Die ewigen Güter nicht verlieren

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Am 15. September feiert die Kirche das Gedächtnis der Schmerzen Mariens. Die „Sieben Schmerzen Mariens“ sind: 1. die Weissagung Simeons; 2. die Flucht nach Ägypten; 3. das dreitägige Suchen nach Jesus bei der Wallfahrt zum Tempel; 4. der Weg nach Golgota; 5. die Kreuzigung Jesu; 6. die Abnahme Jesu vom Kreuz; 7. die Grablegung Jesu.

Am 25. Sonntag in Jahreskreis (C) hören wir im Sonntagsevangelium das Gleichnis vom unehrlichen Verwalter, das auf den ersten Blick nicht leicht zu versteh ist. Wie sollen wir uns an einem Menschen ein Beispiel nehmen, der fremdes Gut veruntreut und sich auf Kosten seines Herrn Freunde verschafft. Aber Jesus lobt nicht sein Handeln, sondern nur seine Klugheit, mit der er das Beste für sich herausholt.

Davon müssten wir als Jünger Christi lernen. Über kurz oder lang werden wir auch vor dem Gericht Gottes stehen. Und es geht darum, dass wir uns für das ewige Leben absichern.

Wie uns der Herr im Anschluss an das Gleichnis zu verstehen gibt: Wenn wir die ewigen Güter erhalten wollen, kommt es sehr wohl darauf an, dass wir die irdischen Güter sehr gerecht und zuverlässig verwalten.

Worin besteht nun diese vorausblickende Klugheit für die Kinder des Lichtes, damit wir am Ende nicht als die Dummen dastehen?

1) Die Klugheit besteht zuerst darin, dass wir uns das Gericht Gottes vor Augen halten und deshalb immer wieder alles vor Gott in Ordnung zu bringen suchen, z.B. durch eine gute heilige Beichte, durch Schritte des Verzeihens und der Versöhnung.

2.) Die Klugheit besteht weiters darin, dass wir die Zeit, die wir noch haben, im Sinne Gottes gebrauchen. Für so viele unnütze Dinge nehmen sich die Menschen Zeit, aber wenn es um Gott geht, das Gebet, den Gottesdienst, die Weitergabe des Glaubens, so haben sie keine Zeit. „Nutzt die Zeit; denn diese Tage sind böse“ (Eph 5, 16), sagt der hl. Paulus.

3.) Die Klugheit besteht schließlich darin, dass wir uns „mit Hilfe des ungerechten Mammons“ Freunde schaffen, das heißt, dass wir unsere Güter, Fähigkeiten und Talente zu Gunsten des Reiches Gottes und unserer Mitmenschen einsetzen. Das ist nicht immer so einfach. Man braucht nur einmal zu betrachten, wie sehr wir oft an gewissen Habseligkeiten hängen, wie sehr unser Denken, Fühlen und Wünschen um die Dinge dieser Welt und um uns selber kreisen.

Aber hier ist es vor allem die Gottesliebe, die uns die neue Freiheit des Geistes schenkt, so dass wir Gott mit ungeteiltem Herzen dienen und nicht mehr dem Mammon.

Darum soll uns die Bitte ins Herz geschrieben sein, die die Kirche in einem Tagesgebet des Messbuches an Gott, unseren Vater, richtet: „Führe uns in deinem Erbarmen den rechten Weg und hilf uns, die vergänglichen Güter so zu gebrauchen, dass wir die ewigen nicht verlieren.“

 

Allen Spendern sei von ganzem Herzen gedankt

pater-bruno-02„Und die Herrlichkeit des Herrn zog in den Tempel ein durch das Tor das im Osten lag. Dann hörte ich vom Tempel her einen, der mit mir redete; er sagte zu mir: Das ist der Ort, wo mein Thron steht, und der Ort, wo meine Füße ruhen; hier will ich für immer mitten unter den Israeliten wohnen“.

Diese Worte aus dem Buch Ezechiel kamen vor kurzem in einer Lesung vor. Sie passten sehr gut für die Innenrenovierung unserer Kirche. Denn sie stellten uns das Ziel aller Arbeiten an diesem Gotteshaus vor Augen: Der lebendige Gott wählt sich selber einen Ort. An ihm will er persönlich bei uns bleiben. Seine Wohnung soll seiner königlichen Größe und dem Glanz seiner göttlichen Gegenwart entsprechen.

