{"id":1303,"date":"2009-12-22T22:51:17","date_gmt":"2009-12-22T21:51:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=1303"},"modified":"2012-11-03T22:08:14","modified_gmt":"2012-11-03T21:08:14","slug":"das-jesuskind-kam-den-kindern-zu-hilfe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=1303","title":{"rendered":"Das Jesuskind kam den Kindern zu Hilfe"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/krippe05.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1304\" title=\"krippe05\" src=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/krippe05.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"333\" srcset=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/krippe05.jpg 250w, https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/krippe05-225x300.jpg 225w\" sizes=\"(max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a>Der folgende Begebenheit ereignete sich in Ungarn in der Zeit des Kommunismus. Sie wurde von einem Pfarrer berichtet und im Buch &#8222;Die Ikone&#8220;, von Maria Winowska ver\u00f6ffentlicht (hier neu geschrieben in gek\u00fcrzter Form f\u00fcr die Druckausgabe des St. Antoniusblattes).<\/p>\n<p>In einem kleinen Dorf in Ungarn, in dem viele Familien fest im katholischen Glauben verwurzelt waren, gab es in der Volksschule eine Lehrerin, die in verbissener Weise vom atheistischen Kommunismus \u00fcberzeugt war. Sie dachte sich t\u00e4glich etwas Neues aus, um die Kinder vom katholischen Glauben abzubringen. Angela, ein sehr frommes M\u00e4dchen, wurde von ihr besonders aufs Korn genommen.<\/p>\n<p>Kurz vor Weihnachten, am 7. Dezember, erfand die Lehrerin ein grausames Spiel, mit dem sie dem Glauben der Kinder, den sie f\u00fcr eine \u201ePest f\u00fcr die Schule\u201c hielt, den Gnadensto\u00df versetzen wollte.<\/p>\n<p>Angela wurde in ein scheinbar harmloses Frage- und Antwortspiel verwickelt. \u201eWas tust du, wenn deine Eltern dich rufen?\u201c \u201eIch komme\u201c, antwortet sie leise und scheu, sie ahnte schon, dass die Lehrerin ihr eine Falle stellen wollte. \u201eSehr gut! Und was geschieht, wenn deine Eltern den Rauchfangkehrer rufen?\u201c \u201eEr kommt\u201c, sagt Angela. \u201eIhre Augen funkelten wie die einer Katze, die mit einer Maus spielt. Sie schaute so boshaft, so boshaft\u201c, sagte sp\u00e4ter eines der M\u00e4dchen \u00fcber die Lehrerin. \u201eGut, mein Kind. Der Rauchfangkehrer kommt, weil es einen gibt, weil er lebt. Aber nehmen wir an, deine Eltern rufen deine Gro\u00dfmutter, die tot ist. Wird sie kommen?\u201c \u201eNein, ich glaube nicht.\u201c \u201eBravo. Und wenn sie das Rotk\u00e4ppchen oder den Ritter Blaubart rufen?&#8220; \u201eEs wird niemand kommen, weil das M\u00e4rchen sind.\u201c \u201eGut, sehr gut!\u201c triumphierte die Lehrerin. \u201eDu scheinst ja heute sehr scharf denken zu k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>&#8222;Das ist klar, nicht wahr?\u201c \u201eJa\u201c, antwortet die Klasse im Chor. Zu Angela gewandt sagt sie. \u201eUnd jetzt nehmen wir an, ihr ruft das Jesuskind. Ist unter euch jemand, der noch an das Jesuskind glaubt?\u201c<\/p>\n<p>Einen Augenblick ist es ganz still. Dann melden sich einige sch\u00fcchterne Stimmen: \u201eOja, ja&#8230;\u201c \u201eUnd du, Angela, glaubst du, dass das Jesuskind dich h\u00f6rt, wenn du es rufst?\u201c Angela f\u00fchlte sich pl\u00f6tzlich erleichtert. Das war also die Falle. Voll Eifer antwortet sie: \u201eJa, ich glaube, dass es mich h\u00f6rt.\u201c \u201eSehr gut. Wir wollen einmal den Versuch machen. Wenn es das Jesuskind, das Christkind, gibt, wird es hereinkommen, wenn ihr es ruft. Ruft also alle miteinander ganz laut: Komm, Jesuskind! Eins, zwei, drei, alle miteinander.