{"id":3107,"date":"2012-12-13T15:07:27","date_gmt":"2012-12-13T14:07:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?page_id=3107"},"modified":"2016-04-21T05:47:41","modified_gmt":"2016-04-21T04:47:41","slug":"der-gottselige-bruder-benno-ein-zeuge-des-geheimnisses-der-dreifaltigkeit-gottes-predigt","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?page_id=3107","title":{"rendered":"Der gottselige Bruder Benno \u2013 ein Zeuge des Geheimnisses der Dreifaltigkeit Gottes"},"content":{"rendered":"<h2><a href=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Br-Benno-15.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-3108\" title=\"Br-Benno-15\" src=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Br-Benno-15.jpg\" alt=\"\" width=\"186\" height=\"227\" srcset=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Br-Benno-15.jpg 350w, https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Br-Benno-15-246x300.jpg 246w\" sizes=\"(max-width: 186px) 100vw, 186px\" \/><\/a><\/h2>\n<p>Predigt f\u00fcr die Bruder-Benno-Gedenkmesse, Bregenz\/Rektoratskirche, So., 9. Dez. 2012<\/p>\n<p>Liebe Christen!<\/p>\n<h3><em>Das Kleine als Zeugnis f\u00fcr das Gro\u00dfe<\/em><\/h3>\n<p>Am Ufer des Bodensees kann man bei sehr ruhiger Wasseroberfl\u00e4che beobachten, wie ganz kleine Wellen die Kieselsteine am Ufer lieblich umspielen. Man kann den Blick darauf konzentrieren \u2013 und f\u00fcr einen Augenblick vergessen, dass man am Bodensee steht. Dann machen die kleinen Wellen auf einmal den Eindruck, auch zu einem winzigen beil\u00e4ufigen Gew\u00e4sser geh\u00f6ren zu k\u00f6nnen, vielleicht mit einem oder wenigen Metern Ausdehnung. Bis man dann den Blick vom Spiel der kleinen Wellen wieder erhebt und in die Ferne sp\u00e4t, mehr als vierzig Kilometer weit, \u00fcber die gro\u00dfe Oberfl\u00e4che des Bodensees, die sich bei dunstigem Wetter sogar am Horizont verliert\u2026 Die kleinen Uferwellen erhalten nun eine andere Bedeutung: Obwohl sie so winzig sind wie bei einem unbedeutenden T\u00fcmpel oder Bach, repr\u00e4sentieren sie in diesem Fall eine riesige, ja mit dem blo\u00dfen Auge kaum zu ermessende See-Oberfl\u00e4che.<\/p>\n<p>Wir begehen heute den 87. Todestag des gottseligen Bruders Benno. Von seinem Leben wissen wir nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfig viel. Und immer sind es kleine, allt\u00e4gliche Begebenheiten. Seine Welt hier in Bregenz war die Klosterpforte \u2013 eine ganz kleine Welt. In seiner unversiegbaren Geduld und Freigebigkeit ist er in das Ged\u00e4chtnis eingegangen als der &#8222;gute Bruder Benno&#8220;. Ja, seine kleine Welt mit den Kindern, den Bettlern, den sonstigen Leuten, die pausenlos kamen und gingen, mit dem lieben Wort f\u00fcr jedermann \u2013 sie vermittelt auf den ersten Blick den Eindruck des &#8222;Guten&#8220; und &#8222;Lieben&#8220;, und das l\u00e4uft Gefahr, auf uns fast niedlich zu wirken.<\/p>\n<p>Bewusst wurde deshalb am Anfang eine Betrachtung zum Ufer des Bodensees angestellt. Die lieblichen kleinen Wellen, die Kieselgestein umspielen \u2013 sie k\u00f6nnen in der Tat zu einem kleinen Bachgew\u00e4sser geh\u00f6ren. Aber sie k\u00f6nnen eben auch eine See-Oberfl\u00e4che von 60 Kilometern Ausdehnung repr\u00e4sentieren!