Gibt es unvergebbare Sünden?

herz-jesu-05Die barmherzige Liebe des Herrn ist unendlich groß. Deshalb gibt es keine unvergebbare Sünde für einen Menschen, der seine Sünden wirklich vor Gott bereut.

Wenn Jesus von der Sünde gegen den Heiligen Geist spricht („… wer aber den Heiligen Geist lästert, der findet in Ewigkeit keine Vergebung, sondern seine Sünde wird ewig an ihm haften“ Mk 3,29), dann heißt das nicht, dass es bestimmte Sünden gibt, die dem Menschen nicht vergeben werden könnten, sondern es geht hier um die Haltung der Unbußfertigkeit, mit der sich der Mensch gegen die Barmherzigkeit Gottes, gegen den Heiligen Geist der Liebe verschließt, ihn verachtet oder sogar lästert. Wer also um seine Sünde weiß, sich aber von ihr nicht abwenden und umkehren will, wer sich darin verhärtet, der kann tatsächlich nicht losgesprochen werden, dem können die Sünden nicht vergeben werden. Wenn er in dieser Haltung verharrt und stirbt, so gibt es für diesen Menschen keine Rettung mehr. Wenn er aber von der Unbußfertigkeit in diesem Leben – auch wenn es im letzten Augenblick wäre – ablässt und seine Sünden bereut und der Schlüsselgewalt der Kirche unterwirft, so gilt für ihn selbstverständlich auch der Sündennachlass. Aber diese Gnade muss oft von Gott durch andere für solche Sünder erbeten werden.

 

Wenn du mein Kind sein willst …

maria-claudeAm 8. Dez. feiert die Kirche das Hochfest der unbefleckten Empfängnis Mariens. In der Wundertätigen Medaille, die Maria uns durch eine Offenbarung an die hl. Katharina Laboure geschenkt hat, wird das Geheimnis ihrer Gnadenmittlerschaft dargestellt. Sie als die Unbefleckte Empfängnis zertritt der Schlange den Kopf und von ihren Händen gehen die Strahlen der Gnade aus. Auf der Medaille steht geschrieben: „O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns, die wir zu dir unsere Zuflucht nehmen.“

Viele große Gnadenwunder hat Gott durch diese Medaille gewirkt. Eine besonders ergreifende Begebenheit über das Wirken Mariens hat der Steyler Missionar P. Robert O’Leary SVD (1911-1984) aus seiner Erfahrung als Gefängnisseelsorger erzählt.

Claude Newman (1923-1944), ein Schwarzer, der bei seiner Großmutter auf den Baumwollplantagen in der Nähe der Stadt Vicksburg in Mississippi (USA) aufgewachsen war, hatte als 19-jähriger seinen Stiefgroßvater erschossen, weil er nicht mitansehen konnte, wie dieser Mann seine geliebte Großmutter misshandelte. Er wurde eingesperrt und zum Tod auf dem elektrischen Stuhl verurteilt.

Eines Tages entdeckt Claude bei einem seiner Mithäftlinge ein ovales Blättchen, das jener an einem Bindfaden um den Hals hatte. Als Claude ihn nach der Bedeutung dieses Blättchens fragte, riss dieser sich die Medaille vom Hals und warf sie fluchend vor Claudes Füße. Es war eine Wundertätige Medaille. Claude hängte sie sich nun als Schmuck um seinen Hals.

In jener Nacht wurde Claude durch eine Berührung am Handgelenk geweckt, und da stand neben ihm, wie er später erzählte „die schönste Frau, die Gott je geschaffen hat.“ Sie sagte zu ihm: „Wenn du mich zur Mutter haben möchtest, und wenn du mein Kind sein willst, so lass einen Priester der katholischen Kirche rufen.“

So wurde P. O’Leary zu Claude gerufen. Claude war nicht getauft, hatte keine Ahnung vom Glauben und konnte auch nicht lesen und schreiben. Aber mit größtem Eifer begann er nun sich im Katechismusunterricht auf die Taufe vorzubereiten. Die Begeisterung Claudes steckte auch einige seine Mithäftlinge an.

