Gebetsvigil für das Leben: Mi., 16. August 2017

Gebetsvigil für das Leben:

In der St. Antonius Kirche
am Mittwoch, 16. August 2017,

16.30 Aussetzung u. Rosenkranz,
Beichtgelegenheit
17.00 Heilige Messe
18.00 Gebetszug in die Stadt
(bzw. eucharistische Anbetung
in der Kirche)
19.00 Ende der Gebetsvigil

 

Veranstalter:
MIRIAM – „gemeinsamer Einsatz für das Leben von Anfang an“ e.V.
6900 Bregenz, Weiherstrasse 8 Tel.: 0664/7900014

36. Fatima-Schiffsprozession auf dem Bodensee: Di. 15. August 2017

Am Fest Maria Himmelfahrt findet die 36. Fatima Schiffsprozession auf dem Bodensee statt
mit Hwst. Weihbischof Florian Wörner, Bistum Augsburg

Programm:

17.00 – 18.00 Uhr Beichtgelegenheit

17.30 Uhr Festmesse
in der St. Antonius Kirche Bregenz
mit P. Bruno Haider

20.00 Uhr Abfahrt der Schiffe
vom Hafen Bregenz

Info und Anmeldung:

Siehe: www.gebetsstaette.de

Kontakt: GEBETSSTÄTTE WIGRATZBAD
Kirchstraße 18, 88145 Wigratzbad
Telefon: +49 (0) 83 85 92 07-50
E-Mail: info@gebetsstaette.de

Mit den Heiligen Geist getauft

Unser Christsein ist ein Leben aus dem Heiligen Geist. Jesus hat vor seine Himmelfahrt noch ganz praktische Anweisungen gegeben, in welcher Weise sie den Heiligen Geist erwarten sollten. „Geht nicht weg von Jerusalem, sondern wartet auf die Verheißung des Vaters, die ihr von mir vernommen habt. … ihr aber werdet schon in wenigen Tagen mit dem Heiligen Geist getauft“ (Apg 1,4f).

1.) Zuerst sagt er: „Geht nicht weg von Jerusalem.“ Das hat eine tiefere Bedeutung: Jerusalem ist ja der Ort, an dem Christus unsere Erlösung durch seine Hingabe am Kreuz erwirkt hat. Darum sollte Jerusalem auch der Ort sein, an dem der Heilige Geist kommt. Auf unser Leben übertragen bedeutet dies, dass wir dort, wo unser Kreuz im Leben steht, auch den Heiligen Geist empfangen werden. Eines der Zeichen unserer Zeit ist es, dass heute so viele Menschen irgendwie auf der Flucht vor dem Kreuz sind: auf der Flucht vor ihrer Verantwortung, vor ihren Pflichten und Bindungen, vor dem eigenen Leben und seinen Belastungen. Aber wer von dem Ort davonläuft, an dem das Kreuz des Herrn in seinem Leben steht, der wird auch die Kraft von oben nicht empfangen. Darum sagt der Herr: Bleibt in Jerusalem.

2.) Es heißt weiter: „Wartet auf die Verheißung des Vaters.“ Die Apostel sollten also in aller Geduld auf die Ankunft des Heiligen Geistes warten. Mit einer unruhigen Ungeduld bringt man in den Dingen Gottes nichts voran. Das ist auch eine Mentalität unserer Zeit: dieses „Nicht-Warten-Können“. Man muss alles, was man sich wünscht, sofort haben. Man kann z.B. nicht warten mit dem Zusammenleben bis zur Ehe, oder man wird ungeduldig mit den Mitmenschen, weil sie nicht so sind, wie wir sie haben möchten. Das geduldige Ausharren, ist aber die beste Vorbereitung auf den Heiligen Geist, ja die Geduld ist schon eine Kraft von oben. Es ist auch interessant: Jesus hat zu den Aposteln gesagt: Ihre werdet „schon in wenigen Tagen mit dem Heiligen Geist getauft.“ Wir würden uns unter „wenigen Tagen“ vielleicht drei, vier Tage vorstellen. Es waren aber 10 Tage. Mit der Zahl 10 ist die Fülle der Zeit gemeint, die Stunde Gottes.