\u201c<\/p>\n<p>Die Kinder senkten die K\u00f6pfe. In das angstschwere Schweigen fiel ein Hohngel\u00e4chter. \u201eDa wollte ich euch haben. Das ist mein Beweis. Ihr ge-traut euch nicht, es zu rufen. Denn ihr wisst ganz gut, es w\u00fcrde nicht kommen, euer Jesuskind. Und es h\u00f6rt euch nicht, weil es kein Jesuskind gibt, weil das blo\u00df Sagen sind.\u201c<\/p>\n<p>Best\u00fcrzt schwiegen die Kinder noch immer. Die brutale Beweisf\u00fchrung traf sie mitten ins Herz. Die Lehrerin labte sich sichtlich an der Verwirrung der Kinder.<\/p>\n<p>Angela stand noch immer stumm und totenbleich da. Da geschah etwas Unerwartetes. Angela sprang mit einem Satz mitten in die Klasse hinein. Ihre Augen funkelten, und sie schrie: \u201eWir wollen es aber doch rufen. H\u00f6rt ihr! Alle miteinander rufen wir: Komm, Jesuskind!\u201c<\/p>\n<p>Darauf war die Lehrerin nicht gefa\u00dft. &#8222;Komm, Jesuskind!&#8220; \u201eEs war wie ein Schrei, von dem die Mauern h\u00e4tten einst\u00fcrzen k\u00f6nnen\u201c, sagte ein Kind sp\u00e4ter. Auf das Zeichen Angelas riefen die Kinder noch einmal: &#8222;Komm, Jesuskind!&#8220; &#8222;Ich rief, aber ich erwartete nichts Besonderes,\u201c gestand sp\u00e4ter Gisela.<\/p>\n<p>Und da geschah es, wie die Kinder dem Pfarrer berichteten. Pl\u00f6tzlich ging die T\u00fcr lautlos auf. Sie bemerkten es, denn das ganze Tageslicht floh pl\u00f6tzlich auf diese T\u00fcr zu. Dieses Licht wuchs, wuchs, dann wurde es eine Feuerkugel. Dann hatten sie Angst, aber es ging so schnell, dass sie nicht einmal Zeit hatten zu schreien. Die Kugel ging auf, und in der Kugel erschien ein Kind, bezaubernd, wie sie noch keines gesehen hatten. Das Kind l\u00e4chelte sie an, ohne ein Wort zu sprechen. Seine Gegenwart war von unendlicher Sch\u00f6nheit. Sie hatten keine Angst mehr. Es war nur noch Freude. Es dauerte &#8230; einen Augenblick?, eine Viertelstunde?, eine Stunde? In diesem Punkt gingen die Meinungen auseinander.<\/p>\n<p>Sicher ist, dass das Geschehen die Dauer einer Schulstunde nicht \u00fcberschritt. Das Kind war wei\u00df gekleidet und sah aus wie eine kleine Sonne. Es selbst brachte das Licht hervor. Die Tageshelle erschien daneben schwarz. Es sagte nichts, es l\u00e4chelte nur, dann verschwand es in der Lichtkugel, die sich allm\u00e4hlich aufl\u00f6ste. Die T\u00fcr schloss sich leise von selbst. Voll Entz\u00fccken, das Herz von Freude \u00fcberflutet, konnten die M\u00e4dchen kein Wort hervorbringen.<\/p>\n<p>Da zerriss ein gellender Schrei die Stille. Ganz verst\u00f6rt schrie die Lehrerin: \u201eEs ist gekommen! Es ist gekommen!\u201c Und dann floh die Lehrerin. Angela schien aus einem Traum zu erwachen. Sie sagte einfach: \u201eIhr seht, es gibt ein Jesuskind. Und jetzt wollen wir danken.\u201c Und sie knieten nieder und beteten. Dann verlie\u00dfen sie das Klassenzimmer, denn es hatte soeben gel\u00e4utet, es war Pause.<\/p>\n<p>Die Sache sprach sich bald herum. Die Eltern suchten den Pfarrer auf, und er befragte die Kinder, jedes f\u00fcr sich. Er fand in ihre Aussagen nicht den leiseste Widerspruch. \u201eWir waren in Bedr\u00e4ngnis\u201c, sagte eines der M\u00e4dchen, \u201eund da musste das Jesuskind kommen und uns helfen.\u201c<\/p>\n<p>Die Lehrerin aber musste in die Psychiatrie gebracht werden. Die Schulbeh\u00f6rde vertuschte die Sache. Wie es hei\u00dft, hat die Lehrerin unaufh\u00f6rlich geschrien: \u201eEs ist gekommen, es ist gekommen!\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der folgende Begebenheit ereignete sich in Ungarn in der Zeit des Kommunismus. 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