<\/p>\n<p>Daher sind wir eingeladen, auch bei dem kleinen guten Bruder Benno gl\u00e4ubig auf der Hut zu sein: Vielleicht ist das Gute und Liebe, das von ihm ausging und die Herzen ber\u00fchrte, gar nicht so niedlich, wie es auf ersten Blick erscheinen mag!<\/p>\n<p>Vor seiner Gestalt beginnt man erst dann vor Achtung stumm zu werden, wenn man das <em>Ganze<\/em> seiner Hingabe im Blick beh\u00e4lt. Dieser einfache Klosterpf\u00f6rtner des Bregenzer Kapuzinerklosters pflegte \u00fcber 18 Jahre hin mit etwa vier Stunden Schlaf oder weniger auszukommen, und zwar auf einem Bett, das ein Mitbruder von ihm, als er es einmal benutzen musste, als Qual empfand. Die F\u00fc\u00dfe von Bruder Benno waren geschwollen und schmerzten chronisch mit teilweise eitrigen Beulen. Seine H\u00e4nde trugen Schwielen; ihre Haut war oft blutig aufgesprungen. Gebunden war er an die Glocke der Klosterpforte, und diese konnte man nicht \u2013 wie heute \u2013 elektrisch abstellen: Nein, unbarmherzig gab sie ihren Klang, sobald nur jemand von au\u00dfen es wollte, und sei es zu unm\u00f6glichen Tages- oder auch Nachtzeiten. Geregelte Pfortenstunden gab es keine, auch des Nachts nicht. Diese Glocke rief ihn mit seinen wehen F\u00fc\u00dfen immer und immer, auch w\u00e4hrend einer einzigen Mahlzeit bisweilen mehrmals. Aber sein Gebetsleben musste darunter nicht leiden: Gewissenhaft sorgte er daf\u00fcr, zu ruhigeren Pfortenstunden, das hei\u00dft am sp\u00e4ten Abend, nachzuholen, was den Tag \u00fcber zu kurz gekommen war. Sein Gesichtsausdruck war stets ein mildes feines L\u00e4cheln, in gar jeder Lage, in der er sich befand.<\/p>\n<p>Dieser Kurz\u00fcberblick gen\u00fcgt zun\u00e4chst. Er gen\u00fcgt, um unwillk\u00fcrlich in uns die Frage aufsteigen zu lassen: Wie nur kann ein Mensch dieser Erde so leben? Nein, so kann beim besten Willen niemand aus eigenem Wollen leben. Vielleicht wird der eine oder andere jetzt antworten: Gottes Gnade wird dem Bruder Benno m\u00e4chtig beigestanden haben. Aber gen\u00fcgt diese Antwort wirklich? Ist das nicht etwas oberfl\u00e4chlich dahergesagt?<\/p>\n<h3><em>Verwurzelung in einem Geheimnis<\/em><\/h3>\n<p>In seinem Lebenslauf gab es ein Geheimnis, das Bruder Benno streng geh\u00fctet und nie preisgegeben hat: das Geheimnis seiner Berufung zum Kapuziner. Diese Berufung hatte er bei einer Pilgerreise nach Rom von Gott empfangen. Um das Ereignis dieser Berufung h\u00fcllt sich v\u00f6lliges Schweigen. Wer aber war er vorher? Matthias Koglbauer \u2013 so war sein Name. Sein Beruf: Nach Weggang aus der nieder\u00f6sterreichischen Heimat war er in Salzburg im Kapuzinerkloster ein vielf\u00e4ltiger Klosterdiener, der f\u00fcr das Kloster auch Erledigungen in der Stadt \u00fcbernahm. Er liebte die Geselligkeit, auch in Gasth\u00e4usern. Das Fechten hatte er gelernt. Im Wort war er schlagfertig und humorvoll, wenn auch stets sehr lauter. Und verliebt war er in eine junge Frau; er dachte auch an Heirat. Freilich, gebetet hatte er auch gerne und viel. Sonst aber liebte er das Binnenleben des Klosters nicht sehr, vor allem nicht das Essen zur Fastenzeit. Soweit eine Kurzbeschreibung des Matthias Koglbauer vor dem Empfang seiner Berufung.