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Geschichten


Ein Gefängnisseelsorger berichtet: Im Gefängnis, in dem er arbeitete, saß ein Schwerverbrecher seine lebenslange Strafe ab. Er war voller Hass und Bitterkeit, verschlossen und grob. Immer wieder versuchte der Seelsorger, mit ihm zu sprechen und ihm nahezukommen. Er wurde getreten, angespuckt, bekam das Essen ins Gesicht geschüttet und Flüche an den Kopf geworfen. Siebzehn lange [mehr ...]

“Als ich zehn Jahre alt war,” so schrieb der evangelische Theologe Helmut Thielicke, “hatten wir in unserer Klasse einen Jungen, den wir gar nicht leiden mochten. Er war ein Streber, ein Angeber und Versager bei unseren heftigen Prügeleien. Eines Tages hatten wir – grausam und bedenkenlos, wie Kinder sind – beschlossen, ihm zu seiner Abhärtung [mehr ...]

Viele Menschen verlassen sich in Fragen des ewigen Heiles auf ihre eigenen Meinungen, Erfahrungen und Gefühle. Sie sind der Auffassung, dass sowieso alle in den Himmel kommen. Gott ist gut, und sie werden böse, wenn man von der Hölle redet. Aber in Fragen des Heiles dürfen wir uns nicht auf gute Gefühle verlassen, sondern müssen [mehr ...]

Als Gott die Welt erschaffen hatte, freute er sich über alle seine Werke. Jedes Wesen hatte seine Bestimmung und alle Geschöpfe lebten fröhlich in ihrer Eigenart. Nur das Lamm lag traurig vor dem Throne Gottes und konnte die Freude der anderen Geschöpfe nicht teilen. Gott bemerkte das Leid des Lammes und fragte es: “Was fehlt [mehr ...]

“Das Leben selber in die Hand nehmen” – das ist etwas Wichtiges. Wir sollen unsere Gaben und Fähigkeiten gebrauchen. Aber etwas noch Größeres ist es, wenn wir uns der Hand Gottes überlassen, alles von ihm erwarten und alles annehmen, was er uns zuteilt. Er kann uns viel Größeres geben, als wir uns vorstellen. Unserem himmlischen [mehr ...]

Eines Tages kam ein Mönch zu einem seiner ältesten Mitbrüdern. Er wollte einen Ratschlag bezüglich seines weiteren Weges bekommen. “Ich glaube, ich kann nicht länger im Kloster bleiben. Am Anfang war ich begeistert, das Gebet machte mir große Freude, ich glaubte, dass ich durch mein Tun die sprichwörtlichen Berge versetzen kann. Doch seit längerer Zeit [mehr ...]

Jesus hat gesagt: “Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.” Dieses Wort des Herrn haben die Jünger Christi und die Kirche von Anfang an als einen Auftrag verstanden, sich der Armen, Kranken und Schwachen in tätiger Nächstenliebe anzunehmen. Das wird uns schon in der Apostelgeschichte berichtet. Es hat zwar [mehr ...]

Eine Begebenheit, die sich in einer Stadt in England zugetragen haben soll, ist eine treffendes Gleichnis für unsere gesellschaftliche Situation. Ein Mann ging täglich zur Arbeit und hielt jedes Mal vor dem Uhrengeschäft an, um seine Uhr zu stellen. Der Uhrmacher fragte ihn: “Sie stellen jeden Tag Ihre Uhr an meiner Uhr? Was arbeiten Sie?” [mehr ...]

Die Frösche gehören zu den “Kaltblütern”; das heißt, sie haben keine eigene Körperwärme, sondern ihre Körpertemperatur passt sich immer an die Umgebung an. Wenn man nun einen gesunden, lebenden Frosch in einen Kochtopf tut, der mit Wasser in Zimmertemperatur gefüllt ist und diesen ohne Deckel auf der Herdplatte ganz langsam erwärmt, wird der Frosch nicht [mehr ...]

“Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege” (Jes 55,8), sagt Gott durch den Propheten Jesaja. Es gibt immer wieder Situationen im Leben, in denen wir uns fragen: Wie kann Gott das zulassen? Warum ist das geschehen? Aber später können wir oft feststellen, dass Gott doch alles zu unserem Heil [mehr ...]


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