Die Besucher der St. Antoniuskirche in Bregenz konnten sich in den letzten Tagen von dem neuen und hellen Kleid überzeugen, das das Gotteshaus innen wieder hat. Auch die Farben der Bilder und Skulpturen sind aufgefrischt. Durch die erneuerten Kirchenfenster fällt wieder mehr Licht in die Kirche ein. Und die automatische Lüftung an den Fenstern lässt hoffen, dass weniger Feuchtigkeit im Kirchenraum entsteht, und dadurch die neugestrichenen Wände länger schön bleiben.

Es folgt in den nächsten Wochen noch die Erneuerung der Kirchenbeleuchtung. Die Malerfirma wird die Türen des Gotteshauses mit Öl einlassen. Die Nischen mit den Heizungskörpern müssen noch verputzt und die Heizkörper neu gestrichen werden. Das Wandgetäfel wird gereinigt, die Kirchenbänke werden besser fixiert. Weiters wird die Restauratorin noch fünf Kirchenstatuen restaurieren Vielleicht gelingt es noch, das Gotteshaus besser zu beschallen. Erst, wenn alle Arbeiten fertig sind, wird das Allerheiligste von unserer provisorischen Kapelle ins Gotteshaus gebracht. Der Hausherr und König wird in seine Wohnung einziehen und es werden täglich dort wieder die heiligen Messen gefeiert werden.

Allen Spendern sei von ganzem Herzen gedankt! Gott soll ihre Großzügigkeit vergelten!

Ich bitte noch um weitere Unterstützung, dass das gute Werk, das begonnen wurde, vollendet werden kann.

Mit besten Segenswünschen

Bruno Haider FSO

Das Lamm des heiligen Franziskus

franziskus3Am 4. Oktober feiert die Kirche den hl. Franz von Assisi. Er ist ein außergewöhnlicher Heiliger, der mit seiner brennenden Liebe zu Jesus die ganze Kirche bis heute beeinflusst. Eine liebenswürdige Begebenheit aus seinem Leben, die in den „Fonti Franziscane“ erzählt wird, könnte auch uns ein „Anstoß“ sein zu größerem Eifer für den Herrn:

Der hl. Franziskus hielt während seines Romaufenthaltes ein kleines Lamm bei sich. Seine Verehrung für Christus, das geliebte Opferlamm, hatten ihn dazu bewegt. Als er abreiste, vertraute er das Tier einer römischen Adeligen an, namens Madonna Jacopa dei Sette Soli. Sie hielt das Lämmchen zu Hause bei sich und das Tier, welches vom Heiligen in den Sachen des Heiligen Geistes unterrichtet worden war, blieb immer in ihrer Gesellschaft, wenn sie zur Kirche ging. Am Morgen, wenn die Frau zu spät zur Messe ging, sorgte das Lamm mit Hornstößchen und Meckern dafür, dass sie aufwachte und rechtzeitig zum Gottesdienst kam. Deshalb hielt sie das Tier in besonderer Achtung und Liebe, es war ja ein Schüler des hl. Franziskus.

In der sogenannten „Nicht bestätigte Regel“ von 1221, gibt der hl. Franziskus im Kap. XXI. seinen Brüder die folgenden Regeln:

1) Fürchtet und ehrt, lobt und preist den Herrn, dankt ihm und betet ihn an, den allmächtigen Gott, in der Dreifaltigkeit und in der Einheit, Vater und Sohn und Heiliger Geist, Schöpfer aller Dinge.
2) Tut Buße, bringt würdige Früchte der Buße, denn wisset, ihr werdet bald sterben.
3) Gebt, und euch wird gegeben werden.
4) Vergebt, und euch wird vergeben werden. Und wenn ihr den Menschen ihre Sünden nicht vergebt, wird der Herr euch eure Sünden nicht vergeben. Bekennt alle eure Sünden.
5) Selig jene, die in der Buße sterben, denn sie werden im Himmelreich sein.
6) Weh jenen, die nicht in der Buße sterben, denn sie werden Kinder des Teufels sein, dessen Werke sie tun; und sie werden ins ewige Feuer kommen.
7) Hütet euch und enthaltet euch alles Bösen und verharrt im Guten bis zum Ende.