<\/p>\n<p>Dann aber sagte er Ja zum Ruf Gottes \u2013 es war kurz nach der Jahrhundertwende. Nun l\u00f6ste sich jede \u00c4u\u00dferung von Vorlieben und Abneigungen auf. Einen h\u00e4rteren inneren Kampf hatte er zwar einmal noch zu bestehen, aber doch wirkte sich an ihm in zielstrebiger Geradheit das unergr\u00fcndliche Geheimnis seiner Berufung aus. Dabei ist er aber menschlich geblieben, frohgemut, humorvoll und nie unnat\u00fcrlich. Aber alles ist fortan getaucht in ein st\u00e4ndig neu und stets gleich gesprochenes Jawort zu allem, was ihm widerfuhr und von ihm verlangt wurde.<\/p>\n<p>Und dies f\u00fchrte die Seele dieses einfachen Kapuzinerbruders immer mehr in die Tiefe des Geheimnisses Gottes hinein. &#8218;Gut&#8216; und &#8218;lieb&#8216; allein war er nicht: Da ist wahrlich nichts zu verharmlosen! Vielmehr lohnt sich die M\u00fche nachzuweisen, wie das Leben von Bruder Benno auf einzigartige Weise ein Abglanz des dreifaltigen Gottes war.<\/p>\n<h3><em>Bruder Benno als<\/em> <em>Zeuge f\u00fcr Gott Vater<\/em><\/h3>\n<p>Als in der schwierigen Zeit nach dem Ersten Weltkrieg der Nahrungsvorrat im Kloster knapp wurde, so dass auch die Mahlzeiten der M\u00f6nche sparsamer werden mussten, musste man den Pfortenbruder darauf aufmerksam machen, dass er den armen Leuten an der Pforte nicht so viel verteilen k\u00f6nne. Wie aber konnte es sein, dass Bruder Benno mit seinem gewohnten milden L\u00e4cheln erwiderte: &#8222;Es wird schon ausreichen&#8220; \u2013 und es reichte aus? Ich denke hier nicht an Brotvermehrungswunder, sondern an das Geheimnis, das seine Person und seine Hingabe einfach st\u00e4ndig umgeben hat und auf subtile Weise alles so einf\u00e4delte, dass es doch immer gerade so sich ausgegangen ist. Diese \u00fcber jede rationale Kalkulationsm\u00f6glichkeit hinausgehende Freigebigkeit \u2013 sie zeigt, dass Bruder Benno in einer Intensit\u00e4t in Gottes Vorsehung verwurzelt war, die \u00fcber das verstandesm\u00e4\u00dfige Berechnen hinausging. Dies aber ist ein Abglanz von Gott Vater: Denn Gott Vater ist die unersch\u00f6pflichen Quelle des Lebens in der Dreifaltigkeit, und Er ist zugleich die nie versiegende Quelle der Gaben seiner Vorsehung f\u00fcr uns Menschen.<\/p>\n<h3><em>Bruder Benno als<\/em> <em>Zeuge f\u00fcr Gott Sohn: Menschwerdung<\/em><\/h3>\n<p>Doch nicht nur Gott Vater spiegelte sich im Geheimnis des Bruder Benno wider: Gehen wir \u00fcber zu Gott Sohn, Jesus Christus. Wir bereiten uns ja wieder vor auf das heilige Weihnachtsfest, auf die kleine Welt der Krippe in Bethlehem. Die Parallele zum Leben von Bruder Benno ist unverkennbar: Seine kleine Welt rund um die Klosterpforte, die er mit unbeirrter Gewissenhaftigkeit versorgte \u2013 sie ist ein Abglanz jener Demut und jenes Gehorsams, den Gott Sohn dem himmlischen Vater gegen\u00fcber erwies, als Er Mensch, ja Kind wurde. Die Selbstbescheidung, die im Leben des Bruder Benno nie auch nur spurenhaft abgeschw\u00e4cht war \u2013 wenn dies ein Mann in besten Jahren aus eigener Kraft