Am 16. Jän. wurde Claude getauft und am 20. Jän. 1944 sollte die Hinrichtung vollzogen werden. Die Wärter und die Gefängnisleitung hatten noch nie einen Verurteilten gesehen, der sich auf seine Hinrichtung so freute, wie Claude es tat. Aber 15 Minuten vor dem Termin kam der Bescheid, dass die Hinrichtung noch einmal 14 Tage aufgeschoben würde. Claude war enttäuscht. Er sagte: „Ach, ihr versteht gar nichts! Hättet ihr jemals ‚ihr‘ Gesicht gesehen und in , ‚ihre‘ Augen geschaut, so würdet ihr keinen einzigen Tag länger leben wollen. Was nur habe ich in den vergangenen Wochen falsch gemacht?“, fragte er den Priester, „dass Gott mir meinen Heimgang verweigert? Warum nur muss ich noch zwei Wochen auf Erden bleiben?“

Auf den Rat von P. O’Leary hin begann nun Claude für seinen Mithäftling James Hughs zu beten und zu opfern, der gänzlich verhärte, immer gegen Gott und die Kirche fluchte, der Claude immer hasste und unter dem Claude auch viel zu leiden hatte.

Mit diesem Gebet und Opfer waren seine letzten Tage gefüllt. Und so opferte Claude auch sein Sterben für ihn auf.

Drei Monate später war die Hinrichtung von James Hughs. Fluchend und voll Hass saß er schon auf dem elektrischen Stuhl. In letzter Sekunde aber rief er plötzlich nach eine Priester. Pater O’Leary war sofort zur Stelle. So konnte Huges noch beichten. Der Grund für seine Sinnesänderung: Claude war ihm erschienen – hinter ihm stand Maria – und sagte, dass er für ihn gebetet und geopfert hat.

Belehrt durch die Gottesmutter

Pater O’Leary, der im Gefängnis Claude Newman und seinen Mitgefangenen Glaubensunterricht gab, bemerkte, dass Claude auch von der Gottesmutter unterrichtet wurde, die ihm in seiner Zelle in der Nacht öfter erschien.

Als P. O’Leary die Beichte besprechen wollte, sagt Claude: „Darüber weiß ich Bescheid! Die Dame hat mir gesagt, dass wir, wenn wir zur Beichte gehen, nicht vor dem Priester niederknien, sondern vor dem Kreuz ihres Sohnes. Und wenn uns unsere Sünden wirklich leidtun und wir sie bekennen, fließt das Blut, das Er für uns vergossen hat, über uns und wäscht uns rein von allen Sünden.“ Und seine Kameraden ermutigte er: „Habt keine Angst zu beichten! Ihr sagt eure Sünden wirklich Gott und nicht dem Priester. Wisst ihr, die Gottesmutter hat mir erklärt: Wir sprechen durch den Priester zu Gott, und Gott spricht durch den Priester zu uns zurück.“

Auch über die Eucharistie belehrte ihn Maria: „Die Gottesmutter sagte mir, dass die Hl. Kommunion nur für mein Auge wie ein Stück Brot aussieht, dass die weiße Hostie aber wirklich und wahrhaftig Ihr Sohn ist. Sie erklärte mir auch, dass Jesus nur für kurze Zeit auf diese Weise in mir sein wird, und zwar genau so, wie Er damals in ‚ihr‘ war, ehe Er in Betlehem geboren wurde. Deshalb solle ich die Zeit mit Ihm gleich verbringen, wie sie es ein Leben lang tat: Ihn liebend, Ihn anbetend, Ihn preisend und um Seinen Segen bittend und Ihm dankend. Ich solle mich in diesen Minuten um niemanden und nichts anderes kümmern, sondern die Zeit mit Ihm allein verbringen.“

 

Die Situation der Prüfung hat ihren Glauben gestärkt

pater-mÜber die Lage der Christen in Syrien in den vom ‚Islamischen Staat‘ besetzten Gebieten wird in den Medien wenig berichtet.

Der französische Priester Pater Jacques Mourad, Prior eines syrisch-katholischen Klosters in der Stadt Karjatain, die im Gebiet des IS liegt, gibt uns in seinen Berichten ein wenig Einblick in die Situation und in das, was er selbst erlebt hat.