 

Prüft alles und behaltet das Gute!

Jesus-heilt-Blinden-2In den letzten Jahren haben alternative Heilverfahren und Heilmittel einen großen Aufschwung erlebt. Es wird uns eine große Palette von Heilmitteln und Methoden angeboten, mit denen wir Gesundheit, Heilung, Wohlbefinden und das seelische Gleichgewicht erlangen könnten.

Als gläubige Christen müssen wir aber wachsam sein und unterscheiden, damit wir uns einerseits nicht auf Dinge einlassen, die nicht mit unserem Glauben vereinbar sind, weil sie auf falschen esoterischen Lehren aufbauen. Aber andererseits können wir sehr wohl alternative Heilmittel verwenden, die aus der Schöpfung Gottes kommen, die aber von der vorherrschenden Schulmedizin nicht angeboten werden.

Gott hat ja die Natur mit all ihren heilenden Kräften geschaffen und dem Menschen aufgetragen, sie sich untertan zu machen. Das heißt auch, ihre Heilkräfte zu nutzen.
Monika Dörflinger, eine christliche Physiotherapeutin und Heilpraktikerin hat sich durch jahrelange Auseinandersetzung mit dieser Thematik einen qualifizierten Überblick erarbeitet und im Licht unsere Glaubens die verschiedensten Heilmethoden untersucht und in ihrem Buch „Wege der Heilung“ beschrieben und beurteilt. In einem Artikel hat sie einige wichtige Kriterien zusammengefasst, die uns helfen können, alles zu prüfen und das Gute zu behalten, wie der hl. Paulus sagt. Sie schreibt:

„Obwohl das Vokabular der Esoterik dem christlichen auf den ersten Blick sehr ähnlich ist, ist der Unterschied doch immens: In der Esoterik ist der Mensch das Maß aller Dinge. Er bemüht sich durch diverse Techniken, mit ‚Gott‘ in Kontakt zu kommen. Doch ‚Gott‘ wird als unpersönliche, kosmische Energie betrachtet, die man anzapfen, lenken, sich verfügbar machen will. Dagegen ist der Gott der christlichen Offenbarung ein persönlicher Gott, der auf Du und Du mit uns Beziehung leben will. Der aus Liebe und Erbarmen heilt. Unser Gott ist allmächtig und souverän. Er kann nicht von uns manipuliert werden.

Folgende drei Prinzipien sind Grundaussagen der Esoterik:

  1. Alles wird von einer kosmischen Energie durchflossen: der Mensch, die Natur, das Universum.
  2. Schuld an einer Krankheit ist immer ein Energieungleichgewicht oder eine Energieblockade.
  3. Heilung kann nur durch die Wiederherstellung der Harmonie mit der kosmischen Energie erfolgen: durch Ausleiten der ’schlechten Energie‘ und Einleiten der ‚reinen, guten, kosmischen Energie‘ oder lösen von Energieblockaden.

Bei Verfahren, die auf eine solch energetische Sicht aufbauen, sollten Sie sehr wachsam sein. [Red.: Auf dieser Sichtweise bauen z.B. Yoga, Reiki, Strömen auf.]

Meiden sollten Sie auch alles,

  • das Sie von einer Person oder Sache abhängig macht, wo bleibende Gefühle von Angst oder Unruhe aufkommen.
  • wo Sie sich unter Druck gesetzt oder unfrei fühlen.
  • das den Aussagen der Bibel widerspricht, sie relativiert, verwässert oder negiert.
  • das die alleinige Erlösung durch Jesus überflüssig zu machen scheint; z. B. Erlösung durch gutes Leben verspricht.
  • das einen ‚magischen Glanz‘ ausstrahlt und geheimnisvoll und mit viel Drumherum ist.
  • das Ihnen Glück und Harmonie verspricht (und meist auch noch sehr teuer ist).
  • das die Seele und das Wesen des Menschen heilen soll.
  • wo es um undefinierte Energie geht.