anstreben w\u00fcrde, er br\u00e4chte geradezu seine M\u00e4nnlichkeit in Gefahr! Denn ein Mann, egal welchen Charakters er sein mag, braucht von Natur aus wenigstens ein Mindestma\u00df an \u00e4u\u00dferer Entfaltung und Gestaltungsm\u00f6glichkeit. Aber in totaler Selbstbescheidung ein ganz normaler Mensch \u2013 und eben auch Mann \u2013 zu bleiben, das weist hin auf das Geheimnis einer au\u00dferordentlichen Gnade, das macht das Leben von Bruder Benno zum Abglanz der Menschwerdung Gottes.<\/p>\n<h3><em>Bruder Benno als<\/em> <em>Zeuge f\u00fcr Gott Sohn: Kreuz<\/em><\/h3>\n<p>Die Lebenshingabe Jesu Christi gipfelte aber im Opfer des Kreuzes. Wir erw\u00e4hnten bereits die st\u00e4ndig heftig schmerzenden H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe Bruder Bennos: Mag es im Winter noch heftiger gewesen sein als im Sommer \u2013 aber aufs Ganze gesehen springt doch eine Parallele zu den Wundmalen Jesu ins Auge. Und das buchst\u00e4bliche Gefesselt-Sein an den Klang der Pfortenglocke, pausenlos \u00fcber 18 Jahre \u2013 erinnert es nicht daran, dass Jesus durch die N\u00e4gel ans Kreuz gefesselt wurde? Dazu kamen aber noch andere Dem\u00fctigungen: Wenn freche Kinder ihn herausklingelten, oder Sandler die Suppe, die er ihnen brachte, ihm \u00fcber den Kopf gossen, oder scharfe Hunde auf ihn losgelassen wurden und ihm die M\u00f6nchskutte zerrissen \u2013 nie h\u00f6rte man (\u2013 das ist bezeugt! \u2013) auch nur <em>eine<\/em> Spur einer aufgebrachten Reaktion aus Bruder Bennos Mund. Wir stehen hier vor dem Geheimnis einer Hingabe, die Abglanz des erl\u00f6senden Kreuzes Jesu Christi ist.<\/p>\n<h3><em>Bruder Benno als<\/em> <em>Zeuge f\u00fcr Gott Sohn: Auferstehung<\/em><\/h3>\n<p>Auf das Kreuz folgte bei Jesus aber der Ostermorgen, die Auferstehung. Bei Bruder Benno kommt uns hier nun nochmals das milde feine L\u00e4cheln in den Sinn, mit dem er st\u00e4ndig und \u00fcberall zu erleben war. Dieses L\u00e4cheln war Ausdruck einer inneren Erl\u00f6stheit, einer Osterherrlichkeit, die er tief in seiner Seele getragen haben musste. Anders w\u00e4re n\u00e4mlich ein solches L\u00e4cheln in dieser Best\u00e4ndigkeit bei den genannten Strapazen nicht zu erkl\u00e4ren. Die durchdringenden H\u00e4rten seines Lebens schmiedeten sich in ihm immer wieder in eine unsagbare seelische Milde um. In der Seele Bruder Bennos wirkte sich das Ostergeheimnis aus.<\/p>\n<h3><em>Bruder Benno als Zeuge f\u00fcr den Heiligen Geist: Gebetsleben<\/em><\/h3>\n<p>Nun gehen wir noch auf den Heiligen Geist ein. Wie nur, so fragen wir uns noch einmal, kann ein Pfortenbruder nach \u00fcber 10 Stunden strengem Pfortendienst und den anschlie\u00dfenden Abrechnungen, die ihm in drei verschiedenen W\u00e4hrungen abverlangt wurden, zu weit vorger\u00fcckter Nachtstunde ein intensives Gebetsleben beginnen? Nicht selten betete er die Nacht durch. Paulus sagt freilich im R\u00f6merbrief, dass der Heilige Geist in uns spricht mit &#8222;Seufzen, das wir nicht in Worte fassen k\u00f6nnen&#8220;: Genau dies muss sich in der Seele Bruder Bennos in ganz au\u00dfergew\u00f6hnlicher Intensit\u00e4t ausgewirkt haben!