.<br \/>\nWas ist mit Heiligkeit wirklich gemeint? Was sollen wir uns  darunter vorstellen? Es ist ganz kurz gesagt, das Leben mit dem dreifaltigen Gott, es ist der Weg der Nachfolge Christi, auf dem wir im Geiste Christi gehen.<\/p>\n<p>Die unz\u00e4hligen Heiligen der Kirche geben uns ein lebendiges und vielf\u00e4ltiges Bild f\u00fcr diese Heiligkeit.<\/p>\n<p>Eine der hier weniger bekannten Heiligen sei hier kurz vorgestellt:  Es ist die selige Elisabeth von der heiligsten Dreifaltigkeit, eine Karmelitin, die im Karmel von Dijon in Frankreich gelebt hat, \u00e4hnlich wie die hl. Theresia vom Kinde Jesu fr\u00fch gestorben ist, mit 25 Jahren, deren Leben aber von einer inneren, tiefen Gottesliebe erf\u00fcllt war, wie wir sie uns kaum vorstellen k\u00f6nnen. Sie war eine gro\u00dfe Mystikerin des Geheimnisses der heiligsten Dreifaltigkeit.<\/p>\n<p>Elisabeth wurde 1880 geboren, war Tochter eines Offiziers, hatte von ihrer Kindheit an engen Kontakt mit dem Karmel in Dijon und ist dort mit 21 Jahren eingetreten.<\/p>\n<p>Sie erhielt bei ihrem Eintritt den Namen \u201cElisabeth von der heiligsten Dreifaltigkeit\u201d. Sie sah ihr Lebensprogramm darin, diesen Namen zu verwirklichen: Elisabeth hei\u00dft \u00fcbersetzt: Haus Gottes. Sie wollte ein Haus Gottes sein, das von der heiligsten Dreifaltigkeit bewohnt ist.<br \/>\nIn einem Brief von Ende Sep. 1903 schrieb sie: \u201eMein ganzes Bem\u00fchen besteht darin, in mein Inneres einzugehen und mich in jene Drei zu verlieren, die dort sind.\u201d<\/p>\n<p>Im Nov. 1904 verfasste sie ein ber\u00fchmt gewordenes Gebet zur heiligste Dreifaltigkeit, das ihre tiefe Schau dieses Geheimnisses und ihr inneres Leben mit den drei g\u00f6ttlichen Personen widerspiegelt.<\/p>\n<p>In ihrem letzten schweren Leiden trat die tiefe Vereinigung mit dem dreifaltigen Gott immer deutlicher hervor. Sie wollte ein Lob der Herrlichkeit der heiligsten Dreifaltigkeit sein: \u201cIch gehe zum Licht, zur Liebe und zum Leben.\u201d Das waren die letzten Wort in ihrer schweren, schmerzhaften Krankheit, bevor sie am 9. Nov 1906 mit 25 Jahren starb. Es ist hier nicht m\u00f6glich, weitere Aspekte ihres geistlichen Lebens zu entfalten, aber eines k\u00f6nnte uns noch zu denken geben.<br \/>\nAm 2. August 1901 trat Elisabeth in den Karmel von Dijon ein. Sie musste einen Fragebogen ausf\u00fcllen. Die Antworten, die sie kurz und pr\u00e4gnant auf die Fragen gab, bezeugen ihre gro\u00dfe Entschlossenheit, nach Heiligkeit zu streben.<\/p>\n<p>Was w\u00fcrden wir auf diese Fragen antworten?<br \/>\n1. Was ist f\u00fcr Sie das Ideal der Heiligkeit? &#8211; Aus Liebe leben.<br \/>\n2. Was ist das Mittel, dieses<br \/>\nIdeal am raschesten zu erreichen? &#8211; Sich ganz klein machen, sich ohne Sicherung ausliefern.<br \/>\n3. Welchen Heiligen lieben Sie am meisten? &#8211; Den Liebesj\u00fcnger, der an der Brust des Herrn geruht hat.<br \/>\n4. Welcher Punkt der Ordensregel sagt ihnen am meisten zu? &#8211; Das Schweigen.<br \/>\n5. Welches ist der Hauptzug ihres Charakters? &#8211; Die Empfindsamkeit.<br \/>\n6. Welches ist ihre Lieblingstugend? &#8211; Die Reinheit. \u201eSelig, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen.\u201c<br \/>\n7. Welches ist der Fehler, den sie am meisten verabscheuen? &#8211; Der Egoismus im allgemeinen.<br \/>\n8. Geben sie eine Wesensbestimmung des Gebetes. &#8211; Die Vereinigung des Nichtseienden mit dem Seienden.<br \/>\n9. Welches ist ihr Lieblingsbuch? &#8211; Die Seele Christi: sie offenbart mir alle Geheimnisse des himmlischen Vaters.<br \/>\n10. F\u00fchlen sie eine starke Sehnsucht nach dem Himmel? &#8211; Oft sehne ich mich danach, aber abgesehen von der Schau besitze ich ihn (den Himmel) ja im Innersten meiner Seele.<br \/>\n11. In welcher Verfassung m\u00f6chten sie sterben? &#8211; Liebend m\u00f6chte ich sterben und so in die Arme dessen sinken, den ich liebe.<br \/>\n12. Welche Form des Martyriums w\u00e4re Ihnen die erw\u00fcnschteste? &#8211; Ich liebe sie alle, besonders das der Liebe.<br \/>\n13. Welchen Namen m\u00f6chten Sie im Himmel tragen? &#8211; Wille Gottes.<br \/>\n14. Was ist ihr Wahlspruch? &#8211; Gott in mir und ich in ihm.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn man jemanden fragt, ob er ein Heiliger werden m\u00f6chte, dann wird man meist eine ablehnende bis ausfl\u00fcchtige Antwort erhalte. <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=1763\">weiterlesen&#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":1764,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[26],"tags":[],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-25 08:45:45","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1763"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1763"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1763\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/1764"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1763"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1763"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1763"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}