{"id":1740,"date":"2006-11-07T08:00:17","date_gmt":"2006-11-07T07:00:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=1740"},"modified":"2010-09-07T08:02:42","modified_gmt":"2010-09-07T07:02:42","slug":"allerseelenmonat-seid-wachsam","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=1740","title":{"rendered":"Allerseelenmonat &#8211; &#8222;Seid wachsam!&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Im Allerseelenmonat November und im Advent erinnert uns die Kirche an die Letzten Dinge und an die Wiederkunft des Herrn. Christus hat verhei\u00dfen, dass er in Herrlichkeit kommen wird am Ende der Zeit. Wir haben vielleicht den Eindruck, dass dieser \u201cJ\u00fcngste Tag\u201d weit weg ist von und dass wir ihn nicht erleben werden. Doch dieser \u201cJ\u00fcngste Tag\u201d ist jedem von uns ganz nahe durch das Sterben, das uns bevorsteht. Gleich nach unserem Tod werden wir vor unserem Herrn und Richter stehen.  So ist unser Leben gleichsam eine immerw\u00e4hrend Adventszeit, in der wir uns auf diese ewige Begegnung mit Gott vorbereiten. Im Blick auf sein Kommen mahnt uns der Herr deshalb immer wieder zur Wachsamkeit: &#8222;Seid wachsam, denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet!&#8220; (Lk 12,35).<\/p>\n<p>Die Wachsamkeit ist unbedingt notwendig f\u00fcr unser christliches Leben, denn es gibt auf der anderen Seite die gro\u00dfe Gefahr des geistlichen Schlafens. Viele Menschen erliegen diesem Schlaf d.h. sie verhalten sich praktisch gesehen so, als g\u00e4be es Gott nicht. Sie k\u00fcmmern sich kaum um ihn, um seine Kirche, seine Gebote und seinen Willen. Das ist der gef\u00e4hrliche Schlaf der Gleichg\u00fcltigkeit. Gott versucht die Menschen immer wieder aus diesem Schlaf aufzur\u00fctteln. Oft genug muss er es durch ein Leiden tun. Die Menschen werden f\u00fcr eine Zeitlang wach, beginnen nachzudenken und fassen einen guten Vorsatz. Aber wenn die Sorgen um das irdische Leben kommen, dann schl\u00e4ft meist alles wieder ein.<br \/>\nJesus verlangt von uns als seinen J\u00fcngern, dass wir anders leben. Wir sollen wachsam sein. Er beschreibt im Evangelium die Wachsamkeit mit einem sch\u00f6nen Bild: <\/p>\n<p>\u201eLegt euren G\u00fcrtel nicht ab und lasst eure Lampen brennen. Seid wie Menschen die auf die R\u00fcckkehr ihres Herrn warten.\u201c<br \/>\n\u201eDen G\u00fcrtel nicht ablegen\u201c bedeutet immer bekleidet zu bleiben. \u00dcbertragen auf unser Leben hei\u00dft dies: Wir sollen uns st\u00e4ndig darum m\u00fchen, mit guten Eigenschaften, mit Tugenden bekleidet zu sein. Das ist das Taufkleid der heiligmachenden Gnade, das wir am Anfang empfangen haben und mit dem uns der Herr auch antreffen m\u00f6chte, wenn er kommt. Der hl. Paulus sagt an einer Stelle: \u201eIhr habt Christus angezogen, darum bekleidet euch mit aufrichtigem Erbarmen, mit G\u00fcte, Demut, Milde, Geduld&#8220; (Kol 3,12).<\/p>\n<p>Jesus fordert uns weiter auf: \u201eLasst eure Lampen brennen!\u201c Diese Lampe, die in dieser dunklen Weltzeit leuchten soll, ist nichts anderes als das Licht des Glaubens bzw. die Flamme der Liebe zu Gott und unseren Mitmenschen. Der Heilige Geist hat dieses Licht in unseren Herzen entz\u00fcndet. Es soll nie erl\u00f6schen. Die Flamme dieser Lampe wird gen\u00e4hrt durch das t\u00e4gliche Gebet, durch die Hl. Messe, durch das Sakrament der Beicht; aber auch durch die t\u00e4tige N\u00e4chstenliebe, indem wir nicht vers\u00e4umen, den anderen auch wirklich Gutes zu tun. Der heilige Don Bosko hat einmal gesagt: &#8222;Unser Leben ist zu kurz. Man mu\u00df das Wenige, das man tun kann, in Eile besorgen, bevor der Tod uns \u00fcberrascht.\u201d <\/p>\n<p>Wenn wir also in dieser Weise trachten, den G\u00fcrtel nicht abzulegen und die Lampe brennen zu lassen, dann wird f\u00fcr uns die Stunde Gottes, wenn er uns aus diesem irdischen Leben abberuft, kein schreckliches Erwachen sein, bei dem wir draufkommen, dass wir das Wichtigste im Leben, vielmehr wird es f\u00fcr uns eine freudige Begegnung mit Jesus Christus werden, f\u00fcr den wir in Treue gearbeitet haben, obwohl wir ihn nicht sehen konnten. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Allerseelenmonat November und im Advent erinnert uns die Kirche an die Letzten Dinge und an die Wiederkunft des Herrn. <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=1740\">weiterlesen&#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[45],"tags":[],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-07-06 17:06:04","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1740"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1740"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1740\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1740"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1740"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1740"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}