Der hl. Charbel Makhlouf (1828–1898) war ein libanesischer Mönch und Priester des maronitischen katholischen Ritus. Er stammte aus einer armen Bauernfamilie und trat mit 23 Jahren ins maronitische Kloster in Maifouq ein. Er führte ein besonders strenges Büßerleben, kniete Nacht für Nacht betend vor dem Tabernakel, auch großer Kälte trotzend. 1875 zog er sich in eine Einsiedelei nahe bei seinem Kloster zurück. Er wurde am 1977 von Papst Paul VI. heilig gesprochen und wird von vielen Gläubigen als „himmlischer Arzt“ verehrt.
Seit Anfang 2026 wurden zwei neue Wunder gemeldet, die der Fürsprache des hl. Charbel zugeschrieben werden – eines in den Vereinigten Staaten, das andere im Libanon. Über 30.000 gemeldete Wunder werden dem „himmlischen Arzt“ inzwischen zugeschrieben.
Die Anwältin Georgianne Walker, geboren 1975 in South Bend, Indiana (USA), berichtete, dass sie sich im Dezember 2024 einer Bauchoperation unterzog, die kurz darauf zu einer schweren Infektion im Unterbauch führte. Zehn Monate lang mussten bei ihr aufgrund ständiger Blutungen die Verbände täglich gewechselt werden. Da keine Besserung an der entzündeten Wunde eintrat, entschied der Chirurg schließlich, dass eine zweite Operation zur Entfernung des entzündeten Gewebes notwendig sei, und vereinbarte einen Operationstermin.
Im September 2025, so berichtet Walker, besuchte sie ein libanesischer Freund, George Issa, der drei Jahre zuvor durch die Fürsprache des heiligen Charbel Heilung erfahren hatte. Issa brachte ihr ein kleines Fläschchen mit Öl, das mit einer Reliquie des heiligen Charbel geweiht wurde.
Walker berichtete, dass die Wunde nach dem Gebet und dem Auftragen des Öls vollständig verheilte. Sie erlangte ihre volle Gesundheit zurück und benötigte die geplante Operation nicht mehr. Sie betonte, dass sie die Heilung der Fürsprache des heiligen Charbel zuschreibt und dankte sowohl dem Heiligen als auch Issa für diesen Wendepunkt in ihrem Leben.
Die zweite gemeldete Heilung in diesem Jahr betrifft Racha Charbel (nicht verwandt mit dem Heiligen), geboren 1987 in Jezzine, einer Bergstadt im Südlibanon. Am 1. Oktober 2025 wurde Racha mit starken Rückenschmerzen ins Krankenhaus eingeliefert. Eine MRT-Untersuchung ergab einen Tumor an ihrer Wirbelsäule.
Ein vorläufiger Einweisungstermin wurde für den 7. Januar 2026 festgelegt. Racha berichtete, dass sie ein Bild des heiligen Charbel über ihrem Bett hatte. In der Nacht zum 6. Januar legte sie ihre Hand auf das Bild, betete um Heilung und schlief dann ein. Am Morgen des 7. Januar ging sie zum MRT ins Krankenhaus. Der Tumor war vollständig verschwunden. Laut Racha erklärte ihr der Arzt, dass es dafür keine medizinische Erklärung gäbe und dass diese Art von Tumor ohne einen chirurgischen Eingriff nicht verschwinden würde. Später erklärte sie, dass diese Erfahrung ein Wendepunkt in ihrem Leben gewesen sei und ihren Glauben vertieft habe.