Am 21. Mai 2015 wurde er und ein Mitbruder seines Klosters von IS-Terroristen entführt und als Geisel genommen. In Raqqa, einer IS-Hochburg wurde er drei Monate gefangen gehalten.

Mourad sagte, während dieser Zeit hätten sie genug zu essen erhalten und seien medizinisch versorgt worden. Aber „fast täglich haben mich verschiedene IS‑Wachen in meiner Zelle besucht und mich gefragt: ‚Wer bist Du?‘ Ich antwortete: ‚Ich bin Christ.‘ ‚Dann bist Du ein Ungläubiger‘ ‑ schrien sie mich an – ‚wenn Du nicht bald zum Islam konvertierst, werden wir Dich mit dem Schwert umbringen‘. Doch je mehr die Zeit verging, umso mehr verspürte ich plötzlich eine große innere Ruhe. Ich hatte keine Angst mehr vor meinem bevorstehenden Tod. Sollte ich sterben, war mir wohl bewusst, dass ich von den vielen hingerichteten christlichen Märtyrern weder der erste noch der letzte sein würde …“

Im August wurde er nach Palmyra gebracht, wo er dann mit 250 Christen zusammen war, die dort gefangen gehalten wurden. Er konnte mit Gefangenen in einem unterirdischen Schlafsaal sogar Gottesdienste feiern.

„Die Christen“, so Pater Murad, „beschäftigten sich oft mit ihrem Glauben und der christlichen Lehre und konvertierten trotz des großen Drucks nicht zum Islam. Sie beteten treu den Rosenkranz und diese Situation der Prüfung hat ihren Glauben gestärkt und auch meinen eigenen Glauben als Priester. Es ist, als ob ich neu geboren worden wäre.“

Am 10. Oktober 2015 konnte er aus der Gefangenschaft des IS freikommen. „Ich habe mich getarnt und bin, mit Hilfe eines muslimischen Freundes, am vergangenen Samstag von Karjatain mit einem Moped geflüchtet. Jetzt versuche ich, gemeinsam mit einem orthodoxen Priester und muslimischen Freunden, auch die anderen gefangenen Christen zu befreien. Gerade heute haben es weitere 40 Christen geschafft, aus der Haft zu entkommen. Ich möchte mich bei allen bedanken, die intensiv auch für mich gebetet haben. Es ist ein echtes Wunder, dass sich ein Priester aus den Fängen des IS überhaupt befreien konnte.“

Pater Mourad möchte auch andere Christen aus Karjatain zum Gehen bewegen. Viele Christen wollten bleiben, weil sie keinen anderen Ort hätten. „Manche können nicht akzeptieren, vertrieben zu sein, und wollen lieber zu Hause sterben. Andere sind überzeugt, dass der Islamische Staat, mit dem sie einen Vertrag haben, sie schützt“. Derzeit lebten noch rund 160 Christen in Karjatain. „Wir bitten Gott, sie zu schützen, denn die Stadt ist ein gefährliches Schlachtfeld. Es gibt keinen Schutz, nirgendwo ist es sicher“ sagte Pater Mourad.

 

Ich bin eure erbarmungsreiche Mutter

Guadalupe2Am 12. Dezember feiert die Kirche den Gedenktag Unserer Lieben Frau von Guadalupe. Vom 9. bis zum 12. Dezember 1531 erschien am Stadtrand von Mexiko-Stadt dem hl. Indio Juan Diego viermal Maria. Sie offenbarte sich ihm als „die immerwährende heilige Jungfrau Maria, die Mutter des einzig wahren heiligen Gottes, des Leben spendenden Schöpfers aller Menschen.“ Maria wünschte, dass an dieser Stelle eine Kapelle errichtet werden solle, denn sie wolle den Menschen dort ihre Liebe als mitleidvolle Mutter zukommen lassen. Der Bischof, dem Juan Diego den Wunsch Mariens mitteilte, forderte ein Zeichen. Als tags darauf der Indio vor dem Bischof seinen Mantel mit blühenden Rosen ausbreitete, die mitten im Winter auf dem Platz der Erscheinung gewachsen waren, wurde auf seinem Mantel das Gnadenbild sichtbar.

