{"id":1198,"date":"2009-09-02T15:07:51","date_gmt":"2009-09-02T14:07:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=1198"},"modified":"2009-08-24T15:13:51","modified_gmt":"2009-08-24T14:13:51","slug":"gott-ist-viel-besser-als-wir-denken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=1198","title":{"rendered":"Gott ist viel besser als wir denken"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/werenfried-van-straaten2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1199\" title=\"werenfried-van-straaten2\" src=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/werenfried-van-straaten2.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"267\" \/><\/a>Pater Werenfried van Straaten, der Gr\u00fcnder des internationalen katholischen Hilfswerkes &#8222;Kirche in Not\/Ostpriesterhilfe hat kurz vor seinem Tod 2004 mit 90 Jahren in einem Interview \u00fcber seine Berufung als &#8222;Bettler f\u00fcr Gott&#8220; gesprochen. Im Laufe seines Lebens hat er 3 Milliarden Euro erbettelt und an Notleidende weitergeleitet.<\/p>\n<p>Er erz\u00e4hlte \u00fcber ein Schl\u00fcsselerlebnis, das ihm den Weg zu seiner Berufung zeigte, ein &#8222;Bettler f\u00fcr Gott&#8220; zu werden: &#8222;Als ich noch in der Ausbildung zum Priester war, verbrachte ich einmal eine Woche Urlaub bei meinen Eltern. Mein Vater war Lehrer, meine Mutter war zuhause. Als sie in die Stadt ging, um etwas zu kaufen, hat es geklingelt. Drau\u00dfen stand ein Mann mit einer Geige. Er fing an zu spielen. Ich habe meine Bewunderung ge\u00e4u\u00dfert und ihm gesagt: &#8218;Das haben Sie nicht umsonst gemacht, ich muss schauen, ob ich etwas f\u00fcr Sie habe.&#8216; Ich fand den Geldbeutel meiner Mutter, aber da war nichts drin. Da habe ich gesagt: &#8218;Wir machen etwas anderes.&#8216; W\u00e4hrend er gespielt hat, bin ich die ganze Stra\u00dfe abgegangen, habe \u00fcberall geklingelt und gesagt: &#8218;Das ist ein guter Freund von mir, er will etwas f\u00fcr Sie spielen. Wenn Sie etwas Geld geben wollen, k\u00f6nnen Sie es mir aush\u00e4ndigen, ich gebe es ihm dann.&#8216; Eine halbe Stunde bin ich so mit ihm von Haus zu Haus.&#8220;<\/p>\n<p>Pater Werenfried war von unersch\u00fctterlichen Gottvertrauen erf\u00fcllt, wenn es galt, den Menschen in Not zu helfen. So hat er oft Hilfsgelder zugesagt, die er noch gar nicht gesammelt waren. Das hat ihm am Anfang gro\u00dfe Schwierigkeiten eingebracht. Er erz\u00e4hlt:<\/p>\n<p>&#8222;Es stimmt, ich habe immer das Geld versprochen, bevor ich es hatte. Ich war ja ein armer Mensch, aber mit einem Vertrauen: Wenn Gott von mir verlangt, dass ich eine Not lindere, muss ich es tun, und Er, der mir das in mein Herz gelegt hat, wird mich dann nicht im Stich lassen. Von Gott erwartete ich, dass er in den Herzen meiner Leser und Zuh\u00f6rer die St\u00fcrme der Liebe entfesseln w\u00fcrde, ohne die alle meine Versprechen eitle Angeberei gewesen w\u00e4ren. Die Folge war nicht, dass ich in eine psychiatrische Klinik eingesperrt wurde oder dass mich mein Abt unter Vormundschaft stellte. Die Folge war, dass sich das Evangelium, aus dem ich den Mut f\u00fcr dieses Wagnis gesch\u00f6pft hatte, als zuverl\u00e4ssig erwies. Immer wieder sage ich deshalb meinen Mitarbeitern: Habt Gottvertrauen. Gott ist viel besser als wir denken. Und auch die Menschen sind viel besser als wir denken. Man muss die Menschen blo\u00df davon \u00fcberzeugen, dass sie f\u00fcr das Reich Gottes unentbehrlich sind. Sie warten nur auf das z\u00fcndende Wort, das ihr Herz entflammt. Und dann f\u00e4ngt das Christentum wieder an, das einzige, was uns retten kann.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pater Werenfried van Straaten, der Gr\u00fcnder des internationalen katholischen Hilfswerkes &#8222;Kirche in Not\/Ostpriesterhilfe hat kurz vor seinem Tod 2004 mit <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=1198\">weiterlesen&#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[51],"tags":[],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-22 13:17:25","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1198"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1198"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1198\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1198"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1198"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1198"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}