Beachtet man diese Kriterien, dann kann man auch als Christ Naturheilverfahren anwenden. Warum sollte der Teufel alle gute Medizin haben? Die Schöpfung gehört Gott und ist uns anvertraut! Holen wir uns zurück, was uns gestohlen wurde mit wachem Blick und unseren Herzen auf Gott ausgerichtet.“

 

Die heiligen Schutzengel

engel-05Im esoterischen Bereich werden heute viele Bücher und Lehren über  Engel angeboten. Hier ist es wichtig, dass wir uns an die katholische Lehre über die hl. Engel halten. Die heiligen Schutzengel sind unsere großen Helfer auf unserem Weg des Glaubens, die wir auch immer um Hilfe bitten sollen. Der Kapuziner, P. Gerard Stegmiller, den man auch ‚Schutzengelpater‘ genannt hat, berichtet uns folgendes:

Eine Frau besuchte ihn und erzählte: „Hochwürden, ihr Rat, die hl. Schutzengel der Umwelt anzurufen, hat sich schon bewährt. Mein Mann ging nicht alle Tage ins Gasthaus. Aber wenn er ging, kam er meistens spät in der Nacht betrunken heim. Nun hörte ich ihren Rat: Besucht der Mann das Gasthaus, soll die Frau zu Hause seinen Schutzengel und die Engel seiner Tischgesellschaft grüßen und bitten. Sofort befolgte ich den Rat. Seit einiger Zeit nun kommt mein Mann um zehn Uhr heim, ist guter Dinge und nicht berauscht. Jüngst sagte er: ‚Ich weiß gar nicht, was das ist. Wenn es auf halb zehn Uhr geht, dann werde ich unruhig. Es treibt mich förmlich fort, das Bier schmeckt mir nimmer, die Gesellschaft passt mir nimmer. Es ist, wie wenn mich jemand fortziehen wollte. Da muss es mir am Herzen fehlen. Ich muss doch mal zum Doktor gehen.‘ – ‚O, dir fehlt nichts, du bist kerngesund. Geh nur immer gleich heim, das tut dir am besten.'“ Die Frau gestand: „Diese Unruhe kommt nach meiner Überzeugung vom heiligen Schutzengel. Denn während der Mann im Gasthof war, habe ich zu Ehren der heiligen Engel aller im Gasthaus den Rosenkranz gebetet, damit mein Mann sich wirklich erhole, aber nicht der Trunksucht verfalle.“

 

Mother Angelica – Eine Seele, die auf Gott vertraut ist unbesiegbar

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Quelle: EWTN

„Mutter Angelica“ war eine der bedeutendsten amerikanischen Frauen der Gegenwart. Sie gründete Klöster und Orden und begann vor 35 Jahren (1981) in einer Garage ihres Klosters mit der Ausstrahlung religiöser Fernsehsendungen. In nur wenigen Jahren entwickelte sie daraus den größten katholischen Sender der Welt, EWTN. Am Ostersonntag, 27.3.2016 starb sie im Alter von 92 Jahren.

Rita Rizzo wurde 1923 in eine Familie mit schwierigen Verhältnissen in Canton, Ohio, geboren. „Meine Eltern ließen sich scheiden, als ich sechs Jahre alt war. … Meine Mutter und ich waren verzweifelt – wir zogen von Ort zu Ort, arm, hungrig und notdürftig überlebend.“ Als junges Mädchen litt sie unter schweren Magenschmerzen. Ihre Mutter brachte sie schließlich zu einer Mystikerin. Diese gebot der jungen Rita, eine Novene zur heiligen Therese von Lisieux zu beten. Nach neun Tagen des Gebets verschwanden alle Schmerzen: Rita war geheilt. „An diesem Tag wurde ich mir der Liebe Gottes bewusst und begann, mich nach ihm zu sehnen. … Nach meiner Genesung wollte ich nur noch eins: mich Jesus schenken.“ Und das tat sie auch.

