{"id":1099,"date":"2009-07-29T09:46:37","date_gmt":"2009-07-29T08:46:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=1099"},"modified":"2026-05-01T21:35:30","modified_gmt":"2026-05-01T20:35:30","slug":"gilles-der-bote-marias-fur-den-heiligen-vater","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=1099","title":{"rendered":"Gilles, der Bote Marias f\u00fcr den Heiligen Vater"},"content":{"rendered":"<p>Am 1. Nov. 1950 hat Papst Pius XII. das Dogma von der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel verk\u00fcndet. W\u00e4hrend der Vorbereitungen f\u00fcr die Verk\u00fcndigung des Dogmas hatte der Papst Maria um ein Zeichen gebeten, dass er dieses Dogma verk\u00fcnden soll. Maria hat ihm damals ein Zeichen gegeben durch den f\u00fcnfj\u00e4hrigen Gilles Bouhours, der ihm eine Botschaft der Gottesmutter \u00fcberbracht hat.<\/p>\n<p>Gilles wurde im Nov. 1944 in Bergerac in Frankreich geboren. Seine Eltern waren einfache gl\u00e4ubige Leute. Mit einem Jahr wurde er von einer schweren Gehirnhautentz\u00fcndung durch ein Wunder auf die F\u00fcrsprache der hl. Theresia von Lisieux geheilt. Mit nicht ganz drei Jahren erz\u00e4hlte er seinen Eltern, dass er die heilige Jungfrau gesehen habe, in einem Wald, in dem sie spazieren waren. Immer wieder berichtete er in der Folge davon dass er Maria auch zu Hause gesehen und dass sie mit ihm gesprochen habe.<\/p>\n<p>Im Dez. 1948 bei einer Erscheinung im Wald von Espis gab ihm Maria den Auftrag, er solle zum Stellvertreter Jesu auf Erden gehen, um ihm eine Botschaft mitzuteilen, die Gilles sonst niemand sagen d\u00fcrfe.<\/p>\n<p>Gilles wusste nicht, wer der Stellvertreter Jesu war, sein Vater musste es ihm erst erkl\u00e4ren. Auf sein Dr\u00e4ngen hin fuhren seine Eltern mit ihm im Dez. 1949 nach Rom. Aber da viele andere Leute zusammen mit Gilles bei der Audienz waren, wagte er nicht, etwas von der Botschaft zu sagen, nur dass ihm Maria erschienen war. So fuhren sie unverrichteter Dinge wieder zur\u00fcck. Aber Gilles dr\u00e4ngte weiter, er wollte alleine mit dem Heiligen Vater sprechen. Am 1. Mai 1950 konnte Gilles dem Heiligen Vater endlich alles anvertrauen. \u201cDie Heiligste Jungfrau Maria ist nicht gestorben. Sie ist mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen worden\u2026\u201d, das sollte er dem Papst von Maria ausrichten. Nachdem er seinen Auftrag erf\u00fcllt hatte, konnte er das Geheimnis auch seinen Eltern sagen.<\/p>\n<p>Gilles hatte in der folge noch viele Begegnungen mit Maria. Am 15. August 1958 erschien sie ihm zum letzten Mal. Gilles  hatte den Wunsch, einmal Priester zu werden, aber er ist bereits 1960, mit 16 Jahren gestorben.<\/p>\n<p>Diese Botschaft, die der kleine Gilles dem Heiligen Vater \u00fcberbrachte, ist bemerkenswert, denn es hei\u00dft darin: \u201eDie heiligste Jungfrau ist nicht gestorben.\u201c Es hat im Zusammenhang mit der Vorbereitung des Dogmas unter Theologen die Auseinadersetzung gegeben, ob Maria den Tod genauso erleiden musste wie wir alle, als eine Trennung von Leib und Seele. Unser Sterben und unser Tod ist ja ein widernat\u00fcrlicher und unnat\u00fcrlicher Zerfall unseres Menschseins. Unser Menschsein besteht ja in der Einheit von Leib und Seele. Nach dem Tod lebt nur die Seele des Menschen weiter. Diese Trennung von Leib und Seele tritt ein als eine von Gott verf\u00fcgte Straffolge der Erbs\u00fcnde und unserer S\u00fcnde.<\/p>\n<p>Aber Maria hatte in keiner Weise Anteil an der S\u00fcnde, weder an der Erbs\u00fcnde noch an der pers\u00f6nlichen. In ihr leuchtet uns der paradiesische Zustand des Menschen auf, den er vor dem S\u00fcndenfall hatte, und wir sehen an ihr auch jene Vollendung, die Gott uns im Paradies geschenkt h\u00e4tte. Da es dort den Tod als Zerfall unserer Menschennatur nicht gab, h\u00e4tte uns Gott nach der Vollendung unseres irdischen Lebenslaufes mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen und verkl\u00e4rt. Aber genau das ist es, was Gott an Maria getan hat. Das hat der Heilige Vater auch im Dogma zum Ausdruck gebracht. Er sagt nicht: \u201eNach ihrem Tod wurde sie mit Leib und Seele zur himmlischen Herrlichkeit aufgenommen\u201c, sondern er sagt: \u201enach der Vollendung ihres irdischen Lebens.\u201c Das Ende ihres irdischen Lebens war anders, sie musste nicht sterben, wie Maria es auch durch den kleinen Gilles best\u00e4tigt hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 1. Nov. 1950 hat Papst Pius XII. das Dogma von der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel verk\u00fcndet. 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