Nach allen wissenschaftlichen Untersuchungen, die man in unserer Zeit an diesem Bild durchgeführt hat, gibt es keine natürliche Erklärung für das Entstehen dieses Bildes. Auf dem Gewebe sind keine Farbestoffe und keine Pinselstriche zu finden. Es ist auch nicht erklärbar, wie der Mantel und das Bild heute nach fast 500 Jahren in so ursprünglicher Frische bestehen können. Durch eine starke fotografische Vergrößerung der Augen wurde entdeckt, dass sich in der Hornhaut der Augen die Szene mit allen Personen widerspiegelt, die damals bei der Entstehung des Bildes dabei waren. Es sind sogar die Gesichtszüge des Bischofs erkennbar, wie er auch auf Bildern aus dieser Zeit dargestellt wurde.

Durch das Erscheinen der Gottesmutter in diesem Bild, das sie als die mit der Sonne bekleidete Frau, die ein Kind erwartet, aus der Apokalypse des Johannes darstellt, haben sich etwa acht Millionen Indios zum katholischen Glauben bekehrt. Maria hat damals zum hl. Juan Diego gesagt: „Ich bin eure erbarmungsreiche Mutter, die Mutter aller Menschen, all jener, die mich lieben, die zu mir rufen, die Vertrauen zu mir haben. Hier will ich auf ihr Weinen und ihre Sorgen hören und will ihre Leiden, ihre Nöte und ihr Unglück lindern und heilen.“

 

Jesus heißt: Gott rettet

jesuskind„Gott will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen“ (1 Tim 2,4). Dazu hat er seinen Sohn, Jesus Christus, in die Welt gesandt. Viele Christen sind in Syrien als Märtyrer für Christus gestorben. Aber dieses Blut der Märtyrer ist auch der Same für neue Christen, die auch aus den Reihen derer kommen, die Christus verfolgt haben. Jesus will auch seine Feinde retten.
Von einem Kämpfer des IS wird aus zuverlässiger Quelle berichtet. Genau wie viele andere Kämpfer hat er Menschen getötet, darunter besonders auch viele Christen. Unvorstellbar war, dass er sogar Freude beim Töten hatte, wie er später sagte. Aber einmal passierte ihm etwas, das er nicht verstehen konnte. Kurz bevor er einen Christen tötete, sagte dieser zu ihm: „Ich weiß, dass du mich töten wirst, doch ich gebe dir meine Bibel.“
Aus irgendeinem Grund hat er diese Bibel mitgenommen. Heimlich las er darin. Und danach passierte es, dass er mehrfach von einem „Mann in Weiß“ träumte, der zu ihm sagte: „Du tötest mein Volk!“ Und in den nächsten Tagen fühlte er sich immer schlechter bei dem, was er tat. In einem weiteren Traum lud dieser Mann ihn ein, ihm nachzufolgen. Der IS Kämpfer kehrte um und wurde Christ. Von einem anderen IS Kämpfer wird berichtet: Er wurde in der östlichen Grenzregion Syriens von seinen Leuten als tot geglaubt liegengelassen. Ein katholischer Dominikanerpriester fand ihn später und kümmerte sich um ihn, als er sah, dass er noch gar nicht tot war. Dieser Mann berichtet von einer Nahtoderfahrung. Er musst in die Hölle gehen und dort die Schmerzen erleiden, die er anderen Menschen zugefügt hatte. Er musste sogar die Enthauptungen seiner Opfer durch ihre eigenen Augen miterleben. Dann sprach Gott zu ihm und gab ihm eine zweite Chance. Er durfte wählen, wieder zum Leben zurückzukommen, um für seine Sünden Buße zu tun und den Weg Gottes zu gehen. Das nahm er an. Auch er kehrte um zum Glauben an den wahren Gott.