Mit 21 Jahren schloss sich Rita den Armen Klarissen von der Ewigen Anbetung in Cleveland an und erhielt den Namen ‚Maria Angelica von der Verkündigung‘. 1959 musste sie sich nach einem Unfall einer Wirbelsäulenoperation unterziehen mit dem Risiko, dass sie möglicherweise nie wieder würde gehen können. „In Panik wandte ich mich an Gott … Ich versprach, wenn er mich wieder laufen lassen würde, würde ich ihm ein Kloster bauen. Gott hielt sich daran, und durch die göttliche Vorsehung tat ich das auch.“ 1962 gründete sie ihr erstes Kloster in Irondale in Alabama. Ihr brennendes Anliegen der Glaubensverbreitung führte sie dazu Vorträge in Pfarreien zu halten, Druckschriften und Bücher zu veröffentlichen und schließlich Radio- und Fernsehsendungen zu machen, die sie in einem weltlichen Studio aufzeichnete. Als sie 1978 erfuhr, dass dieses Studio auch Sendungen machte, die mit dem Glauben nicht vereinbar waren, kündigte sie dem leitenden Manager an, sie werde ihre Sendungen wo anders aufzeichnen lassen. Darauf entgegnete er ihr: „Wenn du dieses Studio verlässt, bist du raus aus dem Fernsehen.“ – „Dann mache ich mein eigenes!“, gab sie schlagfertig zurück.

Von Experten skeptisch belächelt, aber mit unerschütterlichem Vertrauen auf die Vorsehung Gottes begann sie 1981 in der Garage ihres Klosters in Birmingham in Alabama den Fernsehsender Eternal Word Television Network (EWTN) – Fernsehen vom Ewigen Wort. Ihr Motto war: „Wenn du nicht den Mut hast etwas Lächerliches zu tun, wird Gott auch nichts Wunderbares daraus machen. … Eine Seele, die auf Gott vertraut ist unbesiegbar.“ Als sie 1984 die beliebte Fernsehshow „Mother Angelica Live“ startete, zog sie mit ihrer humorvollen, offenen und unverblümten Art immer mehr Menschen vor die Bildschirme. Heute erreicht EWTN mehr als 264 Haushalte in 145 Ländern.

Der Herr verlangte von ihr noch ein besonders Opfer. 2001 erlitt sie einen Schlaganfall, durch den sie 15 Jahre nicht mehr sprechen und schreiben konnte. Doch dieser Kreuzweg brachte viele Früchte und führte sie am Ostersonntag 2016 zum Herrn.

Das Vertrauen in den Herrn ist die tollste Tugend

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Quelle: EWTN

Mutter Angelika erzählte in einer ihrer Live-Sendungen dem Publikum, wie Gott durch seine Wunder das Studio baute, in dem sie jetzt saßen. Es war kein Wunder, bei dem ein Engel vom Himmel kam, und es plötzlich dastand, sonder Gott wirkt seine Wunder, wenn wir auf ihn vertrauen. Mutter Angelika erzählt:

„Die Produzenten und alle Mitarbeiter sagten immer: ‚Wir brauchen ein Studio, wir können nichts produzieren ohne Studio.‘ Also bat ich den Hausmeister, einige weiße Tücher um die Bäume im Garten zu binden. Er fragte: ‚Wie viele?‘ Ich sagte: ‚Nimm 50 mal 100 Meter.‘ Und dann kamen einige Bischöfe vorbei und einer fragten mich: ‚Was sind das für weiße Tücher?‘ ‚Wir brauchen ein Studio, aber wir haben das Geld nicht. So ist es eine Erinnerung für den Herrn, dass dies der Ort ist, wo wir das Studio brauchen.‘ Und er sagte zu mir: ‚Glauben sie nicht, dass er das weiß?‘ ‚Oh doch, aber es schadet nicht, ihn daran zu erinnern.‘ Und er sah sie an und fragte: ‚Funktioniert das?‘ ‚Ja!‘ Er sagt: ‚Oh, das ist ja interessant.‘ Es passierte nichts. Es verging eine weiter Woche und ein Mann kam vorbei und fragte, was die weißen Tücher bedeuten. Sie erzählte ihm die Geschichte. Am nächsten Tag kam er vorbei und sagt: ‚Meine Frau ist gestorben, ich gebe euch 50.000 Dollar zum Anfangen.‘

Mutter Angelika besorgte Material, und mit den Mitarbeiten begannen sie das Fundament zu graben. Und so berichtete sie, wie sie durch wunderbarste Umstände immer wieder Helfer und großzügige Spender fanden, um am Studio weiterzubauen. Sie sagt:

