{"id":1234,"date":"2009-11-01T19:04:10","date_gmt":"2009-11-01T18:04:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=1234"},"modified":"2026-05-01T21:39:35","modified_gmt":"2026-05-01T20:39:35","slug":"maria-lasst-den-glauben-erbluhen-auch-im-winter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=1234","title":{"rendered":"Maria l\u00e4sst den Glauben erbl\u00fchen auch im Winter"},"content":{"rendered":"<p>Die kleine Stadt Bra, die zur Di\u00f6zese von Turin in Italien geh\u00f6rt, ist ein Wallfahrtsort besonderer Art. Maria ist dort einmal erschienen und hat ein lebendiges Erinnerungszeichen an ihr Kommen und ihre Hilfe hinterlassen. Sie wird dort als &#8222;Madonna dei fiori de Bra&#8220;,  Madonna der Blumen von Bra verehrt. Der Wallfahrtsort geht zur\u00fcck auf eine besondere Rettungstat Mariens.<\/p>\n<p>Am 29. Dez. 1336 war die junge Egidia Mathis in der Umgebung der Stadt unterwegs und kam an einem der Gottesmutter geweihten Bildstock vorbei. Egidia erwartete bald ihr erstes Kind. Zwei Soldaten einer S\u00f6ldnerkompanie, die damals durchs Land zog, lagen hinter den Str\u00e4uchern auf der Lauer und wollten die junge Frau \u00fcberfallen und vergewaltigen. Als Egidia sah, was die Soldaten beabsichtigten, klammerte sie sich verzweifelt an das Bild Mariens und flehte sie um ihre Hilfe an.<\/p>\n<p>Da zuckte unvermutet ein Blitzstrahl aus dem Bild hervor und blendete die zwei S\u00f6ldner, die darauf vor Schreck davonliefen. Da erschien neben Egidia Maria selbst, tr\u00f6stete sie w\u00e4hrend einiger Minuten und versicherte ihr, dass alle Gefahr vor\u00fcber sei. Als die Erscheinung entschwunden war, kam es f\u00fcr Egidia in Folge der Angst und der Aufregung noch am Fu\u00df der Bilds\u00e4ule zur Geburt ihres Kindes. Sie wickelte das Neugeborene in ihren Schal und machte sich auf zum n\u00e4chstgelegene Haus.<\/p>\n<p>Die Neuigkeit des wunderbaren Ereignisses verbreitete sich sofort in der Stadt: trotz der sp\u00e4ten Stunde, kamen die Leute in Massen zum Ort des \u00dcberfalls und der Erscheinung gelaufen. Dort erwartete sie ein au\u00dfergew\u00f6hnlicher Anblick: Die S\u00e4ule war von dichten Schlehdornb\u00fcschen umwachsen. Trotz des rauen Klimas an diesen letzten Dezembertagen waren die B\u00fcsche pl\u00f6tzlich voller wei\u00dfer Bl\u00fcten. Und seit damals wiederholt sich die Bl\u00fcte der Schlehdornb\u00fcsche bis heute immer um dieselbe Zeit, Ende Dezember. Sie haben auch zu anderen ungew\u00f6hnlichen Zeiten  gebl\u00fcht, immer im Zusammenhang mit besonderen Ereignissen in der Kirche oder mit Ereignissen um das Turiner Grabtuch.<\/p>\n<p>Diese au\u00dfergew\u00f6hnliche Bl\u00fctezeit der Schlehdornb\u00fcsche, die heute noch \u00fcppig wachsen, geben der Wissenschaft ein R\u00e4tsel auf. Man hat schon alle m\u00f6glichen Untersuchungen angestellt, um das au\u00dfergew\u00f6hnliche Verhalten nat\u00fcrlich zu erkl\u00e4ren. Aber man konnte nichts finden.<\/p>\n<p>Maria gibt uns hier ein wunderbares Zeichen ihrer Gnadenmacht. Wenn wir uns in der Not unserer Zeit, in der das Klima des menschlichen Zusammenlebens oft so kalt und eisig geworden ist (denken wir nur daran, wie kalt unsere Gesellschaft gegen die ungeborenen Kinder ist), an Maria wenden, dann wird sie uns zu Hilfe kommen.    Geborgen in ihrer m\u00fctterlichen Liebe wird die Seele aufbl\u00fchen k\u00f6nnen auch mitten im geistigen Winter, in einer Umgebung, in der der Glaube und die Liebe zu Gott erkaltet sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die kleine Stadt Bra, die zur Di\u00f6zese von Turin in Italien geh\u00f6rt, ist ein Wallfahrtsort besonderer Art. 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