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><em>Bruder Benno als Zeuge f\u00fcr den Heiligen Geist: Universalit\u00e4t im Kleinen<\/em><\/h3>\n<p>Aber der Heilige Geist ist auch der Geist der V\u00f6lkervielfalt, des Sprachwunders am Pfingsttag, der Universalit\u00e4t der weltweiten Kirche. Gewiss, Bruder Benno mit seiner kleinen Welt war kein Universalgenie. Er hat die F\u00fclle der Aspekte des Daseins nicht in ein gedankliches System gebracht wie etwa gro\u00dfe Philosophen, oder der Lebensf\u00fclle ein Kunstwerk gewidmet wie bedeutende Maler oder Komponisten. Nein, Bruder Benno hat die F\u00fclle des Daseins <em>still erlitten<\/em>. Das war <em>seine<\/em> Universalit\u00e4t! Die st\u00e4ndigen \u00d6ffnung der Klosterpforte f\u00fcr ausnahmslos alles, was von au\u00dfen auf ihn zukam \u2013 ja, dieses &#8218;f\u00fcr alles&#8216;, das war die wahrhaft katholische Universalit\u00e4t des Bruder Benno. Auch in das internationale Weltgeschehen sollte dies eingespannt sein, bekam er an der Pforte doch die Folgen der Weltwirtschaftskrise deutlich zu sp\u00fcren. Das Weltweite wirkte in die kleine Welt der Klosterpforte direkt hinein, und Bruder Benno trug sein stetes stilles Jawort dazu im Herzen. Das ist wahrlich Abglanz des v\u00f6lkerumspannenden Heiligen Geistes, der im Gro\u00dfen die Kirche zur weltweiten Universalkirche gestaltet und beseelt!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><em>Schluss: Bruder Benno als Kanal des Segens der Dreifaltigkeit<\/em><\/h3>\n<p>Kommen wir zum Schluss unserer Betrachtung. Kleine harmlose Wellen am Ufer \u2013 sie repr\u00e4sentieren bisweilen eben eine riesige Wasseroberfl\u00e4che, die das Auge kaum \u00fcbersp\u00e4hen kann. Die kleine Welt des Bruder Benno \u2013 sie ist ganz entsprechend Abglanz des unergr\u00fcndlichen Mysteriums des dreifaltigen Gottes.<\/p>\n<p>Liebe Schwestern und Br\u00fcder, als Christen werden wir von der heutigen oft antichristlichen Zivilisation systematisch klein gemacht. An das Klein-Werden m\u00fcssen wir uns notgedrungen gew\u00f6hnen. Das macht den gottseligen Bruder Benno f\u00fcr uns so aktuell, ja hochaktuell: Bruder Benno zeigt uns neu auf, dass gerade auch eine kleine Welt die unergr\u00fcndliche Gr\u00f6\u00dfe Gottes in sich tragen und wie einen Kanal in die Zeit hinein vermitteln kann. Ja, Bruder Benno war ein <em>Kanal des Mysteriums Gottes<\/em>. Und er blieb ein solcher Kanal, \u00fcber den Tod hinaus, bis heute! Sein Grab hier in der Kapuzinerkirche bleibt ein Gnadenort seiner F\u00fcrsprache. W\u00fcsste die Bev\u00f6lkerung von Bregenz, welchen Schatz sie mit diesem Grab beheimatet \u2013 Kerzenprozessionen hierher w\u00e4ren keine Seltenheit. Und g\u00e4be es auch nur drei heute lebende Personen, die ebenso Kanal des g\u00f6ttlichen Lebens f\u00fcr unsere Zeit w\u00e4ren \u2013 das ganze L\u00e4ndle w\u00e4re in kurzer Zeit wie verwandelt\u2026 Amen.<\/p>\n<p align=\"right\">P. Johannes Nebel FSO<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigt f\u00fcr die Bruder-Benno-Gedenkmesse, Bregenz\/Rektoratskirche, So., 9. Dez. 2012 Liebe Christen! 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