3.) Jesus verheißt den Aposteln, dass sie mit dem Heiligen Geist getauft werden. Er macht ihnen bewusst, dass sie den Heiligen Geist als ein Geschenk empfangen. Nicht sie selber müssen etwas tun und leisten, sondern Gott wird etwas an ihnen tun, sie eintauchen in den Heiligen Geist. Wir sind heute ganz stark in Versuchung, unser Leben und den Wert unseres Menschseins ganz auf eigene Leistung aufzubauen. Nur was wir selber gemacht haben, zählt, und der Mensch wird nur nach seiner Leistung beurteilt. Aber die entscheidenden Dinge im Leben sind immer ein Geschenk, eine Gnade. Aber die Gnade Gottes will uns dazu bewegen, dass wir mit ihr mitwirken. Der Heilige Geist als ein Geschenk Gottes will uns dazu bewegen, so zu denken, so zu handeln und zu lieben, wie Jesus Christus es getan hat.

 

Worauf freust du dich?

Die Mutter eines Erstkommunikanten berichtete folgende Begebenheit: Sie ging mit ihrem Sohn Michael in ein Kleidergeschäft, um für ihn einen neuen Anzug für die Erstkommunion zu kaufen. Die Verkäuferin wollte mit Michael ins Gespräch kommen und fragte: „Worauf freust du dich bei deiner Erstkommunion?“ Er antwortete: „Auf die Kommunion.“ Darauf sagte die Verkäuferin: „Ich meine, worauf du dich wirklich freust.“ Michael sagte noch einmal: „Auf die Kommunion!“ Darauf sagte sie: „Das weiß ich schon. Aber ich meine, worauf du dich ganz besonders freust.“ Da schaute der Bub seine Mutter fragend an und sagte zu ihr: „Ich glaube, die checkt das nicht.“

Können wir das „checken“, wer es ist, der zu uns kommt, wenn wir die hl. Kommunion empfangen. Es ist Jesus Christus selbst mit Leib und Blut, der uns in sich verwandeln möchte.

Alles Gott übergeben

Eine Mutter erzählt: »Mein kleiner Leonhard ist in Tränen aufgelöst. Fest drückt er die Teile seines geliebten Lastwagens an sich. „Bitte, Mama, mach ihn wieder heil!“, schluchzt er. Es sind lediglich die Räder abgegangen. „Ich kann ihn wieder reparieren, aber du musst mir die Teile geben“, sagte ich ihm.

Der Kleine streckt mir den Wagenoberbau entgegen, will aber die Räder nicht aus der Hand geben.  „Du musst mir schon alle Teile geben. Wie soll ich sie sonst wieder zusammensetzen?“ Widerstrebend öffnet er seine Händchen und gibt mir die Räder. Schnell sind sie wieder eingesetzt, und Leonhards Tränen versiegen.

Während Leonhard an sein Spiel zurückkehrt, muss ich an meine Beziehung zum Herrn denken. Ich will ja, dass Er mein Leben heil macht, dass Er meine Fehler in Ordnung bringt. Und ich habe ihn auch darum gebeten. Aber bisher hatte ich meine eigenen Vorstellungen über die Art und Weise, wie diese Probleme geregelt werden sollten. Und wie ich meinem Jungen nicht helfen konnte, solange er mir nicht völlig vertraute und mir alle Teile seines Lastwagens auslieferte, so konnte auch Gott mich wegen meines Eigenwillens nicht erhören. Ich hatte Ihm noch nicht alle Teile meines Lebens übergeben; ich hatte sie auf meine Weise organisiert und dann gebetet: „Dein Wille geschehe!“ Wie widersinnig! Ich musste aufhören, mich an die Trümmer einer Vergangenheit zu klammern, die ich nicht selbst in Ordnung bringen konnte. Ich musste lernen, auf meine fruchtlosen Bemühungen und Ideen zu verzichten, um mich mit ganzem Vertrauen Gott in die Hände zu geben. Er will ja denen, die Ihn lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken lassen.«  Immer wieder dürfen wir vertrauensvoll die zerbrochenen Teile unseres Leben, unsere Sünden und Verfehlungen,  hinbringen zum Herrn. Das können wir so heilbringend tun in der hl. Beichte.

 

Als alles anders kam, als wir dachten

Dieser Brief stammt von Robert Matthew aus Norfolk (USA): »Ich möchte von einem Ereignis berichten, das mich tief in meiner Seele erschüttert hat. Im Herbst 2001 bekamen meine Frau Cathy und ich die Gewissheit, dass unser erstes Kind unterwegs war. Vor Freude plante Cathy einen Besuch bei ihrer Schwester in Californien. Der Flug wurde für den 11. Sept. gebucht. Auf dem Weg mit dem Auto zum Flughafen beteten wir zu Gott um Beistand für eine sichere Reise für Cathy und das kleine Baby. Kaum hatten wir das „Amen“ gesprochen, vernahmen wir ein lautes „Plopp“ und das Auto schlingerte heftig. Ein Reifen war geplatzt. So schnell wie möglich wechselte ich ihn gegen den Ersatzreifen aus. Leider erreichten wir den Flug nicht mehr und mussten wieder nach Hause fahren. Cathy war sehr enttäuscht. Sie hatte sich so auf den Flug gefreut.

