{"id":1208,"date":"2009-09-02T15:34:32","date_gmt":"2009-09-02T14:34:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=1208"},"modified":"2026-05-01T21:43:29","modified_gmt":"2026-05-01T20:43:29","slug":"dann-geh-und-handle-genauso","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=1208","title":{"rendered":"Dann geh und handle genauso!"},"content":{"rendered":"<p>Eines der wichtigen Gleichnisse, die Jesus, der Herr, erz\u00e4hlt hat, ist die Geschichte vom Barmherzigen Samariter. Sie ist die Antwort auf die Frage: \u201eWer ist mein N\u00e4chster?\u201c Der Gesetzeslehrer wollte sich mit dieser Frage rechtfertigen, da ihm der Anspruch des Gebotes: \u201eDu sollst deinen N\u00e4chsten lieben wie dich selbst!\u201c zu radikal erschien.<\/p>\n<p>Das Gleichnis vom Mann der von den R\u00e4ubern niedergeschlagen wird, und der erst Hilfe durch einen Samariter findet, nachdem ein Priester und ein Levit an ihm gleichg\u00fcltig vorbeigegangen waren, ist nicht blo\u00df ein Anweisungen f\u00fcr unser Verhalten gegen\u00fcber den Schw\u00e4chsten und Leidenden, sondern es gibt uns zuerst ein wunderbares Bild daf\u00fcr, was Gott selbst an uns getan hat.<\/p>\n<p>Der Mann, der am Wegrand liegt, ist der Mensch, das sind wir. Durch die List des Teufels sind wir in S\u00fcnde gefallen, wurden niedergeschlagen und ausgepl\u00fcndert und k\u00f6nnen uns nicht aus eigener Kraft erheben.<\/p>\n<p>Der barmherzige Samariter, der sich dem Halbtoten zuneigt, ist Jesus Christus, der Sohn Gottes selbst. Sein Mitleid mit uns Menschen hat ihn auf die Erde gef\u00fchrt. Er ist gekommen, um zu heilen, was durch die S\u00fcnde im Menschen verwundet ist.<\/p>\n<p>Und was tut er? Er gie\u00dft Wein und \u00d6l auf die Wunden. Der Wein ist das Zeichen f\u00fcr das Opfer Christi, das Blut, das zur Vergebung der S\u00fcnden vergossen hat. Und das \u00d6l bedeutet die Salbung des Heiligen Geistes, die uns zu Kindern Gottes macht. Mit \u201eWein\u201c und \u201e\u00d6l\u201c heilt der Herr die Wunden der Seele.<br \/>\nNoch etwas anderes tut Christus mit uns Menschen. Er bringt uns in die \u201eHerberge\u201c, d.h. in die Kirche. Sie ist das \u201eSanatorium\u201c die \u201eHeil\u001fanstalt\u201c, in der Christus f\u00fcr uns sorgt bis zur g\u00e4nzlichen Heilung von unseren Verwundungen .<\/p>\n<p>Das Gleichnis gibt uns ein wunderbares Bild des Erbarmen Gottes. Doch nun ergeht der Aufruf an uns: \u201eGeh, und handle genauso!\u201c oder wie Jesus an anderer Stelle sagt: \u201eWie ich euch geliebt habt, so sollt auch ihr einander lieben.&#8220; Ganz unmittelbar stehen auch wir vor der Frage: Wer ist mein N\u00e4chster, an dem ich diese heilende, helfende Liebe weiterschenken soll?<\/p>\n<p>Es stellt sich immer die Frage, wie wir mit den Schw\u00e4chen und Fehlern, mit den Verwundungen, Sorgen und N\u00f6ten unserer unmittelbaren Mitmenschen umgehen. Und da wird es vor allem uns G\u00fcte, Freundlichkeit und Geduld sein, die pers\u00f6nliche Opferbereitschaft und die dienende Liebe, die wie \u00d6l und Wein auf die Wunden unserer Mitmenschen sind. \u201eDie Liebe deckt viele S\u00fcnden zu\u201c, sagt der heilige Paulus.<br \/>\nViele Menschen, denen wir heute begegnen, mit denen wir zu tun haben, liegen geistlich gesehen sozusagen halbtot am Wegrand, fern vom Glauben, fern von der Kirche und von den Geboten Gottes, oft sind sie sogar bewusstlos, d.h. sie wissen gar nicht in welchen Zustand sie vor Gott sind. Und nur zu leicht sind wir versucht, daran vorbeizugehen und so zu handeln, wie es Maria von Ebner-Eschenbach einmal beschrieben hat: \u201eMan kann nicht allen helfen, sagt der Engherzige und hilft keinem.\u201c<\/p>\n<p>Der Herr l\u00e4dt uns ein, wie der barmherzige Samariter, d.h. wie er selbst zu sein: \u201eGeh und handle genauso!\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eines der wichtigen Gleichnisse, die Jesus, der Herr, erz\u00e4hlt hat, ist die Geschichte vom Barmherzigen Samariter. 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