Was aber Gott verbunden hat

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Der aus Philadelphia (USA) stammende Künstler Neilson Carlin hat diese Ikone der Heiligen Familie gemalt anlässlich des Welttreffens der Familien, das im Sept. 2015 in Philadelphia stattfindet. Quelle: http://www.neilsoncarlin.com/portfolio.html

Papst Franziskus hat für dieses Jahr erneut zu einer Bischofssynode eingeladen. Vom 4. bis 25. Oktober 2015 trifft die XIV. ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode unter dem Thema „Die Berufung und Sendung der Familie in Kirche und Welt von heute“ in Rom zusammen.

Von vielen Vertretern und Gruppierungen der Kirche wird erwartet, dass sich die Kirche in ihrer Ehemoral an die Welt von heute anpassen müsse. Denn die Mehrheit der Katholiken denke heute bezüglich der Unauflöslichkeit der Ehe anders, als die Kirche es bisher gelehrt hat, so wird behauptet.

Aber die Lehre der Kirche über die Unauflöslichkeit der Ehe, die Jesus Christus selbst begründet hat, kann nicht relativiert oder verändert werden, auch nicht von einer Bischofssynode, sondern die Kirche hat die Aufgabe, die unverfälschte Lehre zu jeder Zeit neu zu verkünden, damit sich die Gläubigen daran orientieren und halten können.

Im Evangelium vom 27. Sonntag im Jahreskreis (Mk 10, 2-16), das gerade am 4. Oktober, dem ersten Tag der Synode in der hl. Messe gelesen wird, legt uns Jesus eine ganz eindeutige Lehre vor.

Die Pharisäer haben ihn in heuchlerischer Absicht gefragt. „Darf ein Mann seine Frau aus der Ehe entlassen?“ Mose hatte ja im Gesetz die Ehescheidung erlaubt. Doch Jesus deckt hier den wahren Grund für dieses Gesetz auf: „Nur weil ihr so hartherzig seid, hat er euch dieses Gebot gegeben. Am Anfang der Schöpfung aber hat Gott sie als Mann und Frau geschaffen.“ Und durch die Ehe werden sie ein Fleisch, das heißt, zu einer unauflöslichen Einheit verbunden. Und deshalb  betont Jesus: „Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen.“ Als ihn die Jünger noch einmal zu diesem Thema befragen, benennt er ganz klar, was Sünde ist: „Wer seine Frau aus der Ehe entlässt und eine andere heiratet, begeht ihr gegenüber Ehebruch. Auch eine Frau begeht Ehebruch, wenn sie ihren Mann aus der Ehe entlässt und einen anderen heiratet.“ Das ist die Ordnung, die für das Reich Gottes gilt. Es ist bemerkenswert, dass im Anschluss an diese Worte des Herrn über die Ehe Kinder zu Jesus gebracht werden. Sie sind die wunderbarste Frucht der Ehe. Er will, dass sie zu ihm kommen, damit er sie segnen kann. Und Jesus stellt uns die Kinder als Beispiel vor Augen. „Wer das Reich Gottes nicht so annimmt, wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen.“

Die Probleme, die sich in der heutigen Zeit für uns als getaufte Christen vor allem im Bereich der Ehe ergeben, scheinen menschlich gesehen unlösbar zu sein. Aber jeder Christ, gleich in welcher Situation er sich befindet, wird die Hilfe und Barmherzigkeit des Herr erfahren, wenn er sucht, sich zu bekehren und mit kindlichem Herzen die Lehre Christi zu befolgen.

 

Kunst zur Ehre Gottes und zum Aufbau der Kirche

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Quelle: http://www.neilsoncarlin.com

Der aus Philadelphia stammende Künstler Neilson Carlin, der die Ikone der Heiligen Familie (siehe Seite 1) gemalt hat, erzählte in einem Interview über seinen Bekehrungsweg zur katholischen Kirche. Auch seine Einstellung zur Kunst und zum Malen haben durch den katholischen Glauben eine neue Richtung bekommen. Seine größte Freude ist es nun, wenn er seine Talent für den Aufbau der Kirche und zur Ehre Gottes einsetzen kann.