„Gott gibt nicht alles auf einmal, wenn wir arbeiten, gibt der Herr Schritt für Schritt das Seine. Wir begannen mit nichts und wir endeten mit nichts. Wir bekamen genau so viel, um das Studio fertig zu stellen. Das ist der Grund, warum ich weiß, dass Gott diesen Sender für euch möchte, damit die Menschen sich nähren können mit Liebe, Wahrheit und Barmherzigkeit, mit alle den guten Dingen, die Gott für uns bereit hält. Das Vertrauen in den Herrn ist die tollste Tugend.“

„Jesus ist meine Stärke, Jesus ist mein Fels. Ich vertraue seiner Weisheit und seiner Führung in meinem Leben.“

Sich nicht vom Urteil der Menschen leiten lassen

theresialisEin grundlegendes Bedürfnis jedes Menschen ist es, anerkannt und geliebt zu sein. Deshalb sind wir leicht in Versuchung, unser Tun und Lassen ganz vom Urteil der Menschen abhängig zu machen, was sie über uns denken und sagen. Unsere Erlösung besteht darin, dass wir mehr auf Jesus Christus schauen und ihm zu gefallen suchen.

Die heilige Theresia von Lisieux, deren Gedenktag wir am 1. Oktober feiern, berichtet einmal, wie sie innerlich geheilt wurde:

„Eines Tages, es war nach meiner Einkleidung, sah mich Sr. Vinzenz von Paul bei unserer Mutter Priorin und rief: ‚Ach, welch eine gutgenährte Figur! Wie stark dieses große Mädchen ist, wie dick!‘ Durch dieses ‚Kompliment‘ völlig niedergeschlagen, ging ich fort. Vor der Küche hielt mich Sr. Magdalena auf und sagte mir: ‚Aber was soll aus Ihnen werden, liebe Sr. Theresia. Sie magern zusehends ab! Wenn Sie so weitermachen, werden Sie mit diesem Aussehen, das einen ängstigt, die Regel nicht lange befolgen!‘ Ich war wie vor den Kopf geschlagen, so widersprüchliche Urteile hintereinander zu hören. Seit diesem Augenblick habe ich auf die Meinung von Menschen überhaupt keinen Wert mehr gelegt, und dieser Eindruck hat sich in mir dermaßen vertieft, dass jetzt Tadel und Komplimente, alles an mir abgleitet, ohne die geringste Spur zu hinterlassen.“

Bemüht euch mit allen Kräften

Jesus-Christus-pantokrator-st-paulIm Evangelium vom 21. Sonntag im Jahreskreis (C) stellt ein Mann aus dem Volk Jesus die Frage: „Herr, sind es nur wenige, die gerettet werden?“

Jesus gibt darauf keine unmittelbare Antwort, sondern macht seinen Jüngern den Ernst der Lage bewusst. Sie sollen sich nicht mit falschen Spekulationen befassen, sondern sie sollen auf sich selber schauen, ob sie sich ernsthaft anstrengen, in den Himmel zu kommen. „Bemüht euch mit allen Kräften, durch die enge Tür zu gelangen!“ Mit dieser engen Tür meint Jesus sich selbst. „Ich bin die Tür, wer durch mich eingeht, wird gerettet werden“, sagt er an einer anderen Stelle. Durch die enge Tür zu gehen heißt also, Jesus nachfolgen.

Und somit richtet sich auch die Frage an uns: Setzen wir wirklich alle Kräfte daran, den Weg der Nachfolge Christi zu gehen? Halte ich mich an die Gebote des Herrn? Strebe ich nach der Bekehrung des Herzens, nach der Besserung meines Lebens? Suche ich die Gottes- und Nächstenliebe konkret zu verwirklichen? Der Herr macht uns deutlich, dass ein Lippenbekenntnis bei ihm nichts zählen wird.

Und da müssen wir wahrscheinlich zugeben, wenn wir nicht uns selbst und Gott belügen möchten, dass wir noch lange nicht alle Kräfte darauf verwendet haben, Christus nachzufolgen.

Manchmal vertrösten sich die Leute, dass sie später einmal, wenn sie mehr Zeit haben, dies und jenes im Leben ändern werden. Aber wer sagt ihnen, dass sie so viel Zeit haben? Andere vertrösten sich wieder mit dem Argument, dass sie selber viel besser sind als viele andere Menschen. Sie sagen: Ich bin doch ein anständiger Mensch, ein guter Christ!