Zu Hause angekommen, erhielt ich einen Telefonanruf von meinem Vater. Er war pensionierter Feuerwehrmann des FDNY (Fire Department New York). Seine Stimme ließ mich aufhorchen. Aufgeregt fragte er nach der Nummer des Flugzeugs, mit dem Cathy geflogen sei. Ich erzählte ihm von unserer Panne. Tief bewegt teilte er uns mit, dass genau dieses Flugzeug eines war, das in den Südturm des World Trade Center gekracht und in Flammen auf gegangen war. Ich war bei dieser Nachricht so geschockt, dass es mir die Stimme verschlug.

Mein Vater teilte noch etwas mit: „Ich mache mich jetzt auf, um an der Unglücksstelle zu helfen. Ich kann doch nicht zu Hause herumsitzen, ich muss etwas tun!“ Ich war sehr besorgt um seine Sicherheit, insgeheim auch deswegen, weil er schon lange seinen Glauben als Christ verloren hatte. Wenn ihm etwas Zustoßen würde… ! Bevor er auflegte, sagte er: „Passt gut auf mein Enkelkind auf!“ Es waren die letzten Worte, die ich von meinem Vater gehört habe, denn er kam während der Bergungsarbeiten am eingestürzten World Trade Center ums Leben.

Meine tiefe Freude darüber, dass Gott ganz offensichtlich unser Gebet um Sicherheit für Cathy und das Baby erhört hatte, schlug plötzlich in Unverständnis und bittere Anklagen um und ich kam nahezu zwei Jahre lang nicht von meinen Vorwürfen los: „Warum hat Gott mir den Vater genommen? Mein Sohn würde seinen Großvater nie mehr sehen können. Warum durfte mein Vater seinen Glauben nicht wieder gewinnen? Warum konnte ich mich nicht mehr von ihm verabschieden?“ Doch dann kam alles anders. Vor zwei Monaten saß ich mit Cathy und unserem Sohn Jacky zu Hause, als es an der Tür klopfte. Ich sah Cathy an – keiner von uns erwartete jemanden. Ich öffnete. Draußen standen ein Mann und eine Frau mit einem etwa 2-jährigen Kind. Der Mann sah mich an und fragte, ob mein Vater Jacob Matthews geheißen hatte. „Ja“, sagte ich. Da griff er bewegt nach meiner Hand und sagte: „Ich hatte nie die Gelegenheit, Ihren Vater zu treffen, aber es ist mir eine Ehre, jetzt seinem Sohn die Hand reichen zu können.“ Erstaunt sah ich ihn an. Dann begann er zu erzählen: „Meine Frau arbeitete gerade im World Trade Center, als der mörderische Flugzeugangriff erfolgte. Sie konnte weder flüchten noch sich befreien und wurde schließlich im Schutt ein geklemmt. Wissen Sie – es war besonders schlimm für sie, denn sie war schwanger. Ihr Vater war der Einzige gewesen, der sie aufgefunden, befreit und gerettet hat.“

Ich konnte die Tränen nicht zurückhalten, als ich daran dachte, dass mein Vater sein Leben hingegeben hatte, um andere Menschen zu retten. Aber schon begann seine Frau, ihren kleinen Jungen an der Hand, zu sprechen: „Da ist noch etwas, was Sie wissen sollten: Ich möchte Ihnen sagen, dass ich zusammen mit Ihrem Vater, angesichts des Sterbens rings um uns, gebetet und mit ihm über Gott gesprochen habe, während er mich aus dem Schutt heraus grub. Unser Beten und seine seelische Erschütterung haben ihn zu Gott geführt. Das habe ich in meinem Herzen gespürt.“ Als ich dies vernommen hatte, weinte ich bitterlich vor Überwältigung und mit einem tiefen inneren Glücklichsein. Mir war mit einem Mal bewusst: Gottes Wege sind nicht der Menschen Wege. Und ich betete im Stillen: „Verzeih mir, Vater im Himmel!“ Schließlich erfuhren wir noch etwas Wunderschönes. Die Eltern des kleinen Jungen sagten uns: „Als unser Baby geboren wurde, gaben wir ihm den Namen ‚Jacob Matthew‘ zu Ehren jenes Mannes, der sein Leben hingab, damit eine Mama und ihr Baby leben konnten.“«

 

Schokolade und … Unsere Liebe Frau von Lourdes!