Welchen Haltung sich aber in vielen Fällen hinter der sogenannten „modernen Kunst“ verbirgt, das hat der berühmte Maler Pablo Picasso in einem sehr offenen Selbstbekenntnis dargelegt:

„Seit die Kunst nicht mehr die Nahrung der Besten ist, kann der Künstler seine Talente für alle Wandlungen und Launen seiner Phantasie verwenden. Alle Wege stehen einem intellektuellen Scharlatanismus offen. Das Volk findet in der Kunst weder Trost noch Erhebung. Aber die Raffinierten, die Reichen, die Nichts­tuer und die Effekthascher suchen in ihr Neuheit, Seltsamkeit, Originalität, Verstiegenheit und Anstößigkeit. Seit dem Kubismus, ja schon früher, habe ich selbst alle diese Kritiker mit zahllosen Scherzen zufriedengestellt, die mir einfielen und die sie um so mehr bewunderten, je weniger sie ihnen verständlich waren. Durch diese Spielereien, diese Rätsel und Arabesken habe ich mich schnell berühmt gemacht. Und der Ruhm bedeutet für den Künstler: Verkauf, Vermögen, Reichtum. Ich bin heute nicht nur berühmt, sondern auch reich. Wenn ich aber allein mit mir bin, kann ich mich nicht als Künstler betrachten im großen Sinne des Wortes. Große Maler waren Giotto, Tizian, Rembrandt und Goya. Ich bin nur ein Spaßmacher, der seine Zeit verstanden hat und alles, was er konnte, herausgeholt hat aus der Dummheit, der Lüsternheit und Eitelkeit seiner Zeitgenossen.“ (Aus: Libro Nero von Giovanni Papini)

Hl. Theresia von Lisieux – Ein kleiner Funke

TheresiaLisDie hl. Theresia von Lisieux, deren Gedenktag wir am 1. Oktober feiern, erzählt: „Schwester Maria von der Eucharistie wollte die Kerzen für eine Prozession anzünden. Sie hatte aber kein Streichholz dabei. Da sah sie das kleine Licht, das vor den Reliquien brannte und ging darauf zu. Doch sie fand es halb erloschen. Dennoch gelang es ihr, ihre Kerze daran zu entzünden, und so konnte durch diese Kerze jene der Kommunität entzündet werden. … Genauso ist es im Hinblick auf die Gemeinschaft der Heiligen. Ohne es zu wissen, haben wir oft die Gnaden und Erleuchtungen, die wir empfangen, einer verborgenen Seele zu verdanken, weil Gott will, dass die Heiligen sich die Gnade gegenseitig durch das Gebet vermitteln, damit sie sich im Himmel mit großer Liebe begegnen.
Ja, ein ganz kleiner Funke kann große Lichter in der gesamten Kirche entstehen lassen wie Gelehrte und Martyrer, die im Himmel zweifellos viel höher als er sein werden.“

Unsere Liebe Frau vom guten Erfolg – Eine Botschaft für unsere Zeit

Maria-ULF-vom-guten-ErfolgIn Quito, der Hauptstadt der südamerikanischen Republik  Ecuador befindet sich das Marienheiligtum „Nuestra Señora de El Buen Suceso“ (‚Unsere Liebe Frau vom guten Erfolg‘ – guter Erfolg bezieht sich auf die Geburt eines Kindes).
Am 16. Januar 1599  erschien Maria der Ordensschwester Mutter Mariana de Jesus Torres. Sie war die Mitbegründerin der franziskanischen Gemeinschaft von der Unbefleckten Empfängnis. Maria offenbarte sich als „Unsere Liebe Frau vom guten Erfolg“ und wünschte, dass nach dem Bild, das Sr. Mariana sah, eine Statue für die Klosterkirche angefertigt werden solle.

Ein Bildhauer begann diese Statue Mariens mit dem Jesuskind zu schnitzen, sie wurde aber durch ein Wunder vom hl. Franziskus und von den drei Erzengeln fertig gestellt. Auf die Fürsprache Mariens sind in diesem Heiligtum, das 1611 vom Bischof eingeweiht wurde, viele Wunder geschehen. Maria hat dieser mystisch begnadeten Schwester bis zu deren Tod am 16. Januar 1635 viele Mitteilungen über die künftigen Zeiten gemacht, vor allem auch über das 20. Jahrhundert; und Sr. Mariana hat auf Einladung Mariens hin viele schwere Leiden auf sich genommen zur Sühne für das 20. Jhd.