Aber Jesus warnt uns vor zu großer Selbstsicherheit. All diese Ausreden werden uns beim Gericht nicht helfen, wenn der Herr des Hauses, also Gott, die Tür des Himmels zuschließt und wir ausgeschlossen bleiben.

Die ewige Seligkeit wird uns nicht einfach nachgeworfen, ohne dass wir selbst etwas dazu getan haben. Der heilige Augustinus sagt: Gott hat uns ohne unser Zutun geschaffen, aber er rette uns nicht ohne unser Mitwirken.

Diese Tür der Liebe zu Gott und dem Nächsten ist eng, man muss sich sozusagen oft mühevoll hindurchzwängen. Aber sie führt eben in die Freiheit, sie führt in das Reich Gottes hinein.

Viele Heilige sind uns diesen Weg vorausgegangen und haben diese enge Tür durchschritten. Das ist ein Ansporn und eine Einladung für uns. Es lohnt sich, alle Kräfte darauf zu verwenden, um auf dem Weg der Nachfolge Christi treu zu bleiben.

 

Die Renovierung der Kirche macht gute Fortschritte

kap-kirche-aussen-nachmittagsEtwa noch einen Monat dauert die Innenrenovierung unserer St. Antoniuskirche in Bregenz. Bisher sind folgende Arbeiten geschehen: Die verschmutzten Wände wurden gereinigt. Um eine neuerliche Verunreinigung zu verhindern, wurden durch den Elektriker Leitungen für eine verbesserte Kirchenbelüftung gelegt. Einige Fenster können für diesen Zweck künftig automatisch geöffnet werden. Weiters sind Verputzarbeiten geschehen, wobei auch eine größere Schadstelle aufgrund von Feuchtigkeit in der St. Josefskapelle behoben wurde. Zurzeit wird das neue Fensterglas – Doppelverglasung – eingesetzt und werden die Fensterrahmen und Fensterbänke saniert. Das sehr schöne, handgefertigte Innenglas wird dem Gotteshaus eine vornehme und freundliche Note geben. Die junge, durch das Bundesdenkmalamt empfohlene Restauratorin arbeitet mit ihren zwei Mitarbeitern in ihrem Atelier sehr fleißig an den Skulpturen und Bildern. Sie werden gereinigt und ausgebessert. Für die kommenden Wochen erwarten wir noch folgende Renovierungsmaßnahmen: Das Anbringen der neuen Kirchenbeleuchtung, das Ausweißeln der Wände und der Decke und das Restaurieren der Kreuzwegsreliefs vom Gerüst aus.

Bisher hat uns der heilige Josef als für unser Gotteshaus erwählter „Bauherr“ auffallend geholfen. Er versteht es, die nötigen Mittel aufzubringen. Für die nach dem jetzigen Stand erwarteten Kosten von etwa 135.000.- Euro sind uns durch die Diözese Feldkirch schlussendlich 40.000.- Euro, durch das Bundesdenkmalamt 5.000.- Euro und durch das Land Vorarlberg schätzungsweise 9.000.- Euro an Subventionen in Aussicht gestellt worden. Den restlichen Teil der Kosten müssen wir mit Hilfe von edlen Wohltätern der St. Antoniuskirche selbst bereitstellen. In den letzten Wochen haben schon viele Wohltäter unsere Renovierung durch ihre großzügigen Gaben unterstützt. Aber ich bitte Sie weiterhin um ihre Hilfe.

Auch die folgende Statuen, die noch zu restaurieren sind, dürfen wir Ihnen hier kurz vorstellen. Wir bitten Sie herzlich um einen Beitrag für die Kosten, die für ihre Verschönerung schätzungsweise anfallen:

renovierung-01 Fatima – Muttergottes – Statue: 1.560.- €
renovierung-02 Statue des hl. Antonius v. Padua: 2.520.- €
renovierung-03 Lourdes – Muttergottes – Statue: 1.800.- €
renovierung-04 Herz – Jesu – Statue: 1.150.- €

Allen unsere Wohltäter ein ewiges Vergelt’s Gott!

Ihr Pater Bruno Haider
Kirchenrektor