{"id":1503,"date":"2010-05-06T16:10:22","date_gmt":"2010-05-06T15:10:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=1503"},"modified":"2026-05-04T08:51:16","modified_gmt":"2026-05-04T07:51:16","slug":"hl-margareta-botin-des-heiligsten-herzens-jesu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=1503","title":{"rendered":"Hl. Margareta &#8211; Botin des Heiligsten Herzens Jesu"},"content":{"rendered":"<p><em>Der Monat Juni ist dem Heiligsten Herzen Jesu geweiht. Die Herz-Jesu-Verehrung, wie wir sie heute kennen, geht auf die heilige Margareta Maria Alacoque zur\u00fcck. Sie ist eines der vielen Beispiele daf\u00fcr, dass Gott das Kleine und Dem\u00fctige erw\u00e4hlt, um Gro\u00dfes zu tun. Obwohl sch\u00fcchtern, stets kr\u00e4nklich und ungebildet, hat sie als Ordensschwester, die nur 43 Jahre alt geworden ist, in der Kirche mehr bewegt, als mancher Kirchenlehrer und Papst. Auf ihre Visionen und ihren unerm\u00fcdlichen Einsatz geht die Einf\u00fchrung und Feier des Herz-Jesus-Freitages und des Herz-Jesu-Festes und ein weltweites Aufbl\u00fchen der Herz-Jesu-Vereh\u001frung zur\u00fcck.<\/em><\/p>\n<p>Margareta Maria Alacoque kam am 22. Juli 1647 in dem burgundischen Dorf Lautecour (Frankreich) als Tochter eines k\u00f6niglichen Notars zur Welt. Als sie acht Jahre alt war, starb ihr Vater. Fortan lebte sie bei ihrer Mutter und den Gro\u00dfeltern v\u00e4terlicherseits, wo sie jedoch eine harte Behandlung erfahren hat. Mit zehn Jahren erkrankte sie so schwer an Kinderl\u00e4hmung, dass sie vier Jahre lang fast immer ans Bett gefesselt war. Nachdem sie ein Gel\u00fcbde machte und Jesus versprach in einen Orden einzutreten, falls sie wieder gesund w\u00fcrde, geschah ein Wunder: Sie wurde pl\u00f6tzlich geheilt. Margareta war 24 Jahre alt, als sie am 20. Juni 1671 endlich, nach vielen Schwierigkeiten durch ihre Angeh\u00f6rigen, ihr Versprechen einl\u00f6sen und in das Kloster der Heimsuchung in Paray-le-Monial eintreten konnte.<\/p>\n<p>Schwester Margareta Maria, die bereits vor dem Eintritt ins Kloster tiefe mystische Erfahrungen hatte, wurde von Jesus mehr und mehr in das Geheimnis der g\u00f6ttlichen Liebe eingef\u00fchrt und hatte verschiedene Erscheinungen. Diese Begnadung erregte jedoch das Misstrauen und die Abneigung ihrer Vorgesetzten und Mitschwestern. Mit Strenge und schweren Pr\u00fcfungen versuchten sie, die ihrem Wesen nach einfache und dem\u00fctige Margareta zu brechen. Jesus trug Margareta auf, diese ungerechte Behandlung aus Liebe zu ihm zu ertragen. So blieb Margareta fest in ihrem Glauben und Vertrauen auf Jesus. Die Anfeindungen und Verleumdungen, die sie ertragen muss, vermehrte ihre Liebe zum Herrn nur noch mehr. Die Abneigung gegen sie steigerte sich so, dass Margareta einmal in der Nacht von einer Gruppe von Mitschwestern regelrecht \u00fcberfallen wurde. Sie rissen ihr den Schleier herunter und schlugen ungez\u00fcgelt auf sie ein. Der Exzess dieser Nacht brachte allerdings auch eine Wandlung mit sich. Langsam wuchs bei den Schwestern die Einsicht, dass die Ekstasen und Visionen der hl. Margareta nicht Einbildung und T\u00e4uschungen waren.<\/p>\n<p>Jesus schenkte ihr in einer Vision w\u00e4hrend der Fronleichnamsoktav am 16. Juni 1675 den Anblick seines heiligsten Herzens \u201eleuchtender als die Sonne und durchsichtig wie ein Kristall, mit deutlich sichtbarer Wunde, von einer Dornenkrone umrankt und dar\u00fcber ein Kreuz&#8220;. Dann trug er ihr auf, jeden Freitag die hl. Kommunion zu empfangen, eine Stunde zu wachen und an seinem Leiden teilzunehmen und sich daf\u00fcr einzusetzen, dass ein besonderes Fest in der Kirche zur Verehrung seines Heiligsten Herzens eingef\u00fchrt werde.<br \/>\nIn den folgenden Jahren widmete sich Margareta Maria nun mit aller Kraft der Verbreitung der Herz-Jesu-Andacht. Mit Hilfe ihrer treue\u001fsten Gef\u00e4hrten und ihres Seelenf\u00fchrers, dem Jesuitenpater Claude de la Colombi\u00e8re, brachte sie die Dinge voran, so wie Jesus es ihr aufgetragen hatte. Und noch kurz vor ihrem fr\u00fchen Tod durfte sie erleben, dass trotz aller Widerst\u00e4nde in ihrem Konvent die erste Herz-Jesu-Andacht feierlich begangen wurde.<\/p>\n<p>Am 16. Oktober 1690 starb Margareta Maria Alacoque im Ruf der Heiligkeit, aufgezehrt von ihrem S\u00fchnewerk f\u00fcr das Herz Jesu. Treu und vertrauensvoll hatte sie die ihr von Christus \u00fcbertragenen Sendung erf\u00fcllt. Doch erst nach ihrem Tod begannen ihre Bem\u00fchungen reiche Fr\u00fcchte zu tragen: Die Herz-Jesu-Andacht gewann weltweit Millionen Anh\u00e4nger. Papst Pius IX. verk\u00fcndete 1856 das Herz-Jesu-Fest f\u00fcr die ganze Kirche. Sein Nachfolger, Leo XIII., weihte 1899 die ganze Welt dem g\u00f6ttlichen Herzen. Viele L\u00e4nder und St\u00e4dte haben diese Weihe bereits vollzogen oder tun es in dieser Zeit. Die Verehrung des Heiligsten Herzens Jesu wurde zum festen Bestandteil der Liturgie und der Volksfr\u00f6mmigkeit.<\/p>\n<p>Schwester Margareta Maria selbst wurde 1864 selig und am 13. Mai 1920 heilig gesprochen; ausdr\u00fccklich auch aufgrund ihrer Treue, mit der sie die Botschaft Christi erf\u00fcllte und ganz in den Dienst der Herz-Jesu-Verehrung stellte. In der Chapelle de la Visitation, jener Kapelle im Kloster von Paray-le-Monial, wo sie ihre Visionen hatte, ruht die Heilige in einem vergoldeten Schrein und zieht noch heute viele Pilger an.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Monat Juni ist dem Heiligsten Herzen Jesu geweiht. 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