{"id":1105,"date":"2009-07-29T09:56:53","date_gmt":"2009-07-29T08:56:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=1105"},"modified":"2009-07-29T09:56:53","modified_gmt":"2009-07-29T08:56:53","slug":"berufung-wird-oft-vermittelt-durch-die-mutter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=1105","title":{"rendered":"Berufung wird oft vermittelt durch die Mutter"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/daly-cahal-brendan.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1106\" title=\"daly-cahal-brendan\" src=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/daly-cahal-brendan.jpg\" alt=\"\" width=\"161\" height=\"242\" \/><\/a>Der emeritierte Kardinal Cahal B. Daly aus Irland, der vor einigen Jahren auch in Bregenz zu Gast war, schreibt in seinem Buch: \u201eSchritte auf dem Pilgerweg &#8211; Erinnerungen und Gedanken auch \u00fcber seine Berufung zum Priestertum\u201c. Er macht hier deutlich, wie gro\u00df der Einfluss einer Mutter f\u00fcr die geistliche Berufung sein kann. Er schreibt:<\/p>\n<p>Die Berufung zum Priestertum ist ganz gewiss zun\u00e4chst ein Geschenk Gottes. Ich denke an die Worte des Propheten Jeremia, zu dem der Herr, als er ihn zum Diener seines Wortes berief, sagte:<br \/>\n\u201eNoch ehe ich dich im Mutterleib formte, habe ich dich ausersehen, noch ehe du aus dem Mutterscho\u00df hervorkamst, habe ich dich geheiligt, zum Propheten f\u00fcr die V\u00f6lker habe ich die bestimmt.\u201d (Jer. 1,5)<\/p>\n<p>Menschlich gesehen ist der Ruf Gottes oft durch eine Mutter vermittelt. Dies war in meinem Fall ganz gewiss so. Einige Monate vor ihrem Tod vertraute meine Mutter einer Ordensschwester, welche ihr sehr nahe stand, an, dass sie seit meiner Geburt betete und hoffte, dass ich Priester w\u00fcrde. Doch sprach sie diesen Wunsch nie offen aus. Sie war wohl darum besorgt, meine Entscheidung nicht zu beeinflussen. Und sie hatte wohl auch Angst davor, ihren Sohn zu \u201everziehen\u201d und war immer sehr darauf bedacht, in mir oder in ihren anderen Kindern, keine Neigung zu Stolz oder Wichtigtuerei aufkommen zu lassen. Ich glaube, dass die Hoffnung und das Gebet meiner Mutter um die Berufung zum Priestertum eines ihrer S\u00f6hne bereits begann, als ich noch in ihrem Scho\u00df war. Die Ergebnisse vorgeburtlicher Untersuchungen und moderner Psychologie erlauben uns, \u00fcber die geheimnisvolle Verbundenheit zwischen Mutter und ihrem noch ungeborenen Kind nachzudenken. Die Berufung eines Menschen ist im Willen und Plan Gottes bereits vorgezeichnet, wenn er oder sie noch im Scho\u00df der Mutter ist. Vater und Mutter sind Teil dieses g\u00f6ttlichen Planes.<\/p>\n<p>Wir wissen heute, dass die gesamte Zukunft eines Kindes bereits im Scho\u00df der Mutter Gestalt annimmt. Die Psychologie, besonders die Tiefenpsychologie zeigen uns, wie das noch nicht geborene Kind bereits von der Lebensweise, der inneren Einstellung und der Pers\u00f6nlichkeit der Mutter beeinflusst wird. Wir als Christen w\u00fcrden dazuf\u00fcgen: beeinflusst auch vom Glauben und vom Gebet der Mutter.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der emeritierte Kardinal Cahal B. 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