Am 14. Februar 2015 ist Michele Ferrero verstorben. Er war der Erfinder von Nutella, von Mon Cheri, Kinderschokolade, Rocher sowie weiteren Produkten und der Gründer des italienischen Konzerns Ferrero, der 1946, kurz nach dem zweiten Weltkrieg, in Alba (Italien) entstand. Ein Unternehmen, das heute einen Jahresumsatz von mehr als 8 Milliarden Euro aufweist.

Michele Ferrero, der reichste Mann Italiens mit einem geschätzten Vermögen von 26,8 Milliarden Dollar, war auch ein Mann des Glaubens. Eines Glaubens so fest wie Granit. Wie er 1996 während der Feier zum 50. Jahrestag der Gründung des Unternehmens sagte, das seinen Namen trägt: „den Erfolg von Ferrero verdanken wir Unserer Lieben Frau von Lourdes. Ohne sie wäre das nicht möglich gewesen.“ Tatsächlich steht in jeder der Fabriken rund um den Globus eine Statue der Muttergottes von Lourdes. Jedes Jahr machte Michele Ferrero eine Wallfahrt nach Lourdes, in Begleitung der Führungskräfte der Unternehmensgruppe; auch für die Angestellten wurden Besuche in dem bekannten Wallfahrtsort organisiert.

 

100 Jahre Fatima

Im Jahre 1917 ist Maria in Fatima den drei Kindern Jacinta und Francisco Marto und Lucia dos Santos erschienen. Von Mai bis Oktober zeiget sie sich den Kindern jeweils am 13. des Monats. Die Botschaft, die Maria an die Kinder und damit an uns alle gerichtet hat, entspricht ganz dem Evangelium. Aber sie ist eine prophetische Aktualisierung für unsere Zeit.

1.) Maria hat uns vor allem zum täglichen Rosenkranzgebet für die Bekehrung der Sünder aufgefordert. Bei allen sechs Erscheinungen hat sie diese Bitte wiederholt.

2.) Maria hat uns aufgerufen zur Umkehr der Herzen und zur Buße. Die Menschen sollen aufhören, Gott mit ihren Sünden zu beleidigen. In der „Höllenvision“ hat sie den Kindern gezeigt, wohin es führt, wenn sich die Menschen nicht bekehren.

3.) Maria hat uns eingeladen, dass wir uns ihrem unbefleckten Herzen weihen und großes Vertrauen in ihre Macht und Hilfe haben. Sie hat verheißen, wenn wir das tun, was sie uns sagt, dann wird uns der Frieden geschenkt sein.

Die Einladung Mariens ist in der Kirche nicht ohne Antwort geblieben. Es sind viele wunderbare Initiativen gewachsen.

Auch die „Fatimafeier“, die an jedem 13. des Monats in der St. Antoniuskirche gehalten wird, ist eine Antwort auf den Aufruf der Gottesmutter. Wir können es gar nicht abschätzen, welcher Segen für uns und die Welt davon ausgeht, wenn wir im Sinne der Gottesmutter gemeinsam den Rosenkranz beten und die hl. Messe feiern.

 

Der brennendste Wunsch der Gottesmutter

Schwester Lucia von Fatima, die 2005 im Karmel St. Theresa in Coimbra verstorben ist, hat immer wieder aufgerufen, dass die Menschen die Weisungen befolgen sollen, die Gottesmutter in Fatima gegeben hat. Am 26. Nov 1957 führte sie mit Pater Augustin Fuentes, dem Postulator im Seligsprechungsprozess der Seherkinder Francesco und Jacinta, ein Gespräch, das 1959 veröffentlicht wurde. Schwester Lucia sagte damals unter anderem:

„Die Madonna ist sehr unzufrieden, weil man sich nicht um ihre Botschaft vom Jahre 1917 kümmert. Weder die Guten, noch die Bösen haben sich danach gerichtet. Die Guten gehen ihren Weg, ohne sich Sorgen zu machen. Sie folgen nicht den himmlischen Weisungen, und die Bösen gehen weiter auf ihrem breiten Weg des Verderbens. Sie kümmern sich in keiner Weise um die Strafen, die ihnen drohen.

Glauben Sie mir, Pater, der Herr wird die Welt sehr bald bestrafen…  Pater, stellen Sie sich die größte Züchtigung vor. Wie viele Seelen werden in die Hölle fallen, und dies wird eintreten, wenn man nicht betet und Buße tut! Darum ist die Madonna traurig.