Sowohl die Erscheinung Mariens und ihre Botschaften, die sie Sr. Mariana übergeben hat, als auch das Wunder an der Statue wurden kirchlich untersucht, bestätigt und anerkannt. Diese Erscheinung und die Prophezeiungen der Gottesmutter sind aber kaum über Ecuador hinaus bekannt geworden. Erst durch den Seligsprechungsprozess, der 1986 für Sr. Mariana eingeleitet worden ist, wurden diese Prophezeiungen einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht.

Einige Aussagen, die hier wiedergegeben werden, beleuchten vor allem die heutig Situation der Familie. Maria spricht hier schon von den Freimaurern, die erst hundert Jahre später (1717) gegründet worden sind. Sie sagt:

„Gegen das Ende des 19. Jahrhunderts und während eines großen Teils des 20. Jahrhunderts werden verschiedene Irrlehren entstehen und das Erdenrund wird republikanisch sein.“

„Der Geist der Unreinheit wird in jenen Zeiten herrschen; die Atmosphäre wird von diesem unsauberen Geist erfüllt sein, eine Schmutzflut auf Straßen, Plätzen und an öffentlichen Orten, so dass es auf der Welt keine jungfräulichen Seelen mehr gibt.“

„Das Sakrament der Ehe, das die Vereinigung Christi mit der Kirche symbolisiert, wird schwer angegriffen und entweiht werden. Die Freimaurerei, die dann regiert, wird ungerechte Gesetze einführen, die darauf abzielen dieses Sakrament auszulöschen. Sie erleichtern es allen, in Sünde zu leben, und so vervielfacht sich die Geburt von unehelichen Kindern, die ohne den kirchlichen Segen sind.“

„Der christliche Geist wird rasch zerfallen, das kostbare Licht des Glaubens wird erlöschen, bis der Punkt erreicht ist, dass es zu einer fast vollständigen und allgemeinen Verderbnis der Sitten kommt. In diesen unglücklichen Zeiten, wird es einen ungezügelten Luxus geben, der unzählige frivole Seelen, die verloren gehen, erobern wird.“

„Bei den Kindern wird man fast keine Unschuld mehr finden, noch Bescheidenheit bei den Frauen.“

„Satan wird durch die Freimaurer-Sekten herrschen, er wird vor allem die Kinder verderben, um den allgemeinen Zerfall zu erreichen.“

Wir sehen heute, wie das alles Realität geworden ist.

 

Der Sieg Mariens

mtorresDie Gottesmutter Maria hat vor fast 400 Jahren der Ordensschwester Mutter Mariana de Jesus Torres die schlimmen Zustände des 20. Jahrhunderts geoffenbart. Aber sie hat ihr auch den Sieg verheißen, den Maria durch alle Läuterungen hindurch erringen wird. Sie sagt:

„Es werden unglücklich Zeiten kommen, in denen diejenigen, die furchtlos die Rechte der Kirche verteidigen sollten, sich – trotz des Lichtes das sie haben – blenden lassen und den Feinden der Kirche die Hand reichen und nach ihrer Pfeife tanzen. Aber wenn das Böse zu triumphierenden scheint, die Autorität ihre Macht missbraucht, alle Arten von Ungerechtigkeit begeht und die Schwachen unterdrückt, dann wird ihr Untergang nahe sein. Sie werden fallen und am Boden zerstört.“

„Um von der Sklaverei der Irrlehren befreit zu werden, müssen jene Menschen, die von der barmherzigen Liebe meines Sohnes zur Erneuerung der Kirche bestimmt sind, große Willenskraft, Ausdauer, Mut und Gottvertrauen haben. In jenen Zeiten, in denen alles verloren und gelähmt zu sein scheint, werden der Glaube und das Vertrauen dieser Gerechten erprobt. Aber das wird der glückliche Anfang einer vollkommenen Erneuerung sein.“

„Meine Stunde wird kommen, in der ich in einer erstaunlichen Weise den stolzen Satan stürzen, ihn unter meinen Füßen zertreten und ihn im höllischen Abgrund anketten werde, so dass die Kirche und das Land frei wird von dieser grausamenTyrannei.“