Sagen Sie es allen, die Muttergottes hat es mir oft gesagt: Viele Nationen werden vom Antlitz der Erde verschwinden, Russland wird die Geißel sein, die Gott erwählt hat, um die Menschheit zu strafen, wenn wir nicht mit unseren Gebeten die Gnade seiner Bekehrung erlangen.

Sagen Sie es allen, Pater, dass der Teufel den Entscheidungskampf gegen die Muttergottes beginnt. Das, was das Unbefleckte Herz Mariens und Jesu betrübt, ist der Fall der gottgeweihten Seelen, der Ordensleute und Priester. Er weiß, dass die Ordensleute und Priester, wenn sie ihre erhabene Berufung aufgeben, viele Seelen in die Hölle führen. Wir sind kaum imstande, die Strafe des Himmels zu verzögern. Aber wir haben zwei hervorragende Mittel zu unserer Verfügung: Gebet und Opfer. Der Teufel unternimmt alles, um uns zu zerstreuen und uns die Lust zum Beten zu nehmen. Wir werden uns gemeinsam retten oder verdammen. Darum, Pater, muss man den Leuten sagen, dass sie nicht darauf warten sollen, bis der Papst oder die Bischöfe, Pfarrer oder Generaloberen einen Aufruf zur Buße und zum Gebet erlassen. Es ist nun an der Zeit, dass jeder in eigener Initiative nach den Weisungen der Muttergottes heilige Werke vollbringt und sein Leben umgestaltet!

Satan will sich der geweihten Seelen bemächtigen. Er sucht sie zu verderben, um die anderen zur endgültigen Unbußfertigkeit zu führen. Er gebraucht seine Schlauheit und versucht sogar einzuflüstern, das Ordensleben aufzulassen …

Daraus folgt Unfruchtbarkeit für das Innenleben und Gleichgültigkeit bei den Weltlichen bezüglich des Verzichtes auf Vergnügungen und die totale Hingabe an Gott …

Die Muttergottes hat ausdrücklich gesagt: Wir nähern uns den letzten Tagen. Sie hat es mir dreifach zu verstehen gegeben …

Pater, es ist dringend nötig, dass wir uns der schrecklichen Wirklichkeit bewusst werden. Wir wollen die Seelen nicht mit Angst erfüllen, sondern nur dringend die Wirklichkeit zu Bewusstsein bringen.

Der brennendste Wunsch der Gottesmutter ist es, dass wir ihr durch das tägliche Rosenkranzgebet helfen, Seelen zu retten. Für das bedingungslose, tägliche Rosenkranzgebet haben wir nicht nur Mariens besonderen Schutz für Leib und Seele bei dieser direkten Züchtigung Gottes, sondern auch eine Sterbestunde, bei der wir ohne bitteren Todeskampf an ihrer Mutterhand ruhig hinübergleiten in die ewige Herrlichkeit. Dies allein wäre schon den täglichen Rosenkranz wert.“

 

Für die Bekehrung der Sünder leiden

Papst Franziskus wird am 13. Mai die beiden Hirtenkinder Francisco (1908-1919) und Jacinta Marto (1910-1920) in Fatima heiligsprechen. Zusammen mit ihrer Cousine Lucia dos Santos gehören sie zu den drei Seherkindern, denen vom 13. Mai bis 13. Oktober 1917 in Fatima die Gottesmutter erschien.

Beide Kinder starben an der so genannten „spanische Grippe“. Von der hl. Jacinta sind uns ergreifende Zeugnisse erhalten, mit welcher Gesinnung sie ihr Leiden trug und zu welch tiefen Einsichten sie durch die Gnade Gottes kam. Hier nur einige Aussagen: „Es ist mir eine große Freude, aus Liebe zu ihnen [Jesus und Maria] zu leiden. Sie haben jene sehr lieb, die für die Bekehrung der Sünder leiden.“  „Die Sünden, welche die meisten Seelen in die Hölle stürzen, sind die Sünden der Unreinheit.“  „Die Sünden der Welt sind sehr groß.“ „Die Madonna hat gesagt, dass es in der Welt viele Kriege und viel Zwietracht gibt. Die Kriege sind nichts als Strafen für die Sünden der Welt.“ „Wie würden doch die Menschen alles tun, um ein anderes Leben zu beginnen, wenn sie wüssten, was die Ewigkeit ist!“ Zu ihrer Tante sagte sie: „Bringen Sie auch den Bösen viel Liebe entgegen. Sagen Sie von niemandem etwas Böses und fliehen Sie jene, die Böses über den Nächsten reden. Haben Sie viel Geduld, denn die Geduld bringt uns ins Paradies.“